Oberrieder Weiher

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Oberrieder Weiher
Oberrieder Weiher 2.JPG
Geographische Lage im Günztal bei Breitenthal
Orte in der Nähe Oberried (Gemeinde Breitenthal (Schwaben))
Daten
Koordinaten 48° 13′ 30″ N, 10° 17′ 45″ O48.22510.295833333333508Koordinaten: 48° 13′ 30″ N, 10° 17′ 45″ O
Oberrieder Weiher (Bayern)
Oberrieder Weiher
Höhe über Meeresspiegel 508 m ü. NN
Fläche 34,7 hadep1f5
Länge 620m[1]dep1f6
Breite 600m[1]dep1f7
Umfang 2700 mdep1f9
Besonderheiten

grundwassergespeister Baggersee

Der Oberrieder Weiher ist ein grundwassergespeister Baggersee, im Günztal nahe der Günz in der Gemeinde Breitenthal im Landkreis Günzburg. Wie die vielen anderen Baggerseen im Günz- und im östlich davon gelegenen Mindeltal ist der Oberrieder Weiher durch Kiesabbau entstanden. Durch diese Entstehungsgeschichte hat der Oberrieder Weiher eine fast quadratische Form.[1] Die Besonderheit des Oberrieder Weihers ist, dass es ein sehr großer Baggersee ist - manchmal wird sogar gesagt, dass es der größte in Bayerisch-Schwaben sei.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Größe des Oberrieder Weihers ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass er nicht so schnell eutrophiert und in der Folge mit Wasserpflanzen oder Algen zuwächst wie kleinere Baggerseen.

Im südwestlichen Teil des Sees befinden sich drei kleine heute vor allem mit Silberweiden (Salix alba) bewachsene Inseln. Diese entstanden, weil man zu Beginn der Phase des Kiesabbaus eine Überlandleitung, die über den See führte, nicht verlegen wollte. Deshalb entstanden diese drei Inseln, auf denen die Strommasten dieser Überlandleitung standen. Später wurde die Stromleitung dann aber doch um den See herum verlegt.

Phase des Kiesabbaus[Bearbeiten]

Ungefähr bis zum Jahr 2004 war das Kieswerk in Betrieb, das auf einer Halbinsel stand, die am nordwestlichen Ufer in den See hineinragt. An den kleineren Baggerweihern, die sich südwestlich direkt an den Oberrieder Weiher anschließen wird auch heute noch Kies abgebaut.

Nachnutzung des Sees als Naherholungsgebiet[Bearbeiten]

  • Das nordöstliche Ufer des Sees wurde schon vor vielen Jahren zum Badeplatz ausgebaut, der auch von der Wasserwacht Krumbach bewacht wird. Der Bereich des Sees, der an diesen Badeplatz angrenzt, ist vom Rest des Sees durch Bojen abgetrennt, damit sich Schwimmer, Angler, Surfer und Segler, die den Rest des Sees nutzen, nicht gegenseitig stören.
  • Am südwestlichen Seeufer befindet sich das Gelände des Segelclubs Breitenthal.
  • Es befindet sich auch eine Surfschule direkt am See.
  • Tauchen ist im Oberrieder Weiher auch möglich.

Wegen diesen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, der guten Gewässerqualität, der Sauberkeit des Badeplatzes und dem großen Parkplatz ist der Oberrieder Weiher nicht nur in der direkten Umgebung ein bekannter und beliebter Badesee. Das Einzugsgebiet, aus dem die Besucher des Oberrieder Weihers kommen, reicht bis Ulm.

Campingplatz[Bearbeiten]

Auf der Halbinsel, auf der sich früher das Kieswerk befand, wurde im Jahr 2005 ein Campingplatz errichtet. Bevor es diesen Campingplatz gab, gab es am südöstlichen Eck des Sees einen wilden Campingplatz, der vor allem von Dauercampern genutzt wurde.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Nahe dem Oberrieder Weiher befindet sich an der Günz ein Wasserkraftwerk, das vom Überlandwerk Krumbach betrieben wird.
  • Der Günztal-Radweg führt am See vorbei.
  • Jedes Jahr an Silvester findet am Oberrieder Weiher das Silvesterschwimmen der Wasserwacht Krumbach statt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Bayernviewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste der Gewässer im Flusssystem Günz