Mindel

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Dieser Artikel behandelt den Nebenfluss der Donau. Zum amerikanischen Kameramann siehe Daniel Mindel.
Mindel
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Mindel bei Dirlewang

Mindel bei Dirlewang

Daten
Gewässerkennzahl DE: 116
Lage Schwaben (Bayern)
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle an der Mindelmühle bei Ronsberg
47° 53′ 53″ N, 10° 26′ 24″ O47.89797222222210.44760
Quellhöhe ca. 760 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Gundremmingen in die Donau48.50722222222210.387222222222430Koordinaten: 48° 30′ 26″ N, 10° 23′ 14″ O
48° 30′ 26″ N, 10° 23′ 14″ O48.50722222222210.387222222222430
Mündungshöhe ca. 430 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 330 m
Länge 77,9 km[1]
Einzugsgebiet 953 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Offingen[2]
AEo: 948 km²
Lage: 3,2 km oberhalb der Mündung
NNQ (01.08.1996)
MNQ 1946/2006
MQ 1946/2006
Mq 1946/2006
MHQ 1946/2006
HHQ (12.08.2002)
2,56 m³/s
6,38 m³/s
12 m³/s
12,7 l/(s km²)
68,4 m³/s
125 m³/s
Linke Nebenflüsse Kammel
Rechte Nebenflüsse Flossach
Kleinstädte Mindelheim, Thannhausen, Burgau
Gemeinden Markt Obergünzburg, Markt Ronsberg, Eggenthal, Unteregg, Markt Dirlewang, Apfeltrach, Markt Pfaffenhausen, Salgen, Breitenbrunn, Markt Kirchheim in Schwaben, Aletshausen, Ursberg, Balzhausen, Markt Münsterhausen, Markt Neuburg an der Kammel, Markt Burtenbach, Markt Jettingen-Scheppach, Rettenbach, Dürrlauingen, Markt Offingen, Gundremmingen

Die Mindel ist ein 78 km langer, rechter Nebenfluss der Donau im Landkreis Ost-, Landkreis Unterallgäu, Landkreis Dillingen und Landkreis Günzburg.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Mindel entspringt an der Mindelmühle nördlich von Mindelberg (Markt Obergünzburg), östlich von Ronsberg, westlich von Kaufbeuren und fließt immer in nördlicher Richtung durch die Landkreise Unterallgäu und Günzburg. Bei Gundremmingen (Landkreis Günzburg) mündet die Mindel in die Donau. Auf den letzten 1080 Metern vor der Mündung unterhalb des Donau-Wasserkraftwerks Gundelfingen fließt die Mindel noch durch den Landkreis Dillingen an der Donau. Die wichtigsten Nebenflüsse sind die Kammel und die Flossach. Für die anderen direkten und indirekten Nebenflüsse und Bäche der Mindel → Liste der Gewässer im Flusssystem Mindel.

Sie hat ein Einzugsgebiet von 953 km², einen Mittelwasserabfluss von 10 m³/s und einen mittleren Hochwasserabfluss von 65 m³/s[3]. 1991 wurden 111 m³/s gemessen. Allein im Bereich des Landkreises Günzburg wird in 30 Wasserkraftwerken Energie erzeugt.

Die Mindel ist in dem 31,1 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Mündungsbereich des Mühlkanals ca. 500 Meter unterhalb Salzstraßmühle in der Gemeinde Unteregg (Landkreis Unterallgäu) und der Mündung der Flossach in die Mindel südlich von Mindelzell (Gemeinde Ursberg) ein Gewässer zweiter Ordnung[4]. Auf den 38,9 Flusskilometern von der Mündung der Flossach bis zur Mündung in die Donau ist die Mindel - nicht aber die Kleine Mindel - ein Gewässer erster Ordnung[5].

Das Mindeltal unterhalb der Mündung der Flossach ist besonders breit, was sich dadurch erklären lässt, dass die Wertach nach der letzten Eiszeit zeitweise ganz oder auch nur zum Teil durch die Täler der Flossach und der Mindel zur Donau hin abfloss.[6] Ein Beleg dafür ist, dass man im Mindeltal Steine findet, die im Einzugsgebiet der Wertach, aber nicht im Einzugsgebiet der Mindel vorkommen.

Flussarme[Bearbeiten]

In diesem Abschnitt werden die Flussarme der Mindel von der Mündung bis zur Quelle beschrieben:

  • Südlich von Mindelzell (Gemeinde Ursberg) teilt sich die Mindel in die Große Mindel (Gewässer erster Ordnung) und die Kleine Mindel (Gewässerkennzahl: 116592; Gewässerlänge: 16,84 km[1]; Gewässer zweiter Ordnung[4]). Südlich von Eberstall (Gemeinde Markt Jettingen-Scheppach) vereint sich die Kleine Mindel wieder mit dem Hauptfluss.
  • Nördlich von Lohhof (Ortsteil der Stadt Mindelheim) spaltet sich von der Mindel die Östliche Mindel (Gewässerkennzahl: 11632; Gewässerlänge: 10,65 km[1]; Gewässer zweiter Ordnung[4]) ab. Südlich von Hasberg (Gemeinde Kirchheim in Schwaben) fließen die Teilgewässer wieder zusammen.

Orte an der Mindel / im Mindeltal[Bearbeiten]

von Süden nach Norden[7]:

im Landkreis Ostallgäu:

im Landkreis Unterallgäu:

im Landkreis Günzburg:

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Im April 2003 wurde der Mindeltal-Radweg eingeweiht.
  • Eine der Eiszeiten, nämlich die Mindelkaltzeit, ist nach diesem Fluss benannt.
  • Der Name der Mindel lässt sich von den Vindelikern ableiten (M und V sind austauschbar).
  • Der Heimat- und Volkstrachtenverein Offingen nennt sich "d´ Mindelspitzer".

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Gewässerkennzahlen, Gewässerlänge und weitere Informationen über Gewässer in Bayern beim Bayerischen Landesamt für Umwelt
  2. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Donaugebiet 2006. Einzelblatt Pegel Offingen. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 15. Februar 2013 (PDF, deutsch, Auf: hnd.bayern.de).
  3. Flüsse im Landkreis Günzburg (pdf-Datei mit Informationen zu den Flüssen)
  4. a b c Verzeichnis der Gewässer zweiter Ordnung in Schwaben
  5. Bayerisches Wassergesetz (BayWG) - Anlage I - Verzeichnis der Gewässer erster Ordnung
  6. P. Zenetti: Der geologische Aufbau des bayerischen Nord-Schwabens u. der angrenzenden Gebiete. Verlag von Theodor Lampert, Augsburg 1904, S. 126.
  7. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung