Oksana Sabuschko

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Oksana Sabuschko (2007)

Oksana Sabuschko (ukrainisch Оксана Стефанівна Забужко; * 19. September 1960 in Luzk, Ukraine) ist eine ukrainische Schriftstellerin, Dichterin und Essayistin. Sabuschko schreibt über die ukrainische Identität und benutzt oft die feministische und postkoloniale Methodologie.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Oksana Sabuschko studierte nach dem Schulabschluss an der Universität Kiew. 1987 trat sie in die KPdSU ein, im selben Jahr folgte ihre Promotion am Philosophischen Institut der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften. In den 1990er-Jahren war sie als Gastprofessorin an amerikanischen Universitäten (Penn State, Pittsburgh und Harvard University) tätig. Gegenwärtig (20xx) ist sie Vizepräsidentin des ukrainischen Pen-Zentrums, unterrichtet kreatives Schreiben an der Universität Kiew und schreibt regelmäßig für Zeitschriften und Magazine zu literarischen Themen.

Ihr Werk ist in mehrere Sprachen übersetzt und wurde u.a. mit dem Global Commitment Foundation Poetry Prize 1997 ausgezeichnet.[1] Sabuschko hat seit Mitte der 80er Jahre mehrere Lyrikbände, mehrere Erzählungen und politisch-philosophische Studien publiziert.

In ihrem im Mai 2012 erschienenen Essay Planet Wermut, einer Sammlung von zum Teil nicht ganz neuen Texten, versucht Oksana Sabuschko die Ukraine, dieses "letzte Territorium Europas", und dessen historischen Tragödien zu erklären.

Oksana Sabuschko bemerkt, dass ihre Schriftstellergeneration, die auch als Generation Tschernobyl bezeichnet wird, die Katastrophe bisher literarisch kaum verarbeitet hat, wie überhaupt das 20. Jahrhundert für sie noch unverdaut ist.[2]

Mit der Krise in der Ukraine 2014 festigte sich das Verhältnis zu Russland, sie sagte:

„Im Grunde genommen ist Putins Reich ein reines Mediengebilde. (...) Wir haben den Informationskrieg gegen Russland schon verloren, noch bevor wir verstanden haben, dass überhaupt ein Krieg gegen uns geführt wird.[3]

Oksana Sabuschko

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2013; Mitteleuropäischer Buchpreis Angelus für Museum der vergessenen Geheimnisse.

Werke[Bearbeiten]

Poesie
  • Second Attempt (2005) Друга спроба
Prosa
  • Field Work In Ukrainian Sex (1996) Польові дослідження з українського сексу (dt.: Feldstudien über ukrainischen Sex)
  • Sister, Sister (2003) Сестро, сестро
  • Museum der vergessenen Geheimnisse, übersetzt von Alexander Kratochvil; Literaturverlag Droschl, Graz 2010 ISBN 978-3-854207726
  • Planet Wermut. Literaturverlag Droschl, Graz 2010, ISBN 978-3-854207955
Sachliteratur
  • Notre Dame d'Ukraine: Ukrayinka in the Conflict of Mythologies (2007) Notre Dame d’Ukraine: Українка в конфлікті міфологій
  • Let my People Go: 15 Texts About Ukrainian Revolution (2005) Let my people go. 15 текстів про українську революцію
  • The Fortinbras Chronicles (1999) Хроніки від Фортінбраса
  • Philosophy of the Ukrainian Idea and the European Context: Franko Period (1992) Філософія української ідеї та європейський контекст: Франківський період

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.poetryinternationalweb.net
  2. FAZ.net 7. Juni 2012: Der Name der bitteren Pflanze von Sabine Berking, abgerufen am 10. Juni 2012
  3. Zwischen Chaos und Krieg Wer zerstört die Ukraine?WDR 19. Mai 2014 Dokumentiert: die Lüge Putins zu den grünen Männchen auf der Krim (Minute 17:30) der Beginn der Propaganda bei Minunte 25:00 sowie der Grund für die Probleme in der Ostukraine in Form der Oligarchen (siehe Minute 33:15 / 33:45 des Films) Das Zitat von Oksana Sabuschko Minute 25.30. - Ein Direktlink zum Video (Mitte Mai 2015 wird der Film auf daserste.de nicht mehr aufrufbar sein): http://www.youtube.com/watch?v=RFyIfT-TrNs
  4. in der Printversion - FAZ 30. Januar 2014, S. 25, Feuilleton - lautet die Überschrift "Wahnsinniger" statt "Irrer". Aus dem Englischen Übersetzt.