Oktay Rifat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Oktay Rifat (ab 1934: Oktay Rifat Horozcu; * 10. Juni 1914 in Trabzon; † 18. April 1988 in Istanbul) war ein türkischer Jurist und Schriftsteller.

Während seiner Oberschulzeit in Ankara freundet er sich mit Orhan Veli und Melih Cevdet an, mit denen er die Dichter-Gruppe Garip (Fremdartig) gründet. Er studiert Jura in Paris. Nach seiner Rückkehr in die Türkei arbeitet er als Rechtsanwalt und Angestellter im staatlichen Presse- und Rundfunkbüro in Ankara. Zusammen mit Orhan Veli beteiligt er sich im Mai 1950 an einem Solidaritätshungerstreik zur Unterstützung des inhaftierten Nâzım Hikmet.

Zusammen mit seinen Freunden entwickelt er einen eigenen Stil, der die herkömmlichen Stilelemente türkischer Literatur überwindet und volkstümliche sowie surrealistischer Elemente einbindet. Nach dem Tod Orhan Velis 1950 wendet sich Oktay Rifat anderen modernen literarischen Strömungen zu. Neben Gedichten schreibt er auch Theaterstücke.

Ein bekanntes Gedicht von Oktay Rifat ist „Das Brot und die Sterne“.

Weblinks[Bearbeiten]