Operation Artischocke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Hinweistext

Die Operation Artischocke war ein umfangreiches, geheimes Forschungsprogramm der CIA über Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle vom 20. August 1951 bis 20. April 1953. Vorgängerprojekt war das Projekt BLUEBIRD, Nachfolger das Projekt MKULTRA.

Ziele und Methoden[Bearbeiten]

Während des kalten Krieges ließ die CIA in der Bundesrepublik Deutschland, in Japan sowie auf einem Marinestützpunkt in der Panamakanalzone Geheimgefängnisse errichten. Sie sollten im Speziellen Doppelagenten beherbergen, die geheime Informationen an die Kommunisten weitergaben, sowie die Räumlichkeiten für spezielle Verhörtechniken liefern. 1950 wurden insgesamt sechs vermeintliche Doppelagenten in den Geheimgefängnissen in Japan sowie in der Panamakanalzone verhört. Sie galten als die ersten Versuchspersonen der Operation Artischocke.

Die Verhörmethoden der Operation Artischocke wurden zusätzlich von Augenzeugenberichten über Experimente in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten geprägt. Während der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau berichteten die Überlebenden den US-Ärzten von Experimenten mit Drogen, Krankheitserregern (Malaria, Pest und Fleckfieber) und Chemikalien (Phenol und verschiedenen Chloriden). Kurz darauf wurde im Schloss Kransberg nördlich von Frankfurt die wissenschaftliche Elite der Nationalsozialisten inhaftiert und unter dem Namen Operation Dustwind verhört. Unter den Kransberg-Gefangenen waren auch jene Wissenschaftler, die im KZ Dachau die Versuche an den Häftlingen durchführten. Der bekannteste nationalsozialistische Arzt war Kurt Blome, der vom Militärtribunal durch Intervention der CIA, trotz erdrückender Beweislast, die sich nicht zuletzt durch ein offenes Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zu Adolf Hitler auszeichnete, freigesprochen wurde, um ihn im Gegenzug in eigene Dienste zu stellen. Dazu kam es jedoch nicht, weil er auf Druck des US-Botschafters in Deutschland kein Visum für die USA erhielt.

Im Verlauf der „Cooperation“ erlangte die CIA Wissen über B- und C-Waffen. Es fanden mit den Erkenntnissen von Kurt Blome und anderen nationalsozialistischen Wissenschaftlern Waffenexperimente mit Krankheitserregern, u. a. auch mit Anthrax, in der Karibik und in Alaska statt. Man ging sogar so weit, mit den Biokampfstoffen auf eigenem Boden, in der San Francisco Bay, zu experimentieren. Man wollte herausfinden, wie die Stadt auf einen B-Waffenanschlag der Sowjetunion reagieren würde.

Situation in Deutschland[Bearbeiten]

Deutschland fiel ab 1945 unter besondere Beobachtung der CIA, da die Besatzungszone der Sowjets an die der USA angrenzte und so einige Überläufer zu vermerken und zu erwarten waren. Im Jahre 1952 erhielt CIA-Direktor Allen W. Dulles einen Bericht über die Operation Artischocke, um auch in Deutschland derartige Verhörtechniken an vermeintlichen Überläufern anzuordnen.

In der damaligen Villa Schuster am Rande der Stadt Kronberg im Taunus, heute bekannt unter dem Namen Haus Waldhof, fanden Verhöre an Gefangenen statt, bei denen Folter, Drogen und Hypnose angewandt wurden. Aufzeichnungen belegen, wie sowjetischen Agenten Mittel verabreicht wurden, um sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen und um so Geheimnisse und Informationen zu erlangen.

Literatur[Bearbeiten]