Oskar Beregi

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Oskar Beregi
Aus Sport & Salon, 11. April 1903

Oszkár Beregi, auch Oscar Beregi Sr., (* 24. Januar 1876 in Budapest, Österreich-Ungarn; † 18. Oktober 1965 in Hollywood, Kalifornien) war ein ungarischer Schauspieler der Stummfilmzeit, der vor allem in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Ungarn, Österreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten wirkte.

Leben[Bearbeiten]

Grab auf dem Kerepesi temető: 34/1-1-36, mit Stephen Bekassy (1907–1995)

Oskar Beregi begann seine Karriere 1916 in Österreich-Ungarn mit einer Hauptrolle im Film „Mire megvénülünk“. Es folgten weitere Stummfilme in Ungarn, bis er 1919, wie zahlreiche andere ungarische Filmschaffende, auf der Flucht vor dem kommunistischen Béla-Kun-Regime mit seiner Familie nach Österreich übersiedelte. Dort wirkte er unter anderem an dem Monumentalfilm Die Sklavenkönigin (1924) mit.

Ab 1926 trat er in mehreren Filmen in den USA auf, darunter in The Love Thief, The Flaming Forest und Butterflies in the Rain.

Mit der Erfindung und Verbreitung des Tonfilms (ab 1927) war sein Wirkungsfeld aufgrund seiner sprachlichen Fähigkeiten eingeschränkt, und er agierte wieder vermehrt in ungarischen Filmen, spielte aber auch die Rolle des Dr. Baum in dem Fritz-Lang-Klassiker Das Testament des Dr. Mabuse.

Während des Dritten Reichs hielt er sich in Budapest auf, wo er bedingt durch die antisemitischen Gesetze in Ungarn ab 1939 nur noch als Theaterschauspieler bei Omike auftreten durfte, und entkam dort dem vom Eichmann-Kommando organisierten Holocaust nur knapp. Danach emigrierte er in die USA, wo er 1953 in dem Oscar-prämierten Film Madame macht Geschichte(n) in einer Nebenrolle auftrat.

Oskar Beregi ist der Vater von Oscar Beregi Jr., der in den USA ebenfalls als Film- und Serienschauspieler wirkte.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1916: Mire megvénülünk
  • 1917: A gólyakalifa
  • 1918: Az aranyember
  • 1919: Jön az öcsém
  • 1919: Ave Caesar!
  • 1922: William Ratcliff
  • 1924: Ssanin
  • 1924: Jiskor
  • 1924: Die Sklavenkönigin
  • 1924: Das Verbotene Land
  • 1925: Der Fluch
  • 1926: Butterflies in the Rain
  • 1926: The Flaming Forest
  • 1926: The Love Thief
  • 1927: The Woman on Trial
  • 1928: Andere Frauen
  • 1928: Liebe im Mai
  • 1929: Der Dieb im Schlafcoupée
  • 1931: A Kék bálvány
  • 1933: Rákóczi induló
  • 1933: Iza néni
  • 1933: Yiskor
  • 1933: Das Testament des Dr. Mabuse
  • 1933: Kísértetek vonata
  • 1953: Madame macht Geschichte(n) (Call Me Madam)

Literatur[Bearbeiten]

  • Kay Weniger: 'Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …'. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. S. 93 f., ACABUS-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8

Weblinks[Bearbeiten]