Otto Liebmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grabstein

Otto Liebmann (* 25. Februar 1840 in Löwenberg, Schlesien; † 14. Januar 1912 in Jena) war ein deutscher Philosoph.

Leben[Bearbeiten]

Liebmann war ab 1872 Professor an der Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg. 1882 wechselte er an die Universität Jena. Er gehörte zu den Begründern des Neukantianismus. In Kant und die Epigonen verteidigte er die Philosophie Kants gegen dessen Nachfolger; insbesondere setzt er sich kritisch mit Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Jakob Friedrich Fries, Johann Friedrich Herbart und Arthur Schopenhauer auseinander.[1] Liebmanns Sohn war der Mathematiker Heinrich Liebmann.[2] Mit 71 Jahren gestorben, wurde Liebmann auf dem Nordfriedhof (Jena) beigesetzt.

Werke[Bearbeiten]

  • Kant und die Epigonen (1865; Nachdrucke: 1912 und 1991)
  • Über den individuellen Beweis für die Freiheit des Willen (1866)
  • Über den objektiven Anblick (1869)
  • Zur Analysis der Wirklichkeit (1876) Volltext online
  • Über philosophischen Tradition (1883)
  • Die Klimax der Theorien (1884)
  • Gedanken und Tatsachen, 2 Bände (1882-1904)
  • Immanuel Kant (1904)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Otto Liebmann (Philologe) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kants Epigonen waren auch das Thema der Antrittsvorlesung von Rolf-Peter Horstmann: Deutscher Idealismus – ein Aufstand der Epigonen, Humboldt-Universität zu Berlin, 7. Februar 1996.
  2. Professorenkatalog der Universität Leipzig