Paharpur

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Somapura Vihara

Paharpur, auch: Somapura Mahavihara (sanskr.), (bengalisch: সোমপুর মহাবিহার Somapur Mahābihār) ist eine Ruinenstätte in Bangladesch, die seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Diese bedeutende archäologische Stätte liegt im gleichnamigen Dorf im Distrikt Naogaon. Der Ort wurde während der Pala-Dynastie von Mahayana-Buddhisten bewohnt und war damals ein wichtiges Kultur- und Studienzentrum. Paharpur besteht aus drei Elementen: dem Kloster (Vihara) und einem quadratischen Innenhof in dessen Zentrum das Heiligtum (Stupa) liegt.

Das buddhistische Kloster in diesem Gelände ist das größte des Subkontinents. Es wurde unter König Dharmapala von Bengalen aus der Pala-Dynastie im 8.Jahrhundert erbaut. Die Bedeutung der Stätte liegt in ihrem Einfluss auf die buddhistische Architektur ganz Südostasiens. Sie beherbergt die Reste einer etwa neun Hektar großen buddhistischen Klosteranlage Somapura Mahavihara. Diese war ein wichtiges intellektuelles Zentrum für Buddhisten, Jainas und Hindus. Die Außenmauern mit ornamentalen Terracotta-Tafeln zeigen noch heute den Einfluss dieser drei Religionen.

Die quadratische Anlage hat eine Seitenlänge von 307 Metern[1] und besteht aus 177 Zellen, die um einen Innenhof angeordnet sind, und einem Stupa im Zentrum. Die Zellen wurden von den Mönchen zum Wohnen und für die Meditation benutzt.

Das Hauptheiligtum wurde aus Ziegelsteinen errichtet und besteht aus drei übereinander angeordneten und unterschiedlich hohen Terrassen. Es erreicht heute eine Höhe von 22 Metern, die ursprüngliche Höhe wird auf 30 Meter geschätzt. In der obersten Terrasse befindet sich ein Schacht, der ursprünglich vermutlich Reliquien enthielt.

Auf dem Gelände wurde neben einer Vielzahl von Stupas und Schreinen in verschiedenen Größen und Formen auch Terrakotta-Tafeln, Steinskulpturen, Inschriften, Münzen, Keramik und anderes ausgegraben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robin Coningham:Das buddhistische Kloster von Paharpur In: Christopher Scarre [Hrsg.] Die siebzig Weltwunder: die geheimnisvollsten Bauwerke der Menschheit und wie sie errichtet wurden. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-86150-325-5

Weblinks[Bearbeiten]

25.03111111111188.976944444444Koordinaten: 25° 1′ 52″ N, 88° 58′ 37″ O