Palais du Trocadéro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Palais du Trocadéro während der Weltausstellung von 1900

Das Palais du Trocadéro im 16. Arrondissement (Paris) war ein historistischer Ausstellungspalast, der für die Weltausstellung Paris 1878 errichtet wurde.

Das eklektische Ausstellungsgebäude der Architekten Gabriel Davioud und Jules Bourdais war in einem neomaurischen-neobyzantinischen Stil gestaltet. Es wurde für die Weltfachausstellung Paris 1937 weitgehend abgetragen und durch das Palais de Chaillot ersetzt. Von 1882 bis 1937 beherbergte es auf Vorschlag von Eugène Viollet-le-Duc das Musée de la sculpture comparée, das die Reste des Musée des Monuments français Alexandre Lenoirs ausstellte. Außerdem gab es ein ethnographisches Museum, aus dem später das Musée de l'Homme entstand. Die Gärten des Trocadéro wurden von Jean-Charles Alphand gestaltet. Ab 1880 enthielt das Gebäude auch eine Volkssternwarte, gegründet von Léon Jaubert. Der große Festsaal des Trocadéro mit einer Kapazität von 5000 Menschen war berühmt für seine Konzertorgel. Diese wurde zunächst in den Nachfolgebau transferiert. Heute dient sie als Orgel des Auditorium Maurice Ravel in Lyon. Der Statuenschmuck wurde verteilt, er findet sich heute beim Musée d'Orsay, im Parc de Sceaux im Parc Georges Brassens und in Nîmes.

Weblinks[Bearbeiten]