Pansexualität
| Dieser Artikel wurde aufgrund von inhaltlichen Mängeln auf der Qualitätssicherungsseite der Redaktion Sexualität eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Sexualität auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Dabei werden Artikel gelöscht, die nicht signifikant verbessert werden können. Hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich an der Diskussion. |
Pansexualität wird im englischsprachigen Raum häufig für die sexuelle Identität von Personen genutzt, die in ihrem Begehren keine Vorauswahl nach Geschlecht bzw. Geschlechtsidentität treffen.[1][2] Der Begriff Pansexualität leitet sich von der griechischen Vorsilbe pan (gesamt, umfassend, alles) ab. In der wissenschaftlichen Literatur wird der Begriff nicht einheitlich definiert und verwendet.
In der Psychiatrie ist Pan-Sexualität nach Otto F. Kernberg ein mögliches diagnostisches Symptom bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung. In diesem Zusammenhang ist die Pan-Sexualität gekennzeichnet durch das „gleichzeitige Bestehen mehrerer perverser Züge“ oder durch eine totale Hemmung im tatsächlichen Sexualverhalten und den Einsatz mehrerer perverser Phantasien zur Selbstbefriedigung.[3] In der Neurologie wird der Begriff auch für ein vorhandenes sexuelles Interesse, das auch auf Tiere und Objekte gerichtet ist, verwendet. Sie kann beispielsweise nach beidseitiger vorderer Temporallappenläsion (Klüver-Bucy-Syndrom) entstehen.[4][5]
Von Pansexualität zu unterscheiden ist Pansexualismus, welcher als abschätzige Bezeichnung für die Psychoanalyse Freuds verwendet wird und mitunter eine Weltanschauung bezeichnet, nach der Sexualität im Sinne einer allumfassenden Liebe auf alle Menschen zu richten sei.[6]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Pansexuality. In: SexInfo Online. University of California, Santa Barbara. Abgerufen am 29. Januar 2011.
- ↑ Donald E. Tarver II: Transgender Mental Health. The Intersection of Race, Sexual Orientation, and Gender Identity. In: Billy E. Jones, Marjorie J. Hill (Hrsg.): Review of Psychiatrie: Mental health issues in lesbian, gay, bisexual, and transgender communities. Band 21, Ausgabe 4, American Psychiatric Publishing, Washington, D.C. 2002, ISBN 1585620696, Kapitel 5, S. 95 (http://books.google.com/books?id=0NxXRsIfcpgC&pg=PA109&hl=de&source=gbs_selected_pages&cad=3#v=onepage&q=pansexual&f=false, abgerufen am 3. Dezember 2011).
- ↑ Brigitte Vetter: Psychiatrie. Ein systematisches Lehrbuch. 7 Auflage. Schattauer, Stuttgart Juni 2007, ISBN 9783794525669, S. 129 (http://books.google.com/books?id=0zQaRFr69AEC&pg=PA129&dq=Pansexualit%C3%A4t&hl=de&ei=QnbaTpXWK8bBhAfU0uHdDg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3&ved=0CDkQ6AEwAg#v=onepage&q=Pansexualit%C3%A4t&f=false, abgerufen am 3. Dezember 2011).
- ↑ D. Vodušek: Sexualfunktionsstörungen aus neurologischer Sicht. In: Klinische Neurophysiologie. 42, 2011, S. 117–122, doi:10.1055/s-0031-1275651.
- ↑ D. Vodušek: Sexuelle Störungen aus der Sicht des Neurologen. In: Der Nervenarzt. 82, 2011, S. 787–802, doi:10.1007/s00115-010-3199-x.
- ↑ Erwin J. Haeberle: Kritisches Wörterbuch der Sexualwissenschaft. In: Archiv für Sexualwissenschaft. Humboldt-Universität zu Berlin, abgerufen am 3. Dezember 2011.