Pergola

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Dieser Artikel behandelt den architektonischen Begriff Pergola.
  • Die italienische Stadt Pergola in der Region Marken findet sich unter Pergola (Marken).
  • Für den italienischen Humanisten, Philosophen, Mathematiker und Logiker Paolo da Pergola († 1455) siehe Paolo da Pergola.
Von Säulen getragene Pergola im Garten der Villa La Pietra bei Florenz
Pergola in den Römischen Bädern, Potsdam
Pergola in einem Park in Breslau
Pérgola in Benicassim, Spanien

Die Pergola (italienisch zu lateinisch pergula = Vor- beziehungsweise Anbau) ist ein raumbildender Säulen- oder Pfeilergang, der ursprünglich im Übergangsbereich zwischen Haus und Terrasse als Sonnenschutz dient. Heutzutage wird oft auch eine Überdachung zwischen Haus und Garage als Pergola bezeichnet.

Entwicklung[Bearbeiten]

Seit der Antike zur Verzierung von Villen beliebt, erfuhr die Pergola insbesondere durch Wiederentdeckung während der Renaissance als klassisches Element des Ziergartens stete Wertschätzung im Gartenbau.

Obwohl auf starken Fundamenten ruhend besteht sie aus wetterfestem Holz, das in nur scheinbar leichter Bauweise korrespondiert mit den zarten Ranken von Efeu, Wildreben oder Prachtwinde. Im Gegensatz zu einer Laube steht die Pergola niemals frei und lehnt sich, wie der lateinische Ursprung schon andeutet, stets an eine Architekturform an.

Der Alvarinho, ein portugiesischer Wein, wird häufig auf einer Pergola gezogen.

Pergola heute[Bearbeiten]

Ursprünglich als Rankhilfe gedacht und als Anlehnkonstruktion, dient sie heute zum Betonen und Gliedern von öffentlichen oder privaten Freianlagen als freistehende Baulichkeit oder als Pergolengang. Häufig wird sie verwendet, um die eigene Terrasse abzugrenzen. Allen Pergolatypen ist eigen, dass sie nach oben hin halb offen sind, im Gegensatz zu einer Laube oder einem Schattendach. Senkrechte Rankkonstruktionen werden eher als Rankgerüst, Rankbogen oder Spalier bezeichnet.

Als Pfostenmaterial kann eine Aufmauerung, ein einzelner länglicher Stein (Monolithpergola), Holzstützen oder Metallträgerkonstruktion dienen. Wichtig ist die solide Fixierung des Pergolafußes, um ein Umwehen oder Abheben der Pergola zu verhindern.

Als Abdeckung kommen Holz, Metall oder Verbundwerkstoffe (bevorzugt GFK), bzw. Werkstoffkombinationen in Frage. Je nach Anordnung bezeichnet man die Pergola als Kassetten- oder Lamellenpergola.

Das Erstellen einer ungedeckten oder überdachten Pergola ist zumindest in der Schweiz baubewilligungsfrei (Schweizerisches und Kantonales Planungs- und Baugesetz, Baubewilligungsdekret, BewD Art. 6 1 b). Auch in Österreich braucht man keine Bewilligung, solange die Pergola nach oben hin offen ist[1].

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Zita Bauch-Troschke: Begrünte Wände, Lauben und Pergolen. Gestaltung mit Kletterpflanzen und Spalierobst. Callwey, München 1998, ISBN 978-3-7667-1328-5.
  • Heidi Howcroft: Gestalten mit Holz im Garten. Ökobuch Verlag, Staufen bei Freiburg 2004, ISBN 978-3-936896-09-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemütliche Stunden: Tipps rund um die Pergola. In: krone.at, 12. April 2013, abgerufen am 11. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]