Peter Thomas Bauer

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Peter Thomas Bauer, Baron Bauer (* 6. November 1915 in Budapest als Péter Tamás Bauer; † 2. Mai 2002 in London) war ein britischer Entwicklungsökonom ungarischer Abstammung. Er galt als Kritiker der Auffassung, dass Entwicklungshilfe aus dem Ausland Entwicklungsländern zugute komme.

Leben[Bearbeiten]

Bauer studierte zunächst Rechtswissenschaften in Budapest, bevor er ab 1934 in England am Gonville and Caius College in Cambridge bis zu seinem Abschluss 1937 Wirtschaftswissenschaften studierte. Nach einer kurzen Arbeitsperiode in der Privatwirtschaft für das Handelsunternehmen mit Kontakten in den Fernen Osten Guthrie & Co. kam er 1960 an die London School of Economics, wo er bis 1983 als Professor agierte.

Wirken[Bearbeiten]

Für Bauer ist der Kern von Entwicklung in der Ausweitung individueller Wahlmöglichkeiten zu suchen. Der Staat nimmt dabei die Rolle zum Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum ein, sodass der Einzelne seine eigenen Ziele und Wünsche verfolgen kann.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Bevölkerung, Entwicklung, Umwelt, Lindenthal-Institut, Köln, Verleger Herford ; 1995, ISBN 3-512-03153-6
  • Zwischenbilanz der Diskussion über eine neue Weltwirtschaftsordnung, Verleger Stuttgart ; New York : Fischer, 1981, ISBN 3-437-50257-3

Literatur[Bearbeiten]

  • Jennifer Blair: Taking Aim at the New International Economic Order. In: P. Mirowski, D. Plehwe (Hrsg.): The Road from Mont Pèlerin: The Making of the Neoliberal Thought Collective, Harvard University Press, Cambridge/London 2009, S. 347–385.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vasquez, Ian: Peter Bauer: Blazing the Trail of Development, Mai 2007. (PDF)