Phase (Schwingung)

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Harmonische Schwingungen sind Vorgänge, die sich zeitlich periodisch wiederholen und mathematisch mittels der Winkelfunktionen Sinus und Kosinus beschreiben lassen. Als Variable wird dazu häufig statt der Zeit das Argument der Winkelfunktion verwendet. Dieses Argument wird als Phase bezeichnet, in der Normung [1] [2] [3] [4] als Phasenwinkel.

Mit der Kreisfrequenz ω rotierende Strecke der Länge û ; die Phase φ(t) nimmt linear mit der Zeit zu

Diese Größe hängt bei einer harmonischen Schwingung linear von der Zeit ab. Man kann sie sich veranschaulichen mit der Projektion einer Strecke auf die x-Achse, wenn die Strecke sich mit konstanter Winkelgeschwindigkeit um den Koordinatenursprung dreht. Der Endpunkt der Projektion führt dabei die Schwingung aus.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Definitionen

Für die Kosinus-Funktion

x(t)=\hat x \,\cos(\omega t+\varphi_0)

werden in den Normen folgende Größen definiert:

  • der Phasenwinkel \varphi (t)\!\, =\omega t + \varphi_0 als das linear zeitabhängige Argument dieser Funktion,
  • die Kreisfrequenz \omega=\!\,2\pi f=2\pi/T als Konstante mit der Frequenz f oder der Periodendauer T,
  • der Nullphasenwinkel \varphi_0\ als Phasenwinkel zum Zeitpunkt t=0.

Daran gekoppelt ist bei zwei gleichfrequenten sinusförmigen Schwingungen

  • der Phasenverschiebungswinkel \Delta \varphi als die Differenz aus deren Phasenwinkeln bzw. Nullphasenwinkeln.
    Speziell bei einer Spannung u(t)=\hat u\,\cos(\omega t+ \varphi_u) gegenüber einem Strom i(t)=\hat \imath \,\cos(\omega t+ \varphi_i)  wird dieser Winkel statt mit \Delta \varphi auch einfach mit \varphi\, oder besser \varphi_{ui} =\varphi_u -\varphi_i\; bezeichnet. Anders als der Phasenwinkel ist der Phasenverschiebungswinkel zeitlich eine Konstante.


Abgrenzung
Die Bezeichnung Phase gibt den Schwingungszustand an; „Strombahnen und Außenleiter dürfen nicht als Phasen bezeichnet werden“ [3].

[Bearbeiten] Anwendungen

Bei Drehstrom sind die Spannungsschwingungen in den drei Leitungen um jeweils 120° verschoben.
  • Interferenz: Bei einer Superposition zweier oder mehrerer Wellen hängt die Auslöschung vom aktuellen Nullphasenwinkel aller Wellen ab.
  • Phasenmodulation: Gezielte Beeinflussung des Phasenwinkels zu Modulierung eines Trägers in der Nachrichtentechnik.

[Bearbeiten] Zugrunde liegende Normen

  1. DIN 1311-1 (2000): Schwingungen und schwingungsfähige Systeme
  2. DIN 5483-1 (1983): Zeitabhängige Größen
  3. a b DIN 40108 (2003): Stromsysteme
  4. DIN 40110-1 (1994): Wechselstromgrößen

[Bearbeiten] Siehe auch

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