Philippe Gaubert

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Philippe Gaubert (* 4. Juli 1879 in Cahors; † 8. Juli 1941 in Paris) war ein französischer Komponist und Flötist.

Leben[Bearbeiten]

Gaubert studierte am Conservatoire de Paris und war dort u.a. Schüler des Flötenpädagogen Paul Taffanel, mit dem gemeinsam er etwa ab 1900 das Lehrwerk Méthode complète de flûte verfasste. 1894 erhielt er den Premier Prix des Conservatoire. Seit 1897 spielte er als Soloflötist an der Pariser Opéra. 1905 gewann er den zweiten Preis des renommierten Prix de Rome (Rompreis). Nach Kriegsteilnahme (u.a. bei Verdun) erhielt Gaubert 1919 eine Professur am Pariser Conservatoire. Er war Lehrer von Marcel Moyse, dem Vater der modernen Flötenschule, der wiederum viele bedeutende Flötisten unterrichtete, etwa Aurèle Nicolet, Jean Pierre Rampal oder James Galway. Daneben war er als Dirigent der Pariser Opéra tätig, ab 1931 deren künstlerischer Leiter. Ihm sind zahlreiche Werke der Flötenliteratur gewidmet, beispielsweise der 4. Satz aus Joueurs de Flute von Albert Roussel.

Sein kompositorisches Werk ist stilistisch von Gabriel Fauré beeinflusst.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Eine Oper
  • Orchesterwerke (darunter eine Sinfonie, ein Violinkonzert, ein Cellokonzert)
  • Kammermusik, insbesondere für Flöte
    • 3 Sonaten f. Flöte u. Klavier (1917, 1924 und 1934 komponiert)
    • Sonatine f. Flöte u. Klavier
    • Nocturne et Allegro scherzando f. Flöte u. Klavier
    • Fantaisie f. Flöte und Klavier
    • Ballade für Flöte und Klavier (1927)
    • Ballade für Viola und Klavier (1938)

Literatur[Bearbeiten]

  • András Adorján, Lenz Meierott (Hrsg.): Lexikon der Flöte, Laaber-Verl., Laaber 2009, ISBN 978-3-89007-545-7