Prix de Rome

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Villa Medici in Rom

Der Prix de Rome oder Rompreis war eine erstmals im 17. Jahrhundert von der Académie royale de peinture et de sculpture an Bildende Künstler verliehene Auszeichnung, die mit einem Stipendium und einem mehrjährigen Aufenthalt in Rom verbunden war. Nach der Schließung der Académie royale (1793) schrieb die im Jahr 1803 neu gegründete Académie des Beaux-Arts den Preis und den entsprechenden Wettbewerb aus, in den auch Musik aufgenommen wurde. Die Preisverleihungen wurden nach den Studentenunruhen im Mai 1968 eingestellt.

Kunstpreis[Bearbeiten]

Der Rompreis wurde von Ludwig XIV. im Jahr 1666 ins Leben gerufen, um jungen talentierten Architekten, Malern, Radierern sowie Bildhauern das Studium der klassischen Künste in Rom, der Wiege der europäischen Kunst, zu ermöglichen. Als Sitz der zu diesem Zweck von Jean-Baptiste Colbert gegründeten Académie de France à Rome wurde zunächst der Palais Mancini, ab 1803 die Villa Medici angemietet.

Preisträger des Prix de Rome[Bearbeiten]

Preisträger „Architektur“ (Auswahl)[Bearbeiten]

Preisträger „Skulptur“ (Auswahl)[Bearbeiten]

Preisträger „Malerei“ (Auswahl)[Bearbeiten]

Musikpreis[Bearbeiten]

Im Jahr 1803 weitete man die Vergabe des Prix de Rome auf den Bereich der Musik aus. Von da an wurde er jährlich verliehen. Voraussetzung war das Studium am Pariser Konservatorium, und in einer mehrphasigen Ausscheidung konnten die Musikstudenten mit einer abschließenden Kantaten-Komposition (auf einen vorgegebenen Text) dieses renommierte und äußerst begehrte Stipendium gewinnen. Während ihres Aufenthalts mussten die Stipendiaten jährlich ein weiteres Musikstück einreichen, das von den Mitgliedern der Académie bewertet wurde. Zahlreiche namhafte Komponisten gewannen diesen begehrten Preis. Im Jahr 1968 wurde der Wettbewerb abgeschafft, seit 1971 werden jedoch wieder Stipendien der Akademie verliehen.

Der Preis wurde in vier Abstufungen verliehen, die nicht alle in jedem Jahr verliehen wurden: „premier Premier Grand Prix“ (1. Hauptpreis), „deuxième Premier Grand Prix“ (2. Hauptpreis), „premier Second Grand Prix“ (1. Zweiter Preis) und „deuxième Second Grand Prix“ (2. Zweiter Preis). Dass die Jury sich auch irren kann und nicht jeder Anwärter auf den musikalischen Rompreis zurecht in seiner künstlerischen Leistung gewürdigt wird, zeigt sich am Beispiel von Maurice Ravel, der sich fünfmal bewarb und ihn nie bekommen hat. Beim ersten Versuch 1900 und beim letzten Versuch 1905 (1904 probierte er es nicht) schied er bereits in der Vorrunde aus. 1905 führte dies zu einem solch großen Skandal, dass Théodore Dubois, der Leiter des Pariser Konservatoriums, zurücktreten musste.

Preisträger „Musik“ (Auswahl)[Bearbeiten]

Prix de Rome für Musik in Belgien[Bearbeiten]

Nach französischem Vorbild führte Fétis 1841 in Belgien einen Prix de Rome für Komposition ein, dieser wurde bis 1973 vergeben, Pflichtwerk war eine Kantate.

Preisträger (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]