Cahors
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| Cahors | ||
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| Staat | Frankreich | |
| Region | Midi-Pyrénées | |
| Département | Lot (Präfektur) | |
| Arrondissement | Cahors | |
| Kanton | Chef-lieu von 3 Kantonen | |
| Geographische Lage | 44° 27′ N, 1° 26′ OKoordinaten: 44° 27′ N, 1° 26′ O | |
| Höhe | 130 m (105 m–332 m) |
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| Fläche | 64.72 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Bevölkerungsdichte |
(2005) 20.300 Einwohner 314 Einw./km² |
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| Postleitzahl | 46000 | |
| INSEE-Code | 46042 | |
| Website | Stadt Cahors | |
Cahors (auf okzitanisch: "Caurs") ist Sitz der Verwaltung des Départements Lot im Südwesten Frankreichs. Die Stadt liegt in einer Höhe von 130 m ü.d.M. in einer Schleife des Lot und hat 20.000 Einwohner (1999), die Cadurciens.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Wirtschaft
Die Stadt wird von Verwaltung und Dienstleistungen dominiert. Das produzierende Gewerbe ist mittelständisch geprägt mit einem Schwerpunkt in der Lebensmittelindustrie: Cahors ist Hauptort des gleichnamigen Weinbaugebietes, ein weiteres wichtiges Agrarprodukt der Region ist die Trüffel. Daneben gibt es einige Betriebe der pharmazeutischen und Elektroindustrie. Durch den Bau der Autobahn A20 ist Cahors in den Einzugsbereich der regionalen Metropole Toulouse gerückt.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten sind der Pont Valentré, eine Brücke aus dem 14. Jahrhundert mit drei befestigten Türmen sowie die Kathedrale Saint-Étienne mit ihrer Kuppelarchitektur. Der schönste Blick über die Stadt bietet sich von der Höhe des Mont Saint-Cyr.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Ursprünge der Stadt reichen in die keltische Zeit zurück. Dem Stamm der Cadurques, der damals die Region Quercy besiedelte, verdankt sie ihren Namen. In der Römerzeit hieß die Stadt Divona Cadureorum. Daraus wurde dann Cadurca und schließlich Cahors.
Cahors ist seit dem frühen Mittelalter Bischofssitz und war aufgrund seiner verkehrsgünstigen, aber geschützten Lage schon im 6. Jahrhundert eine wohlhabende Handelsstadt. Seit dem 9. Jahrhundert unterstand Cahors den Herzögen von Toulouse. Zu ihrer höchsten Bedeutung stieg die am Jakobsweg gelegene Stadt im 13. Jahrhundert auf. Damals wurde Cahors, was aus heutiger Sicht überraschen mag, zum ersten Bank- und Börsenzentrum Europas, als sich die lombardischen Gläubiger des Bischofs, der im Albigenserkreuzzug den berüchtigten Simon IV. von Montfort mit Truppen unterstützt hatte, in der Stadt niederließen. Der aus Cahors stammende Papst Johannes XXII. gründete 1332 eine Universität, die 1751 derjenigen von Toulouse angegliedert wurde. Der Hundertjährige Krieg setzte der Blütezeit von Cahors ein Ende: Im Frieden von Brétigny wurde die Stadt 1360 kampflos den Engländern überlassen und kam erst 1428 zurück zu Frankreich. Ihr Reichtum war jedoch dahin.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Cahors ist der Geburtsort von
- Saint Didier, Bischof von Auxerre († 614),
- Papst Johannes XXII. (eigentlich Jacques Duèse, ca. 1245-1334),
- Léon Gambetta, Politiker der Dritten Republik (1838-1882).
- Philippe Gaubert, Flötist und Komponist (1879-1941),
- Clément Marot, Dichter (ca. 1496-1544),
Siehe dazu auch Liste der Bischöfe von Cahors.

