Poniatowa

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Poniatowa
Wappen von Poniatowa
Poniatowa (Polen)
Poniatowa
Poniatowa
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lublin
Landkreis: Opole Lubelskie
Fläche: 15,20 km²
Geographische Lage: 51° 11′ N, 22° 4′ O51.18333333333322.066666666667Koordinaten: 51° 11′ 0″ N, 22° 4′ 0″ O
Einwohner: 9646
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 24-320
Telefonvorwahl: (+48) 81
Wirtschaft und Verkehr
Straße: LublinOpole Lubelskie
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 84,16 km²
Einwohner: 14.832
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0612063
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeisterin: Lilla Stefanek
Adresse: ul. Mlodziezowa 2
24-320 Poniatowa
Webpräsenz: um.poniatowa.pl

Poniatowa ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Lublin im Powiat Opolski.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Südosten Polens etwa zehn Kilometer nordöstlich von Opole Lubelskie. Er ist gleichzeitig Sitz und Bestandteil der Stadt- und Landgemeinde Poniatowa.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt Poniatowa wurde 1937 an der Stelle eines gleichnamigen Dorfes errichtet. Keimzelle der Stadt war das im Rahmen des Vierjahresplans „Centralny Okręg Przemysłowy“ errichtete Tele- und Radiotechnikwerk, und schon 1938 erhielt Poniatowa durch Bau einer Zweigstrecke der schmalspurigen Nałęczowska Kolej Dojazdowa von Rozalin aus Anschluss ans Eisenbahnnetz.

Während des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung wurde das Werksgelände ab 1941 als Lager für sowjetische Kriegsgefangene benutzt. Ab 1942 diente es als Arbeitslager für Juden, und allein im April 1943 wurden etwa 15.000 Juden aus dem Warschauer Ghetto nach Poniatowa deportiert. Nahezu alle Insassen wurden am 4. November 1943 im Rahmen der „Aktion Erntefest“ ermordet.

Nach Kriegsende wurde das Werk von 1949 bis 1952 wieder in Betrieb genommen und produzierte fortan Teile für Haushaltsgeräte. Im Zusammenhang damit dehnte die Stadt sich weiter in nördlicher Richtung aus, und das Werk, zuletzt Teil des Haushaltsgeräte-Kombinats PREDOM, beschäftigte dabei zuzeiten bis zu 5.000 Mitarbeiter. 1998 wurde das Werk geschlossen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 6. Juli 2014.