Posch (Linz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Posch ist eine Katastralgemeinde in Linz und gehört zum Stadtteil Ebelsberg. Die Katastralgemeinde Posch umfasst eine Fläche von 652 Hektar und ist damit die größte Katastralgemeinde des Stadtteils Ebelsberg.

Lage[Bearbeiten]

Posch liegt im Nordosten des Stadtteils Ebelsberg im Süden von Linz. Zu Posch gehören die Ortschaften Schwaigau und Traundorf. Im Norden grenzt Posch entlang der Donaumitte an Steyregg und Luftenberg, im Osten verläuft die Stadtgrenze zu Raffelstetten. Im Westen beziehungsweise Südwesten grenzt Posch an die Ebelsberger Katastralgemeinden Ufer sowie Pichling. Gegenüber Pichling verläuft die Grenze entlang der Oidenstraße und die Altau. Die Grenze zu Ufer wird ebenfalls von der Oidenstraße sowie vom Aumühlbach gebildet. Ursprünglich gehörten wesentliche Teile von Posch zu Steyregg, im Zuge der Eingemeindung von Posch nach Linz wurde die Grenze der Katastralgemeinde jedoch zu Gunsten von Posch in die Mitte der Donau verschoben.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name von Posch entstammt dem Wort pasche (Gebüsch). Bereits 1283 wurde der „Poschhof“ urkundlich erwähnt, es ist jedoch ungewiss, ob dieser Hof in Posch lag. Aus dem jahr 1313 liegt jedoch eine urkundliche Besitzurkunde vor, die sich auf einen Hof im heutigen Linzer Stadtteil bezieht. 1471 scheinen im Zehentregister des Stiftes Sankt Florian ein Hof und fünf Sölden des heutigen Posch als zehentpflichtig auf. 1566 werden acht Häuser im Untertänigkeitsverhältnis zur Herrschaft des Stiftes genannt. 1717 bestand Posch aus zwölf Häusern, Die Volkszählung 1934 hielt eine Einwohnerschaft von 112 Menschen in 17 Wohngebäuden fest. Die Bautätigkeit wurde erst durch den verkauf und die Parzellierung der zum Haus Posch 1 gehörenden Gründe angekurbelt. In der Folge entstanden die Häuser entlang des Sperberwegs und der Schwaigaustraße. Die Bautätigkeit wurde 1954 nur kurzfristig durch ein Hochwasser unterbunden und führte zu einer relativ dichten Besiedelung von Posch. Die landwirtschaftlichen Flächen des Ortes werden von den Schwaigauer Bauern bewirtschaftet. In Posch selbst bestehen keine nennenswerten landwirtschaftlichen Betriebe mehr.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Carrinton; Andreas Reiter: Der Süden von Linz. Vergangenheit und Gegenwart der Ortschaften Ebelsberg, Mönchgraben, Pichling, Posch, Ufer, Wambach. Linz 2007