Postleitzahl (Österreich)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
In Österreich sind die Postleitzahlen vierstellig und wurden am 1. Jänner 1966 eingeführt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Gliederung
Die erste Stelle der Postleitzahl gibt die Leitzone, also die entsprechende Region an.
- 1xxx - Wien
- 2xxx - östliches und südliches Niederösterreich, Nordburgenland
- 3xxx - westliches Niederösterreich
- 4xxx - Oberösterreich und kleine Teile westliches Niederösterreich
- 5xxx - Salzburg und westliches Oberösterreich
- 6xxx - Tirol (ohne Osttirol) und Vorarlberg
- 7xxx - Burgenland
- 8xxx - Steiermark, Südburgenland
- 9xxx - Kärnten und Osttirol
Die zweite Stelle bezeichnet das Leitgebiet. Die dritte Stelle zeigt die Leitstrecke an, die die Poststücke beim Transport mit der Bahn oder mit dem Auto nehmen. Die vierte Stelle gibt den Leitort, also das konkrete Postamt an. Jeder Postfiliale ist somit eine eigene Zahl zugeteilt.
In der Region 1 (Wien) kennzeichnet die zweite und dritte Stelle der Postleitzahl den Gemeindebezirk (z. B. 1030: 3. Bezirk, 1120: 12. Bezirk) und an der vierten Stelle steht der Leitort (Postfiliale) im jeweiligen Bezirk.
[Bearbeiten] Ausnahmen
Es gibt jedoch einige transporttechnisch begründete Ausnahmen von dieser Regel, insbesondere für Orte an den Grenzen der Bundesländer. So hat zum Beispiel die oberösterreichische Gemeinde Weyer die Postleitzahl 3335, da sie von niederösterreichischem Gebiet aus mit Post beliefert wird.
Der in Niederösterreich liegende Flughafen Wien-Schwechat hat die Postleitzahl 1300. In Wien hat die Uno City die Postleitzahl 1400 und das Austria Center Vienna die Postleitzahl 1450, obwohl sich diese jeweils im 22. Bezirk befinden.
Die beiden österreichischen Zollausschlussgebiete Kleinwalsertal im Bundesland Vorarlberg und die Gemeinde Jungholz in Tirol verfügen als Zollausschlussgebiete Österreichs bzw. Zollanschlussgebiete Deutschlands sowohl über 5-stellige deutsche als auch über 4-stellige österreichische Postleitzahlen. Diese lauten:
| Österreich | Deutschland |
|---|---|
| 6691 Jungholz | 87491 Jungholz |
| 6991 Riezlern | 87567 Riezlern |
| 6992 Hirschegg | 87568 Hirschegg |
| 6993 Mittelberg | 87569 Mittelberg |
[Bearbeiten] Sonderpostleitzahlen
Es existieren etwa 400 Sonderpostleitzahlen. Zu ihnen zählen Postleitzahlen für Verteilzentren (z. B. 1000 Wien), Auslandszentren (z. B. 4005 Linz), Postfächer (z. B. 4021 Linz) und spezielle Verwendungszwecke (z. B. 1136 Wien für den ORF) oder 1500 für Feldpost im Rahmen der friedenserhaltenden Einsätze.
Derzeit (September 2009) besteht auf der Website der Österreichischen Post AG die Möglichkeit, mittels einer detaillierten Online-Suchfunktion nach Postleitzahlen und den dazugehörigen Orten zu suchen. Außerdem steht eine aktuelle Liste aller Postleitzahlen (inkl. Postfach- und Sondernummern) als Excel-Tabelle und PDF-Dokument zum kostenfreien Download bereit.
[Bearbeiten] Sonderbriefmarke
Die Einführung der neuen Postleitzahlen zu Jahresbeginn 1966 wurde als ein so bedeutsames Ereignis empfunden, dass die Österreichische Post aus diesem Anlass eine Sonderbriefmarke herausgab, die am 14. Jänner 1966 erstmals ausgegeben wurde.[1] Sie zeigt auf gelbem Grund eine in Grau-Weißtönen gehaltene einfache physische Karte Österreichs, auf der in roter Schrift die ersten Stellen der Postleitzahlen gefolgt von drei Punkten entsprechend angeordnet sind. Der Nennwert betrug 1,50 Schilling, was einem gängigen Wert entsprach. Die Auflage jedoch belief sich auf 30 Mio. Stück, was etwa dem Zehnfachen der üblichen Auflagenhöhe einer Sondermarke gleichkam.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Michel Österreich-Spezial 2003/04, München: Schwaneberger Verlag 2003. (Briefmarkenkatalog)