Puschkin-Medaille

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Vorderseite Puschkin-Medaille
Rückseite Puschkin-Medaille

Die Puschkin-Medaille (russisch Медаль Пушкина) ist eine staatliche Medaille Russlands.

Zweck[Bearbeiten]

Die Puschkin-Medaille wird verliehen „für Verdienste im Bereich der Kultur, der Aufklärung, der Geisteswissenschaften, der Literatur und Kunst, für einen großen Beitrag zum Studium und zum Erhalt des kulturellen Erbes, zur Annäherung und zur wechselseitigen kulturellen Bereicherung der Nationen und Völker“.

Geschaffen wurde die Auszeichnung am 9. Mai 1999 durch den ersten Präsidenten der Russischen Föderation, Boris Jelzin.

Beschreibung der Medaille[Bearbeiten]

Die Puschkin-Medaille ist aus massivem Silber. Sie hat eine runde Form mit einem Durchmesser von 32 mm mit gewölbtem Rand auf beiden Seiten. Auf der Vorderseite prangt in der Mitte die Unterschrift von Alexander Puschkin als Relief, darunter die Nummer der Medaille. Die Rückseite der Medaille trägt das Profil des russischen Nationaldichters Puschkin, ein Selbstbildnis aus dem Jahre 1823.

Die Medaille wird getragen an einem 24 Millimeter breiten blauen Band aus Moiré-Seide mit einem goldenen Längsstreifen, dessen Breite 2,5 mm beträgt und vom rechten Rand des Bandes 5 Millimeter entfernt ist.

Nicht zu verwechseln ist die staatliche Puschkin-Medaille der Russischen Föderation mit:

  • dem Alexander-Puschkin-Preis für Schriftsteller, die in russischer Sprache publizieren, der von der Alfred Toepfer Stiftung verliehen wurde (1989–2005),[1]
  • dem Puschkin-Preis der Russischen Akademie der Wissenschaften (1881–1990),[2]
  • der Puschkin-Medaille der Internationalen Assoziation der Lehrkräfte für russische Sprache und Literatur MAPRYAL (seit 1979).[3]

Medaillen-Träger im deutschsprachigen Raum[Bearbeiten]

Deutschland:

  • 2013 Christoph Stölzl, Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
  • 2013 Karl Schlögel, Historiker und Schriftsteller
  • 2013 Beate Lehr-Metzger, Autorin (Dokumentarfilm Keine Kameraden)
  • 2008 Gabriele Krone-Schmalz, Fernsehjournalistin und Autorin
  • 2008 Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Schmid
  • 2007 Karl-Eugen Engler, Bürgermeister des Heilbades Badenweiler
  • 2007 Dr. h.c. Hans-Joachim Schlegel, Filmwissenschaftler, Übersetzer und Publizist
  • 2007 Heinz Setzer, Direktor des Literaturmuseums „Tschechow Salon“ in Badenweiler
  • 2006 Hermann Falk, Chef der Konzertagentur Cantica[4]
  • 2006 Jochen Hahn, Generaldirektor der Theater- und Konzertagentur „Hahn Production“[4]
  • 2006 Friedrich Hitzer, Übersetzer
  • 2006 Robert Leonardi, künstlerischer Leiter der internationalen Musikfestspiele Saar[5]
  • 2006 Volker Neumann, Direktor der Frankfurter Buchmesse[5]
  • 2006 Susanne Reidel, Gymnasiallehrerin für Russische Sprache und Literatur, Berlin[4]
  • 2006 Joachim Sartorius, Festspiel-Intendant, Berlin[4]
  • 2006 Christina Weiss, Staatsministerin für Kultur[4]

Österreich:

Schweiz:

Liechtenstein:

Insgesamt wurden von 1999 bis Dezember 2012 genau 754 Puschkin-Medaillen verliehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alexander-Sergejewitsch-Puschkin-Preis
  2. Pushkin Prize
  3. Pushkin Prize
  4. a b c d e RIA Novosti, 8. November 2006
  5. a b RIA Novosti, 6. April 2006
  6. Tagesanzeiger: Ein russischer Orden für Werner Stauffacher
  7. RIA Novosti, 23. August 2007