Badenweiler

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Dieser Artikel behandelt Badenweiler in Baden-Württemberg. Zu Badenweiler in Lothringen, siehe Badonviller. Zum Badenweiler-Marsch siehe Badonviller-Marsch.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Badenweiler
Badenweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Badenweiler hervorgehoben
47.8016666666677.6719444444444425Koordinaten: 47° 48′ N, 7° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 425 m ü. NHN
Fläche: 13,02 km²
Einwohner: 3937 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 302 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79410
Vorwahl: 07632
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 007
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Luisenstraße 5
79410 Badenweiler
Webpräsenz: www.gemeinde-badenweiler.de
Bürgermeister: Karl-Eugen Engler (CDU)
Lage der Gemeinde Badenweiler im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild
Badenweiler von Südwesten
Flagge von Badenweiler

Badenweiler (Alemannisch: Badewiler) ist eine Gemeinde im Markgräflerland, etwa 30 Kilometer südlich von Freiburg, in den ersten Hügeln des Südschwarzwaldes.

Geographie[Bearbeiten]

Badenweiler liegt zwischen den Städten Freiburg im Breisgau und Basel, Schweiz (jeweils ca. 30–35 km entfernt) ca. 5 km östlich oberhalb von Müllheim am Fuße des Blauens (auch Hochblauen) im Markgräflerland, im Weilertal oberhalb des Klemmbachs.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Wappen der Ortsteile

Zur Gemeinde Badenweiler gehören neben dem Hauptort Badenweiler die Ortsteile

  • Lipburg-Sehringen
  • Oberweiler
  • Schweighof

Die offizielle Benennung der Ortsteile erfolgt durch die Voranstellung „Badenweiler“ und die mit Bindestrich verbundene Nachstellung des Eigennamens der Ortsteile mit Ausnahme des Ortsteiles Oberweiler. Hier steht unter dem Ortsnamen ein Vermerk der Zugehörigkeit zu Badenweiler. Das Gebiet der drei Ortsteile ist identisch mit den bis zur Gemeindereform in den 1970er Jahren selbstständigen Gemeinden gleichen Namens. Die beiden Ortsteile Lipburg-Sehringen und Schweighof bilden sowohl Wohnbezirke als auch Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und einem Ortsvorsteher als Vorsitzendem.[2]

Zum Ortsteil Lipburg-Sehringen gehören die Dörfer Lipburg und Sehringen, ebenso die Wohnplätze Gipswerk und Haus Baden. Zum Ortsteil Schweighof gehören das Dorf Schweighof und die Höfe Forellenzucht und Guggenmühle. Im Ortsteil Lipburg befindet sich die abgegangene Ortschaft Grüneck.[3]

Das Ortsgebiet ist mit seinen Grenzen zangenförmig um eine Zunge des Stadtgebiets von Müllheim angelegt. Die Fläche der Gemeinde beträgt 13,023 km². Badenweilers Gemarkung besteht zu nahezu 90 % aus Wald, der Rest neben der Besiedlung aus Reben, einigen Wiesen und Obstbaumbeständen.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Im Westen liegt die Stadt Müllheim und im Norden deren Stadtteile Britzingen und Zunzingen, weiter östlich schließt Sulzburg an. Im Osten liegt Malsburg-Marzell und im Süden liegen Schliengens Ortsteile Schallsingen und Obereggenen.

Blick von der Westseite der Burg Baden auf die Vogesen auf der westlichen, französischen Seite der Rheinebene und die Stadt Müllheim mit ihrem Teilort Niederweiler sowie dem Innerberg rechts und Ölberg links

Geologie[Bearbeiten]

Badenweiler liegt am Rande des südwestlichen Schwarzwalds, einem alten Gebirge. Es besteht aus einem Gneissockel mit Granit- und Porphyr-Anteilen. Der Ort liegt auf einem Hügel mit fruchtbarem Löss-Boden, als Überrest eines Schwemmlössgebiets eines Flusstals. Durch die geologische Aktivität bei der Entstehung des Grabenbruchs im oberen Rheintal und die damit verbundene im Boden noch vorhandene geothermische Aktivität sind einige Thermalquellen entstanden, u. a. auch in Badenweiler, das ein Kurort ist, was die Römer schon zu schätzen wussten und eine römische Therme bauten.

Klima[Bearbeiten]

Badenweiler liegt klimatisch günstig, in einer warmen Luftströmung aus dem Südwesten, es ist gegen Osten durch die Berge des Schwarzwalds vom kalten Kontinentalklima abgeschirmt. Dies erlaubt den Anbau von Rebensorten wie Burgunder und Gutedel, die nur in dieser Umgebung in Deutschland vorkommen. In diesem fast mediterranen Klima gedeihen auch südländische Gewächse, die im Kurpark angepflanzt wurden.

Geschichte[Bearbeiten]

Kelten und Römer[Bearbeiten]

Die Römer eroberten die Gebiete östlich des Rheins bis an die Donau und den Main. Im Jahr 70 begannen die Römer unter Kaiser Titus Flavius Vespasianus das Gebiet zu kultivieren und zu erschließen. Die zuvor hier lebenden Kelten wurden assimiliert. Die Römer bauten Aqua Villae aus der strategisch günstigen erhabenen Lage mit dem Überblick über das Oberrheintal und aus klimatischen, gesundheitlichen und balneologischen Aspekten. Das Oberrheintal war damals ein ausgedehnter Auwald, mit unzähligen Seen und Tümpeln mit abgestandenem Wasser. Diese wurden nur beim Hochwasser des Fluvius Rhenus (Rhein) mit neuem Wasser gespeist. Die Seen und Tümpel waren voll von Stechmücken und das Klima war im Sommer in der Rheinebene schwülwarm. Die Römer wollten in ihren besetzten Gebieten gerne mit ihrer von zu Hause aus gewohnten Kultur umgeben sein. So gestalteten sie Aqua Villae wie eine kleine römische Provinzstadt. Sie badeten gerne, aber die hiesigen Flüsse und Seen waren die meiste Zeit des Jahres dafür zu kalt. So benutzten sie die warmen Quellen, die im Oberrheingebiet vorhanden waren und bauten hier u. a. die Therme Aquae Villae. Diese weihten sie der keltischen Fruchtbarkeitsgöttin Abnoba und ihrer Jagdgöttin Diana. Das Thermalbad wurde von Soldaten, Offizieren, Beamten, Händlern, Gutsherren und angesiedelten Veteranen besucht. Die Ziegel für den Bau des Bades wurden in einer Ziegelei vor Ort hergestellt. Die Veteranen wurden vom Senat oder Kaiser für ihre Dienste mit Grundstücken in den eroberten Gebieten beschenkt, damit diese um so schneller romanisiert wurden. Da sie unter anderem auch den Wein liebten, brachten sie Reben mit, welche sie hier anbauten. Die Reste von römischen Bauten sind noch heute in diesem Gebiet zu besichtigen, die Villa Urbana in Heitersheim oder die römischen Badruinen in Badenweiler.

Alamannen und Franken[Bearbeiten]

Das hiesige Gebiet war ein Teil des rechtsrheinischen römischen Agri decumates (auf deutsch: „das Zehntland“). Dieses Gebiet war durch den Rhein, die Donau und den nordöstlich gelegenen Limes abgegrenzt. Der Limes wurde um 100 von den Römern errichtet. Die Alamannen, ein Stamm der Germanen, eroberten um 230 das südliche rechtsrheinische Gebiet. Die Römer gaben Agri decumates auf und zogen sich 260 hinter den Rhein zurück. Dort errichteten sie den Donau-Iller-Rhein-Limes. Die verlassenen römischen Bauten wurden zerstört oder gerieten in Vergessenheit. Später bauten die Alamannen sogenannte Höhenburgen auf, um das Gebiet zu überwachen. Sie errichteten Gutshöfe und eine Verwaltung nach römischem Vorbild. Die Alamannen unternahmen oft Raubzüge vom ehemaligen Zehntland aus ins benachbarte römische Gallien. Sie wurden aber dabei von römischen Heeren abgewehrt. Erst 455 gelang es den Alamannen, von hier aus über den Rhein zu expandieren. Sie eroberten Teile der römischen Provinz Gallien. Es folgten Konflikte mit den Franken, welche nach Süden expandierten. Die Alamannen führten mit den Franken von 496 bis 507 einen Krieg. Die Franken errangen den entscheidenden Sieg bei Zülpich unter ihrem König Chlodwig I.. Das alamannische Gebiet kam an das Frankenreich der Merowinger. Das Gebiet des späteren Markgräflerlandes und des Breisgaus wurde Besitz von fränkischen Adligen. Fränkische Adlige beschenkten um 775 verschiedene Klöster mit Grundbesitz aus diesem Gebiet u. a. wegen des Seelenheils. Fränkische Adlige nahmen Badenweiler, damals noch unter seinem lateinischen Namen Aquae wieder in Besitz. In den Akten von Kloster Lorsch – auch als Lorscher Codex bekannt – wird erwähnt, dass in Aquae (Badenweiler) 775 eine Kirche gebaut wurde. Zwischen 900 und 955 fielen die Ungarn in dieses Gebiet ein, es kam zu Verwüstungen und Plünderungen. Danach wurde das Gebiet von Gaugrafen verwaltet, welche der Kaiser einsetzte. Kaiser Otto I. hatte 962 vom abtrünnigen Gaugrafen Guntram aus dem Breisgau dessen hiesige Gebiete konfisziert. Otto I. vermachte sie an den Bischof Konrad aus Konstanz, welcher ein Welfe war. Dieser setzte für seine Güter einen Lehens-Meier ein. Als Vogt verwaltete er dieses Gebiet für seinen Bischof. Nach dem Tode Konrads 975 übernahmen die Dompröpste seiner Kirche seine Gebiete. Sie wurden damals Dompropsteigüter genannt. Im Jahr 1028 taucht der Name „Badenweiler“ im damaligen „deutsch“ noch ohne den Zusatz „Weiler“ erstmals in einer Akte des Kaisers Konrad II. aus dem Geschlecht der fränkischen Salier auf. Es ist eine Erlaubnis für das Bistum Basel Mineralien, wie Silber und Blei in und um Badenweiler abzubauen.
siehe auch Burg Stockburg

Die Zähringer[Bearbeiten]

Im 11. Jahrhundert eroberten die aus dem nördlichen Schwaben stammenden Herzöge von Zähringen viele Gebiete. Sie kamen unter anderem auch in den Besitz des heutigen Markgräflerlandes und des Breisgaus. Der bekannteste unter ihnen war der von 1078–1111 regierende Berthold II. von Zähringen. In den Jahren 1075–1122 fand der Investiturstreit statt. Die Zähringer standen auf der siegreichen päpstlichen Seite. Sie konnten somit viele klösterliche und weltliche Besitze der Verlierer an sich bringen. Die hiesigen Gebiete der Zähringer wurden seit 1122 durch deren Vögte verwaltet. Diese residierten auf der Burg in Badenweiler. Die Zähringer Herrschaft von Badenweiler kam 1147 als Mitgift für die Prinzessin Clementia von Zähringen an Heinrich den Löwen, einem Welfen-Fürsten. Die Expansionsversuche der Hohenstaufer gefielen den Zähringern nicht. Sie gründeten 1175 die Stadt Neuenburg am Rhein, womit sie den Rheinübergang ins Elsass für sich gesichert hatten. Damit konnten sie von den fremden Benutzern des Rheinübergangs Tribut verlangen. Nach dem Tod Bertolds V. erlosch 1218 die männliche Linie der Zähringer, deren Gebiete an die Grafen von Freiburg fielen.

Die Staufer[Bearbeiten]

Der Staufer Kaiser Friedrich I. Barbarossa zwang den Welfen-Fürsten Heinrich den Löwen, diese Gebiete 1157 gegen Besitzungen im Harz zu tauschen. Damit kam die ehemalige Zähringer Herrschaft Badenweiler in den Besitz der Staufer. Die Staufer hatten u. a. Besitzungen im benachbarten Elsass. Es war naheliegend, Verbindungen von diesem Gebiet ins Elsass zu schaffen. Nachdem die Staufer ausgestorben waren, kam deren Besitz Badenweiler 1268 an die Grafen von Freiburg.
siehe auch Burg Grüneck

Epoche verschiedener Adelsfamilien in Badenweiler[Bearbeiten]

Die Grafen von Freiburg[Bearbeiten]

Die Grafen von Freiburg waren die Nachkommen der Grafen von Urach und 1218 in den Besitz der Gebiete der Zähringer gekommen. Nachdem Egino II., ein Sohn Konrads I., Graf von Freiburg, starb, wurde dessen Gebiet 1272 aufgeteilt. Ein Sohn Eginos II. Graf von Freiburg, namens Heinrich erhielt die südlichen Gebiete mit der Herrschaft Badenweiler. Die Grafen aus der Linie Heinrichs starben 1303 ohne männliche Nachkommen aus. Ihr Gebiet ging an die, in diese Linie eingeheirateten Grafen von Straßberg. Der Besitz kam 1385 an Konrad III. Graf von Freiburg zurück. Er war ein Nachkomme der direkten Linie von Egino II. Die Burg Badenweiler wurde 1409 im Krieg des Grafen von Freiburg mit dem Fürstbischof von Basel beschädigt und danach wieder erneuert. Wegen der Enklaven des Bistums Basel Schliengen und Istein gerieten die beiden Herrschaften oft miteinander darüber in einen Streit. Durch die Schulden der Grafen von Freiburg wechselte der Besitz immer öfter, u. a. für kurze Zeit an die Habsburger. Diese gaben es 1418 nach dem Konstanzer Konzil wieder an den Grafen Konrad III. von Freiburg zurück. Johann, der letzte der Grafen von Freiburg vermachte 1444 seine Herrschaft Badenweiler an die Söhne von Wilhelm, dem Markgrafen von Hachberg-Sausenberg.

Die Grafen von Strassberg und die Fürsten von Fürstenberg[Bearbeiten]

Die Grafen von Strassberg stammten aus der Nähe des heutigen Neuenburg in der Schweiz. Sie übernahmen 1303 die Herrschaft Badenweiler von den Grafen von Freiburg. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg mit Außenbefestigungen versehen. Durch die Grafen von Strassberg kam der Sparren in das Wappen von Badenweiler und vieler Orte, welche unter dessen Herrschaft waren, auch in das des Markgräflerlandes.

Eine zeitlang soll den Grafen von Strassberg auch die unweit von Badenweiler gelegene Burg Neuenfels gehört haben.[4] Die Herren von Neuenfels waren ein altes Rittergeschlecht. Sie hatten Besitzungen um ihre Burg Neuenfels. Die Ruine der Burg liegt oberhalb von Britzingen. Diese übten ab 1307 verschiedene Funktionen aus, unter anderem als Burgvögte unter der Herrschaft Badenweiler. Die Grafen von Strassberg starben 1364 aus und übergaben Badenweiler an die Grafen von Fürstenberg bei Donaueschingen. Diese hatten den Besitz bis 1385, danach kam er wieder an die Grafen von Freiburg zurück.

Markgrafschaft Baden[Bearbeiten]

Badenweiler, um 1900
Zwei Frauen in Markgräfler Tracht auf der Burg Baden, Postkarte, um 1900

Im Jahr 1503 kommt das Markgräflerland mit Badenweiler durch Vererbung an die Markgrafschaft Baden unter Christoph I. (Baden). Die Bauernkriege wüteten 1525 in diesem Gebiet. Dabei wurde auch das Markgräflerland nicht verschont. Die aufständischen Bauern hatten den Krieg verloren. Jedes Haus in der Markgrafschaft musste 5 Gulden an den Markgrafen zur Entschädigung entrichten. Am 1. Juni 1556 schloss sich der Markgraf und damit auch seine Untertanen, der Reformation an. Jeder Ort im Markgräflerland wurde damit protestantisch. Von 1618 bis 1648 tobte der Dreißigjährige Krieg in diesem Gebiet. Es wurde abwechselnd von den schwedischen, den kaiserlichen, den französischen Truppen, verschiedenen Hilfsheeren und marodierenden Soldaten, plündernd und mordend durchzogen. Der Bevölkerungsverlust war enorm und wurde durch Zuzug von Einwanderern aus dem Gebiet der Eidgenossenschaft aufgefüllt. Von 1672 bis 1679 war der Holländische Krieg. Es rückten französische Truppen ins Markgräflerland ein, die hohe Tribute an Futtermitteln und Geld forderten. Während des Holländischen Krieges wurden 1678 die Burgen Rötteln, Sausenburg und Badenweiler durch die Armee des französischen Marschalls Crecque zerstört. Diese wurden danach nicht mehr aufgebaut. Von 1689 bis 1697 war der pfälzische Krieg. Es geschah dasselbe, nun auch von den heranrückenden kaiserlichen Truppen, welche die Franzosen zurückwarfen. Danach kamen die zuvor französisch besetzten Gebiete wieder zurück an das Reich. Von 1701 bis 1714 fand der Spanische Erbfolgekrieg statt. Das Markgräflerland wurde 1702 von Plünderungen und Requirierungen durch französische Truppen nicht verschont. Im Jahr 1727 wurde der Sitz der Markgrafen von Badenweiler nach Müllheim verlegt. Von 1733 bis 1738 fand der Polnische und 1740 bis 1746 der Österreichische Erbfolgekrieg statt. Dieser Krieg forderte während der erneuten französischen Besatzung, wenn auch in geringerem Ausmaß, von den Orten im Markgräflerland nochmals Tribut. Von 1746 an war das Markgräflerland ohne Besatzung und wurde wieder von Baden-Durlach und dessen Markgraf Karl-Friedrich regiert. Im Jahr 1783 schaffte Markgraf Karl Friedrich in seinem Gebiet die Leibeigenschaft ab und förderte den Weinbau im Markgräflerland. Von 1791 bis 1815 fanden die Franzosenkriege statt, Napoléon I. eroberte die rechtsrheinischen Gebiete mit dem Markgräflerland. Im Jahr 1806 wurde das Markgräflerland ein Teil des Großherzogtums Baden.

Großherzogtum Baden[Bearbeiten]

Denkmal von Friedrich I. auf dem Burgberg

An der Westseite des Flanierweges um den Burgberg, der sogenannten Kaffeemühle, steht das Denkmal für Großherzog Friedrich I. (1826–1907); es wurde 1912 von Karl Friedrich Moest von der Kunstakademie Karlsruhe geschaffen. Es ist das größte Denkmal Badenweilers und symbolisiert zugleich eine wesentliche Epoche des badischen Landes als eigenständigen Staat. Der beliebte Landesvater, verheiratet mit Luise von Preußen, kam häufig nach Badenweiler und feierte hier 1906 auch seinen 80. Geburtstag als dienstältester Monarch Europas.

Im Jahr 1904 starb hier der russische Schriftsteller, Novellist und Dramatiker Anton Pawlowitsch Tschechow. Er war einer der berühmtesten Gäste Badenweilers im Hotel Sommer. Im selben Jahr fand die erfolgreiche Aufführung seines Stücks „Der Kirschgarten“ statt.

Der Badenweiler-Marsch verdankt seinen Namen nicht Badenweiler im Schwarzwald, sondern dem gleichnamigen Ort Badenweiler (Badonviller) in Lothringen.

Weimarer Republik und NS-Zeit[Bearbeiten]

In Badenweiler waren mehrere jüdische Familien ansässig wie der Textilkaufmann Adolf Monasch, der sein Geschäft in der Luisenstraße 2 hatte. Eine Gedenktafel auf dem Friedhof erinnert an Mitglieder der Familien Monasch und Mager, die im KZ Auschwitz der Shoa zum Opfer fielen.[5]

Seit 1945[Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurde am 1. Januar 1974 die bis dahin selbstständige Gemeinde Lipburg nach Badenweiler eingemeindet. Die Eingemeindung von Schweighof erfolgte am 1. Januar 1975.

Badenweiler ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Müllheim-Badenweiler, der Aufgaben der Unteren Verwaltungsbehörde wahrnimmt. Außer Müllheim und Badenweiler sind die Gemeinden Sulzburg, Auggen und Buggingen Mitglieder des Verbands.

Religionen[Bearbeiten]

Badenweiler von der Ruine aus mit evangelischer Kirche und Teil des Hotels Römerbad rechts unten.

In Badenweiler gibt es eine römisch-katholische und eine evangelische Kirchengemeinde.

Marienkapelle (Katholische Kirchengemeinde)
Pauluskirche (Evangelische Kirchengemeinde)

Die evangelische Kirche wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert auf den Überresten eines römischen Tempels errichtet, der aus dem Jahr 145 nach Christus stammt. Nachdem sie in mehreren Kriegen immer wieder Schaden genommen hatte, wurde die Kirche im Jahr 1890 neu gebaut. In dem ehemaligen Kirchturm waren Fresken entdeckt worden, die ins 14. Jahrhundert datiert wurden. Sie stellen einen Totentanz dar, dieses Motiv des Memento Mori also die Erinnerung an die Sterblichkeit stammt aus Nordafrika und ist über Spanien nach Europa gekommen[6]. Die Fresken sind im Altarraum aufgehängt. Es soll sich dabei um den ältesten Totentanz im deutschsprachigen Raum handeln. Dargestellt wird ein Dialog von wohlhabenden Bürgern mit den Toten, als eine Erinnerung daran, dass auch Reiche sterblich sind.[7]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[8]
Wahlbeteiligung: 57,0 % (2004: 56,4 %)
 %
40
30
20
10
0
36,0 %
27,9 %
23,1 %
13,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+9,8 %p
-9,6 %p
-3,2 %p
+2,9 %p

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte zu folgender Verteilung der 15 Sitze (+3) im Gemeinderat:

SPD 36,0 % 6 Sitze (+3)
CDU 27,9 % 4 Sitze (–1)
FWG 23,1 % 3 Sitze (±0)
FDP 13,0 % 2 Sitze (+1)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister von Badenweiler ist Karl-Eugen Engler (CDU).

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Haupterwerbszweige in Badenweiler sind der Tourismus sowie der Kurbetrieb mit seinen Thermalbädern, Reha-Kliniken, Sanatorien, Hotels, Pensionen und Gästezimmern. Dazu kommen die Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe im Zusammenhang mit dem Kur- und Tourismusbetrieb. Darüber hinaus gibt es Winzer-, Landwirtschafts- und Holzgewinnungsbetriebe. Von der Römerzeit bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hat man in und um Badenweiler Eisen-, Blei-, und Silber-Erz abgebaut und bis in die heutige Zeit Granit und Porphyr aus Steinbrüchen gewonnen.

Tourismus[Bearbeiten]

Die Ursprünge des Tourismus in Badenweiler sind wohl bereits in der Römerzeit zu suchen. Eine erste Blüte in neuerer Zeit erlebte das Fremdenverkehrsgewerbe im frühen 19. Jahrhundert. Der Transport von Personen und Lasten auf Eseln vom Bahnhof Müllheim über Niederweiler, Oberweiler und zurück, auch auf den Hausberg Hochblauen kann als Vorläufer des heutigen öffentlichen Personennahverkehrs betrachtet werden. Der fleißigen Tiere wird heute mittels eines kleinen Denkmals im Kurpark und im Namen der lokalen Fastsnachtszunft Eselstupfer (Zunftruf I A) erinnert.[9]

Verkehr[Bearbeiten]

Zwischen dem 15. Februar 1896 und dem 22. Mai 1955 war Badenweiler durch die Bahnstrecke Müllheim–Badenweiler mit dem Nachbarort Müllheim (Baden) verbunden. Derzeit betreibt die Südwestdeutsche Verkehrs AG eine Buslinie nach Müllheim.

Bildung[Bearbeiten]

In Badenweiler gibt es neben der René Schickele-Grund- und Hauptschule auch einen Kindergarten.

Kultur[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Überregionale Bedeutung im Bereich der Avantgarde-Musik haben die jährlich stattfindenden Römerbad-Musiktage. Im Großherzoglichen Palais finden regelmäßig Kunstausstellungen statt.

Erholung[Bearbeiten]

Überregional: historischer Bettlerpfad von Badenweiler nach Merzhausen/Freiburg

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Cassiopeia-Therme[Bearbeiten]

Markgrafenbad – Ursprung der Cassiopeia-Therme
Hildegard von Bingen-Garten
Teil vom Kurpark mit Gutedelgarten
Karte Newenburg am Rhein (Neuenburg am Rhein) von Matthäus Merian aus der Topographia Germaniae, ca. 1660: Das Badwaßer von Badenweiler läuft durch die Stadt und das Niderthor bei der Mühl in den Rhein

Die Cassiopeia-Therme ist aus dem ehemaligen Markgrafenbad nach dessen Umbau entstanden. Sie besteht aus verschiedenen Thermalbädern mit einer Wasserfläche von über 1.000 m². Darin befindet sich das Kuppelbad mit 32 °C Wassertemperatur mit seiner architektonischen Kombination aus Licht und Wasser, welche mit dem deutschen Stahlbaupreis ausgezeichnet wurde. Des Weiteren das Marmorbad mit 34 °C. Es hat eine Badegrotte mit 36 °C und ein Kaltwasserbecken mit 12 °C Wassertemperatur. Draußen befindet sich das Außenschwimmbecken mit den Sonnenterrassen. Man blickt von dort auf den Kurpark und die Römische Badruine. Es ist mit einem Strömungskanal, Nackenduschen und dem Rundbecken mit 30 °C Wassertemperatur ausgestattet. Daneben befinden sich im Gebäude eine Saunalandschaft, ein römisch-irisches Bad und eine Wellnessoase.

Kurpark[Bearbeiten]

Der Kurpark wird überragt von der mächtigen Burgruine. Er liegt im Einfluss eines Warmluftstroms aus dem Südwesten von der burgundischen Pforte. Zum Kurpark gehört ein „Hildegard-von-Bingen-Garten“, in dem auf Beeten entlang der Stützmauer mit einer Vielfalt von Heilpflanzen das Heilkundewissens der Äbtissin Hildegard von Bingen (1098–1179) gezeigt wird.

Wegen des mediterranen Klimas sind hier viele südländische und subtropische Pflanzen zu sehen. Man findet Oleander, Hibiskus, Magnolien, riesige Zedern und Mammutbäume, Bananen, Zitronen, Palmen, Eukalyptus, Bambus und zahlreiche einheimische Pflanzen. Der Kurpark ist mit zahlreichen Wanderwegen und Panoramaplätzen um den Burghügel angelegt. Vom Burghügel blickt man in die Rheinebene und zum Berg Blauen. Im Westen des Kurparks schließt der Gutedelgarten, ein rebenbotanischer Schaugarten, an. In diesem Garten sind Gutedelreben in allerlei Variationen und Mutationen angebaut. Die Pflanzung wurde ergänzt durch zahlreiche Neuzüchtungen pilzwiderstandsfähiger Tafeltrauben-Sorten. 2006 wurde der Kurparkteich neu angelegt.

Ruinen des römischen Bades „Aqua Villae“[Bearbeiten]

Hauptartikel: Römerbadruine Badenweiler

Unterhalb der Cassiopeia-Therma haben schon die Römer im Jahre 75 nach Christus eine römische Siedlung errichtet, sie trug vermutlich den Namen Aquae Villae (Wasserstadt). Sie war der Göttin Diana Abnoba geweiht, wie aus einem bei der Ausgrabung gefundenen Weihestein hervorgeht. In der römischen Badruine sind noch deutlich die einzelnen architektonischen Bestandteile eines römischen Bades zu sehen, welches unterteilt ist in einen Heiß-, Warm- und Kaltbadebereich. Reste des römischen Hypokaustums eines Vorläufers der modernen Fußbodenheizung, sind hier auch zu sehen. Das Bauwerk ist symmetrisch angelegt und gilt bis heute als die größte und kostbarste Thermenruine nördlich der Alpen. Unter dem Markgrafen Karl Friedrich wurden 1783 die Badeanlagen wiederentdeckt und ausgegraben. Die bereits von den Römern genutzten Thermalquellen, deren wärmste eine Temperatur von 26,4 °C hat, begründeten Badenweilers Ruf als Kurort. Damit die Bad-Ruine nicht weiter durch die Witterungseinflüsse zerfällt, wurde 2001 über ihr ein transparentes und luftiges Glasdach erbaut, um sie zu schützen. Eine Dauerausstellung vermittelt ein Bild der hohen römischen Badekultur.

Ruine der Burg Baden[Bearbeiten]

Hauptartikel: Burg Baden
Die Burgruine
Großherzogliches Palais
Großherzogliches Palais – Innenräume

Über dem Kurpark und dem Ort erhebt sich der Burgberg mit der Ruine der Burg Baden. Urkundlich wurde die Burg der Zähringer Herzöge erstmals im Jahr 1122 erwähnt. Ab 1147 war sie Eigentum Heinrichs des Löwen, wurde 1158 von Kaiser Friedrich I. erworben und fiel spätestens nach dessen Tod 1190 wieder an die Zähringer. 1398 gehörte sie als Pfandschaft zu Vorderösterreich, und 1404 bis 1406 diente sie der Herzogin Katharina von Burgund als Wohnsitz. Während des Holländischen Krieges 1678 wurde die Burg Baden von den Truppen Ludwigs XIV. zerstört.

Gotische Wandgemälde[Bearbeiten]

Im Chorraum der evangelischen Pauluskirche sind Originalfresken von ca. 1380 angebracht, die aus der Turmvorhalle der ehemals dort stehenden gotischen Pfarrkirche St. Peter stammen. Diese Wandgemälde zeigen die alte Legende von der Begegnung der drei Lebenden und der drei Toten. Jede Figur wird von einem Spruchband eingerahmt, das Verse in spätgotischen Minuskeln enthält, deren Inhalt sich zu dem überlieferten Ausspruch der Toten zusammenfassen lässt: „Was ihr seid, das waren wir – was wir sind, das werdet ihr sein“. Bei den Wandgemälden handelt es sich – nach Sempach-Kirchbühl/Kanton Luzern – um die ältesten aller totentanzähnlichen Darstellungen im deutschen Sprachraum.[10]

Das Großherzogliche Palais[Bearbeiten]

Das Großherzogliche Palais wurde 1587 als Amtshaus der Markgrafen von Baden erbaut. Bis 1689 wurde es mit Unterbrechungen als Oberamtssitz genutzt. Im Jahr 1727 wurde der Amtssitz nach Müllheim verlegt. Das Palais wurde 1887 bis 1888 unter Großherzog Friedrich I. von Baden zur Großherzoglich Badischen Sommerresidenz umgebaut. Der Umbau wurde durch Hofbaudirektor Friedrich Hemberger im Baustil der Neorenaissance durchgeführt. Der dazugehörende Schlosspark wurde durch den großherzoglichen Hofgärtner Ernst Krautinger angelegt. Das Palais war bis 1952 Besitz des Hauses Baden, danach wurde es Besitz der Gemeinde Badenweiler und beherbergt heute verschiedene Kunstausstellungen.

Tschechow-Salon[Bearbeiten]

Der Tschechow-Salon ist ein literarisches Museum und ist im Kurhaus untergebracht. Dieses Museum ist dem russischen Schriftsteller, Novellisten und Dramatiker Anton Pawlowitsch Tschechow gewidmet. Er wurde am 29. Januar 1860 in der südrussischen Hafenstadt Taganrog in einem kleinen Haus in der Polizejskaja-Straße („Polizeistraße“) als drittes Kind von insgesamt sechs Geschwistern geboren. Aufgrund seiner Lungentuberkulose zog er nach Jalta auf die Halbinsel Krim an der Schwarzmeerküste um. Im Sommer 1904 reiste er nach Badenweiler. Dort verstarb er am 15. Juli (nach anderen Quellen am 14. Juli) des Jahres. Das Grab des Dramatikers befindet sich in Moskau. Das Museum erinnert mit Zeitzeugnissen, Bildern, Briefen und Texten an den berühmten Schriftsteller. Unterhalb der Burgruine befindet sich das Denkmal Tschechows.

Belvedere[Bearbeiten]

Das Belvedere befindet sich unterhalb der Burgruine. Es wurde als Lustschlösschen durch die Initiative des Kreisdirektors von Kulm 1811 bis 1813 im klassizistischen Baustil Friedrich Weinbrenners erbaut. Die Großherzogin Stephanie von Baden hat es während ihres Aufenthaltes in Badenweiler sehr geschätzt. Um 1900 wurde das Gebäude als anglikanische Kirche benutzt. Von 1930 bis 1933 war es das Atelier des Malers Emil Bizer. Heute wird es für Ausstellungen sowie für standesamtliche Trauungen genutzt.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten mit Verbindungen zu Badenweiler[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Römische Badruine Badenweiler – Entdeckung, Erforschung, Faszination. Katalog zur Ausstellung des Museum für Ur- und Frühgeschichte in der Universitätsbibliothek der Stadt Freiburg im Breisgau, 14. Februar bis 25. April 2004, 123 Seiten, farbig, Literaturverzeichnis und Abbildungsnachweis
  • Eine raffiniert humane Kur - Hermann Hesse und Badenweiler in Texten, Briefen und Bildern. Verlag Suhrkamp, 2009, 80 Seiten, ISBN 978-3-9811965-5-9
  • Gustav Faber: Badenweiler – Ein Stück Italien auf deutschem Grund. Verlag Karl Schillinger Freiburg, 2. Auflage 1981, ISBN 3-921340-17-9
  • Norbert Fichtlscherer: Geschichtliche Miniaturen aus Badenweiler. Digital+Print, Freiburg, 1. Auflage 2003, ISBN 3-932172-03-5
  • Adolf Schmid: Tschechow-Gedenken in Badenweiler - Nach 74 Jahren ein neues Denkmal am „Vogesenblick“. Badische Heimat, 1992, S. 299 ff.
  • Maritta Schneider: Badenweiler, Sanitas per aquam. In: Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg, hg. v. W. Niess, S. Lorenz, Filderstadt 2004, ISBN 3-935129-16-5
  • Rolf Schuhbauer: „Nehmt dieses kleine Heimatstück“ – Spuren und Stationen der Leidenswege von Müllheimer und Badenweiler Juden zwischen 1933 und 1945. Edition Isele, Eggingen 2001, 191 Seiten, zahlreiche Abbildungen und reproduzierte Dokumente mit entsprechendem Register, schwarz-weiss, ISBN 3-86142-238-7
  • Gabriele Wohmann: Frühherbst in Badenweiler. Darmstadt 1978, ISBN 3-596-22241-9
  • Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden, Tübingen und Leipzig, 1901, Fünfter Band - Kreis Lörrach; S. 65-95 online
  • Gustav Wever: Chronik der Vogtei Badenweiler: ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte des Kurorts Badenweiler, Badenweiler 1869 online in der Badischen Landesbibliothek
  • Peter Kirch: Badewesen und Bäderbauten in Badenweiler. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 25. Jg. 1996, Heft 1, S. 103–108. (PDF; 10,4 MB)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Badenweiler vom 26. Mai 2003
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg, S.144–146. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2
  4. Gustav Faber: Badenweiler – Ein Stück Italien auf deutschem Grund. S. 157, Verlag Karl Schillinger Freiburg, 2. Auflage 1981, ISBN 3-921340-17-9
  5. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 24, ISBN 3-89331-208-0
  6. Tote erinnern ans Sterben, Andrea Drescher, Badische Zeitung, 19. November 2011, aufgerufen 2. Januar 2012
  7. Sigrid Umiger: Vor Fresken und in Ruinen. In: Badische Zeitung. 20. Juni 2011. Abgerufen am 20. Juni 2011.
  8. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Kommunalwahlen_2009/GTabelle.asp?G=GE315007
  9. badische-zeitung.de, 27. August 2011, Lokales, Müllheim, Sigrid Umiger: Kutsche für Adel, Esel fürs Volk (1. September 2011)
  10. Hans Georg Wehrens: Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. "Muos ich doch dran – und weis nit wan". Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0. S. 27f.
  11. Sigrid Umiger: Traumhochzeit im Heilbad. In: Badische Zeitung. 14. Januar 2011. Abgerufen am 9. Februar 2011.
  12. DAS NEUE berichtet: TV-Koch Horst Lichter zieht nach Badenweiler. Abgerufen am 14. Januar 2011: „Der bekannte TV-Koch Horst Lichter (48) ist bereits im Dezember 2010 von seinem Heimatort Rommerskirchen in den Schwarzwald gezogen. In Badenweiler hat er sich eine malerische Villa gekauft. In dem Kurort wohnt bereits einer der besten Freunde Lichters. Horst Lichter lebt in dem Schwarzwald-Ort mit seiner Frau Nada, die er 2009 geheiratet hat.“