Quett Masire

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Quett Masire bei einem Staatsbesuch in den USA 1984

Sir Quett Ketumile Joni Masire (* 23. Juli 1925 in Kanye) war von 1980 bis 1998 Präsident von Botswana.

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Masire gehört zu den Bangwaketse und ist der älteste Sohn eines seiner Regenten. Nach seiner Ausbildung zum Lehrer arbeitete er von 1949 bis 1955 an der Seepapisto Secondary School.

Politiker[Bearbeiten]

Im Januar 1962 gehört er zu den Gründern der Bechuanaland Democratic Party, der späteren Botswana Democratic Party (BDP), die das Land seit 1965 regiert. Bis 1966 war er erster Sekretär der Partei. Als der Parteigründer und Premierminister Seretse Khama nach der Unabhängigkeit des bisherigen Betschuanaland am 30. September 1966 Präsident wurde, übernahm Masire das Amt des Vizepräsidenten, zuvor war er Khamas Stellvertreter als Regierungschef. Eine Zeit lang war er auch Finanzminister. Nach dem Tod Khamas am 13. Juli 1980 wurde Masire vom Parlament zum Nachfolger gewählt und trat seit Amt am 18. Juli 1980 an. Während der drei Parlamentswahlen während seiner Amtszeit konnte die BDP ihre dominierende Rolle bewahren. Politisch setzte er die Linie seines Vorgängers fort, wodurch Botswana einer der stabilsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Staaten Afrikas blieb. In der Außenpolitik war das Verhältnis zu Südafrika vor Abschaffung der Apartheid sein schwierigstes Problem. Ein Angriff der südafrikanischen Armee auf vermutete Basen des African National Congress brachte er im Juni 1985 vor den Weltsicherheitsrat, ließ es aber nicht zu einem Bruch mit Südafrika kommen. 1991 wurde er von Königin Elisabeth II. geadelt. Im November 1997 kündigte er seinen Rücktritt an. Festus Mogae wurde am 1. April 1998 sein Nachfolger.

Weitere Laufbahn[Bearbeiten]

Für die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) übernahm er 1998 den Vorsitz einer Untersuchungskommission, die den Völkermord in Ruanda von 1994 untersuchte. 1999 war er als Wahlbeobachter bei den Parlamentswahlen in Nigeria nach dem Tod von Sani Abacha. Von 2000 bis 2003 übernahm Masire die Aufgabe, in der Demokratischen Republik Kongo zwischen den verfeindeten Parteien des Bürgerkriegs zu vermitteln. Später wurde er Vorsitzender der Global Afrika Resource & Energy Corporation (GAREK), einem südafrikanischen Unternehmen mit Sitz in Sandton. Masire hält Ämter in weiteren Positionen und wird häufig von Universitäten weltweit als Gastredner eingeladen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Fischer Weltalmanach - Biographien zur Zeitgeschichte seit 1945, Fischer Taschenbuch Verlag 1985, ISBN 3596245532

Weblinks[Bearbeiten]