Botswana

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Lefatshe la Botswana (Setswana)

Republic of Botswana (englisch)
Republik Botswana

Flagge Botswanas
Wappen Botswanas
Flagge Wappen
Wahlspruch: Pula
(Setswana, „Regen“)
Amtssprache Setswana, Englisch[1]
Hauptstadt Gaborone
Staatsform Republik
Regierungssystem Parlamentsgebundene Exekutivgewalt
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Präsident Ian Khama
Fläche 581.730[1] km²
Einwohnerzahl 2.098.000[1] (Projektion Juli 2012)
Bevölkerungsdichte 3,6[1] Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (Nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (Nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2011[1]
  • 16,4 Mrd. US$
  • 30,1 Mrd. US$
  • 7.800 US$
  • 16.300 US$
Human Development Index 0,634 (119.)[2]
Währung Pula (BWP)
Unabhängigkeit 30. September 1966
(vom Vereinigten Königreich)[1]
Nationalhymne Fatshe leno la rona
Zeitzone UTC+2
Kfz-Kennzeichen RB, BW, BST[3]
ISO 3166 BW, BWA, 072[4]
Internet-TLD .bw
Telefonvorwahl +267[1]
Ägypten Tunesien Libyen Algerien Marokko Mauretanien Senegal Gambia Guinea-Bissau Guinea Sierra Leone Liberia Elfenbeinküste Ghana Togo Benin Nigeria Äquatorialguinea Kamerun Gabun Republik Kongo Angola Demokratische Republik Kongo Namibia Südafrika Lesotho Swasiland Mosambik Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Sambia Malawi Simbabwe Botswana Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Mali Burkina Faso Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Madeira Spanien Kanaren Kap Verde Mauritius Réunion Mayotte Komoren Seychellen Îles Éparses Madagaskar São Tomé und Príncipe Sri Lanka Indien Indonesien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Antarktika Südgeorgien (Vereinigtes Königreich) Paraguay Uruguay Argentinien Bolivien Brasilien Frankreich (Französisch-Guayana) Suriname Guyana Kolumbien Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Barbados Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Moldawien Ukraine Mazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgisistan RusslandBotswana on the globe (Africa centered).svg
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Botswana, offiziell Republik Botswana [bɔˈtsu̯aːna] (nach amtlicher[5][6] deutscher Schreibweise Botsuana), ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika.

Botswana grenzt im Südosten und Süden an Südafrika, im Westen und Norden an Namibia und im Nordosten an Sambia und Simbabwe. Bei Kazungula im Nordosten treffen sich die Grenzen von Namibia, Sambia und Simbabwe in der Mitte des Sambesi, manchen Ansichten zufolge an einem einzigen Punkt,[7] für die Annahme eines multilateral anerkannten Vierländerecks fehlt jedoch die vertragliche Grundlage.[8][9]

Der Name leitet sich von der Bezeichnung des Volkes der Tswana ab. Nationalfeiertag ist der 30. September, Tag der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich (1966). Botswana gilt seit längerem als Musterstaat für Demokratie in Afrika[10] und wies 2011 den höchsten Human Development Index aller Staaten des südlichen Afrikas sowie die nach Ansicht von Transparency International niedrigste Korruptionsanfälligkeit aller afrikanischen Länder[11] auf.

Etwa 23 Prozent der Erwachsenen sind mit HIV infiziert – die weltweit dritthöchste Prävalenz (Stand 2013).[12]

Geographie[Bearbeiten]

Botswana erstreckt sich zwischen 17°50’ und 26°50’ südlicher Breite sowie 20°00’ und 29°20’ östlicher Länge. Es ist 582.000 km² groß und hat rund 2 Millionen Einwohner. Damit gehört es zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde.

Große Teile des Landes macht die Halbwüste Kalahari im Südteil aus. Sie besteht aus Dorn- und Grassavannen. Darüber hinaus gibt es Salzpfannen und Salzseen, die während der Regenzeit zu großen, seichten Seen werden. Im Nordwesten liegt das Okavangodelta, das große Binnendelta des Flusses Okavango. Weitere bedeutende Flüsse sind der Limpopo an der Südostgrenze, der Chobe River im Norden und der Sambesi an der Nordgrenze. Das Land ist überwiegend Hochland mit wenigen Hügeln. Nur wenige Gebiete wie die Makgadikgadi-Pfanne und die Region am Limpopo liegen unter 1000 Meter über dem Meeresspiegel.

Tierwelt[Bearbeiten]

Zebras und Antilopen sind Teil der einheimischen Tierwelt

In Botswana findet man Elefanten, Giraffen, zahlreiche Antilopenarten, Löwen, Leoparden, Geparde und Zebras. Das Okavangodelta ist für seinen Artenreichtum bekannt.

Ein weiterer Vertreter der Fauna Botswanas ist das Flusspferd, in der Landessprache Setswana als kubu bezeichnet. Im Chobe-Nationalpark kann man es in seiner natürlichen Umgebung neben dem Puku und dem Kaffernbüffel beobachten. Hier leben auch Elefanten, die wegen ihrer Vielzahl allerdings enorme Vegetationsschäden verursachen.

Klima[Bearbeiten]

In Botswana herrscht semi-arides Savannen- und Halbwüstenklima. Die Temperaturen schwanken zwischen 35 °C im Sommer und etwas über 20 °C im Winter. Im Winter fallen die Temperaturen vor allem nachts stark, im ganzen Land ist zu dieser Jahreszeit Frost möglich, Temperaturunterschiede von über 20 °C zwischen Tag und Nacht sind normal. So werden zum Beispiel in der Hauptstadt Gaborone im Juli tagsüber durchschnittlich 23 °C gemessen, während es nachts nur etwa 3 °C sind. Die Trockenzeit ist im ganzen Land mit sechs bis neun Monaten sehr lang. Im Jahr fällt etwa 250 bis 500 Millimeter Niederschlag, der meiste von Dezember bis März.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Botswana hat etwa 2,03 Millionen Einwohner.[13] Die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung teilt sich wie folgt auf:

Bevölkerungsentwicklung in 1000 Einwohner

Die Einwohnerzahl ist seit der Unabhängigkeit stark angestiegen, wobei sich die Anstiegskurve wegen der hohen Sterblichkeit durch AIDS zuletzt abflachte und im Jahre 2005 ein Bevölkerungsschwund in der Größenordnung von einem Prozent auftrat, wozu auch die Auswanderung beitrug. Durch die Krise in Simbabwe stieg die Bevölkerung 2008 stark an. Ende 2008 lebten fast 800.000 Flüchtlinge aus Simbabwe in Botswana.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprachen sind Englisch und Setswana. Auf Englisch verhandelt das Parlament und alle größeren Zeitungen erscheinen in englischer Sprache. Auch in der Schule wird ab der Sekundarstufe auf Englisch unterrichtet. Gleichwohl findet die Kommunikation in der Bevölkerung auf Setswana, einer Bantusprache, statt, die von dem überwiegenden Teil der Einwohner verstanden wird und die auch Unterrichtssprache in der Grundschule ist.

Religionen[Bearbeiten]

Bildungs- und Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Fakultät für Betriebswirtschaft an der University of Botswana

Im Jahr der Unabhängigkeit 1966 gab es in Botswana nur wenige erfolgreiche Schulabgänger. Lediglich 8 % der Jugendlichen besuchten eine Sekundarschule.[14] Mit den Einnahmen aus der Diamantenförderung wurde das Schulwesen stark ausgebaut.[14] Trotzdem ist Botswana eines der wenigen Länder auf der Welt, in dem trotz einer bereits 1980 von der Regierung gestarteten Alphabetisierungskampagne immer noch keine Schulpflicht besteht.[15] Die Rate der Schüler an Primarschulen lag 1996 bei 96 %;[14] auch die Sekundarschulen, wo nach der zehnten Klasse das Junior Certificate abgelegt werden kann, werden von fast allen Jugendlichen der Jahrgänge besucht.[15] Etwa ein Drittel der Schüler absolviert dann zwei weitere Schuljahre,[15] um das Botswana General Certificate of Education zu erwerben, das zum Besuch einer Universität oder eines College berechtigt. 2006 wurden nach fast 20 Jahren kostenloser Schulausbildung erneut Schulgebühren eingeführt.[16]

Zahlreiche Colleges finden sich an verschiedenen Orten, darunter sechs Colleges für technische Berufe und das Botswana College of Agriculture. Die 1982 gegründete University of Botswana (UB) in Gaborone wird von rund 18.700 Studenten besucht (Stand 2013/2014). Der Bau der Botswana International University of Science and Technology (BIUST) in Palapye wurde 2009 begonnen, 2012 wurde die Universität aber an einem Ersatzstandort in einem College in Oodi, 25 Kilometer nördlich von Gaborone, provisorisch eröffnet. An der BIUST sollen nach ihrer Fertigstellung 6.000 bis 10.000 Studenten ausgebildet werden.[17] 2013 wurde das private Botho College mit Niederlassungen in Gaborone, Francistown und Maun zur Botho University erhoben. Dort kann man vor allem Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft und Erziehung absolvieren.[18]

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Botswana hat seit der Unabhängigkeit landesweit eine gut strukturierte Gesundheitsversorgung eingerichtet. Es gibt zahlreiche Gesundheitsposten in den abgelegenen Außengebieten mit reiner Basisversorgung, „Clinics“ (kleine Krankenstationen, geleitet von examinierten Krankenschwestern) und insgesamt 17 Health Centres in größeren Orten. Hinzu treten noch einige hundert mobile Kliniken (Mobile Clinics), so dass eine Grundversorgung der Bevölkerung sichergestellt ist.

Allerdings wird Botswana mit 340.000 infizierten Erwachsenen hart von der AIDS-Pandemie getroffen. Dies entspricht einer Prävalenz von HIV bei Erwachsenen von 23 %.[12] Seit dem Jahre 2002 werden deshalb im Rahmen eines staatlichen Programms Masa (deutsch: „Neuer Sonnenaufgang“) kostenlos antiretrovirale Medikamente verteilt. Durch diese und andere Maßnahmen konnte die Anzahl der Neuinfektionen zwischen 2001 und 2012 um über 50 % reduziert werden.[12]

Die Pandemie ist eine existenzielle Bedrohung nicht nur für jeden einzelnen Betroffenen, sondern auch für das gesamte Staatswesen, da bei Fortschreiten der Krankheitsentwicklung mit einem Zusammenbruch der Volkswirtschaft gerechnet werden müsste. Die durchschnittliche Lebenserwartung sank von 63 Lebensjahren im Jahre 1991 auf 31 Lebensjahre im Jahr 2004. Deshalb hängt viel vom Erfolg der eingeleiteten Programme ab. Bis zum Jahr 2011 stieg die Lebenserwartung wieder auf 47 Jahre an.[19]

Das von der Regierung Botswanas eingeführte staatliche Therapieprogramm Masa arbeitet inzwischen (Stand: 2011) fast flächendeckend. Alle HIV-Infizierten, deren Gesundheitszustand kritisch zu werden droht, erhalten kostenlosen Zugang zu medizinischen Beratungsleistungen und antiretroviralen Medikamenten. Das Programm wird unter anderem von der Gates Foundation und dem US-amerikanischen Pharmakonzern Merck unterstützt und von der Harvard Medical School wissenschaftlich begleitet. Dank der besonnenen botswanischen Regierungspolitik – und mit den Einnahmen aus der Diamantenproduktion – können die Maßnahmen intensiv und relativ effizient umgesetzt werden.

Durch die Fortschritte in der Gesundheitsversorgung konnten im Jahr 2009 99 % aller Geburten medizinisch betreut werden. Die Säuglingssterblichkeit lag bei 44 pro 1000 Geburten, die Müttersterblichkeit bei 380 pro 100.000 Geburten. 42 % der Frauen standen moderne Verhütungsmittel zur Verfügung.[20] Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 55,5[21] bis 60,5[22] Jahren angegeben.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Botswanas
Verwaltungsgliederung im Jahr 1905

In vorkolonialer Zeit war das Gebiet des heutigen Botswana von mehreren kleinen Königreichen der Tswana beherrscht, die unter dem Druck einwandernder Buren um britische Hilfe baten. Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland schloss mit den Tswana-Herrschern Schutzverträge und bald darauf war das Gebiet von 1885 bis 1966 unter dem Namen Betschuanaland das größte britische Protektorat im südlichen Afrika.

1961 gewährte man den Einwohnern eine eingeschränkte Autonomie und es bildeten sich die ersten politischen Parteien. Botswana erlangte schließlich am 30. September 1966 seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich und wurde Mitglied des Commonwealth und proklamierte auch seinen neuen Namen.

Politik und Verfassung[Bearbeiten]

Die Verfassung des Landes stammt aus dem Jahre 1965. Gesetzgebungsorgan ist ein Parlament (57 Sitze), dem neben den Mitgliedern der – alle fünf Jahre gewählten – Nationalversammlung auch der Staatspräsident, der Parlamentssprecher und vier vom Präsidenten bestimmte Mitglieder angehören. Eine weitere Kammer ist das House of Chiefs, das 15 Mitglieder umfasst und aus den führenden Stammesvertretern des Landes gebildet wird. Es hat im Wesentlichen beratende Funktionen. (Vgl. dazu Sambia.)

Die Exekutivgewalt liegt beim Staatspräsidenten, der Staatsoberhaupt und zugleich Regierungschef ist. Er wird vom Parlament gewählt, wobei inzwischen nur noch eine einmalige Wiederwahl zulässig ist. Erster Staatspräsident war bis zu seinem Tode im Jahr 1980 Seretse Khama; ihm folgte zunächst Ketumile Masire und von 1998 bis 2008 Festus Mogae, der am 30. Oktober 2004 seine zweite Wahlperiode begann. Am 1. April 2008 trat Mogae von seinen Ämtern zurück. Sein Nachfolger ist Ian Khama, der Sohn des ersten Staatspräsidenten.[23]

Alle Wahlen seit der Unabhängigkeit gelten als frei und fair, es besteht ein Mehrparteiensystem. Jedoch ist seit der Unabhängigkeit die von Seretse Khama gegründete Botswana Democratic Party (BDP) alleinige Regierungspartei. Das Mehrheitswahlrecht nach britischem Vorbild benachteiligt die zersplitterte Opposition. Zu ihr gehören die Botswana Congress Party (BCP), die Botswana National Front (BNF), die Botswana Alliance Movement (BAM), die Botswana People’s Party (BPP) und die 2010 im Streit um den zunehmend autoritären Führungsstil des Präsidenten Ian Khama von der BDP abgespaltene Botswana Movement for Democracy (BMD). Auch bei den letzten Wahlen im Oktober 2009 war die BDP wieder Wahlsiegerin und erreichte 53,26 % der Stimmen. Aufgrund des Mehrheitswahlrechts in den Wahlbezirken erreichte sie 45 der 57 Sitze. Sechs Sitze gingen an die BNF, vier an die BCP und je ein Sitz an die BAM und einen unabhängigen Kandidaten. Die Oppositionshochburgen sind allesamt in den urbanen Gebieten des Landes. Seit der Stärkung der Opposition durch die Abspaltung der BMD von der BDP verhandeln die drei stärksten Oppositionsparteien (BMD, BNF und BCP) über einen Zusammenschluss, um gemeinsam gegen die Vormachtstellung der BDP anzukämpfen. Eine Einigung konnte bisher allerdings nicht erreicht werden.

Rechtssystem[Bearbeiten]

Botswana ist ein Rechtsstaat, geprägt von einer dem römischen Recht („Roman Dutch Law“), das ist Gemeines Recht niederländischer Prägung, entlehnten Grundstruktur, wobei allerdings auch eine Rechtsprechung nach hergebrachtem Stammesrecht existiert.

Korruption[Bearbeiten]

Der von Transparency International gemessene Korruptionswahrnehmungsindex für Botswana erwies sich bislang immer als sehr günstig, 2005 belegte das Land zum Beispiel den Platz 32 (zum Vergleich: Schweiz-7, Österreich-10, Deutschland-16, Italien-40, Südafrika-46). Im Index von 2007 liegt Botswana dagegen nur noch auf dem 38. Rang mit einem Wert von 5,4[24] gegenüber 5,9[25] im Jahre 2005. In der aktuellen Liste von 2012 belegt Botswana den 30. Platz mit einem Wert von 65 und wird damit als weniger korruptionsanfällig eingeschätzt als die europäischen Nationen Spanien, Italien oder Polen.[26]

Menschenrechte[Bearbeiten]

Die freie Meinungsäußerung ist weitgehend gewährleistet. Gelegentlich kommen ethnische Spannungen auf und es soll auch – wenn auch selten – zu polizeilichen Übergriffen und Menschenrechtsverletzungen kommen. Laut Amnesty International wurde 2009 die Todesstrafe einmal angewendet und zweimal wurde das Urteil dazu ausgesprochen.[27] Amnesty International bemängelt zudem auch, dass die Todesurteile spontan und ohne öffentliche Bekanntmachung oder Information der Familien und Angehörigen vollstreckt werden.[28]

Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation arbeiten rund 13,5 % aller Kinder zwischen 10 und 14 Jahren, obwohl das Gesetz das Mindestalter auf 15 Jahre festgelegt hat. Viele Kinder in Botswana sind zudem Aidswaisen, so dass die ältesten Kinder oft für die gesamte Familie arbeiten müssen.[29][30]

Unter Diskriminierungen leiden besonders homosexuelle Menschen. Homosexualität ist illegal in Botswana und wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu sieben Jahren bestraft.[31] Auch gibt es eine starke Diskriminierung von Menschen mit HIV/AIDS. Einige Arbeitgeber entließen ihre Angestellten, nachdem sie von deren Krankheit erfahren hatten.[32]

Von Diskriminierung betroffen ist zudem die teilweise noch als Jäger und Sammler lebende, indigene Khoisan-Bevölkerung. Ihnen werden unter anderem Jagdrechte und Zugang zu natürlichen Wasserressourcen verweigert.[33] Das Central Kalahari Game Reserve in Botswana beheimatet insgesamt 5000 Khoisan (Gana, Gwi und Tsila). In diesem Gebiet wurden in den 1980er Jahren Diamanten gefunden, sodass die dort lebenden Menschen das Reservat verlassen mussten und in so genannten Umsiedlungslager ziehen mussten. Die dort herrschenden Bedingungen waren nicht menschenwürdig, sodass viele der Khoisan dem Alkoholismus verfielen oder Depressionen bekamen. Obwohl die Khoisan 2006 das Recht zugesprochen bekamen, auf ihr Land zurückzukehren, tut die Regierung in Botswana alles Mögliche, um den Menschen die Rückkehr zu erschweren. So durften sie beispielsweise wieder auf dem Land leben, den dort stehenden Brunnen jedoch nicht benutzen, sodass die Wasserversorgung in dem Reservat nicht mehr gewährleistet war. Nach einem langen Prozess wurde im Januar 2011 den Khoisan das Recht an der Nutzung des Brunnens wieder zugesprochen. Das oberste Berufungsgericht Botswanas entschied, dass die Khoisan das Recht auf Zugang zu Wasser auf ihrem Land haben.[34]

Außenpolitik[Bearbeiten]

Die Präsidentengarde empfängt William E. Ward, Chef des United States Africa Command

Gaborone in Botswana ist der Sitz der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC), einer Organisation, zu der sich 15 afrikanische Staaten zur wirtschaftlichen und politischen Integration im südlichen Afrika zusammengeschlossen haben.

Botswana ist Mitglied der Southern African Customs Union (SACU) (Botswana, Lesotho, Namibia, Südafrika und Swasiland), deren Verrechnungseinheiten faktisch auch eine Währungsunion bedingen.

Militär[Bearbeiten]

Zum Zeitpunkt seiner Unabhängigkeit im Jahre 1966 hatte Botswana noch kein Militär. Die Entstehung der Streitkräfte Botswanas ist eng mit einem Grenzkonflikt zum östlichen Nachbarstaat verbunden.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Im Dezember 1976 töteten Aufständische in Rhodesien einen römisch-katholischen Bischof, einen Priester und eine Nonne. Als Einheiten der Rhodesian Security Forces im selben Monat das Hauptquartier der Nkomo-Fraktion des ANC in Francistown angriffen, zerstörten sie dabei auch Einrichtungen von in Grenznähe lebenden Stämmen, die Flüchtlingen aus Rhodesien geholfen haben sollen. Diese Militäroperation mit Grenzübertritt wurde von einem regionalen Kommandeur Rhodesiens bestritten. Botswana führte jedoch vor dem UN-Sicherheitsrat darüber Beschwerde. Der damalige Außenminister Archie Mogwe berichtete im Januar vor der UN vom faktischen Kriegszustand in diesem Grenzbereich und bat um internationale Hilfe.[35]

Wiederholt erlitten Kinder und Mitarbeiter von Missionsstationen der Nederduitse Gereformeerde Kerk in grenznahen Orten Rhodesiens bei Guerilla-Aktionen Verwundungen und verloren das Leben. Im Januar entführten Aufständische 384 Jungen und Mädchen aus einer Missionsschule sowie einige Lehrer und zwangen sie zu einem Marsch über die Grenze nach Botswana. 22 Schüler und ein Lehrer konnten entkommen und kehrten zurück. Die botswanische Regierung erteilte die Genehmigung, dass die Verbliebenen von ihren Eltern mit Bussen abgeholt werden durften, wovon nur 53 Schüler Gebrauch machten. Die Restlichen erklärten, dass sie den Befreiungskampf unterstützen wollen. Im weiteren Verlauf des Jahres 1977 kam es zu weiteren Grenzübertritten von Flüchtlingen aus Rhodesien, darunter über 1000 Kinder und viele junge schwarze Rhodesier, die zuvor in ihrer Heimat Joshua Nkomo unterstützt hatten. Letztere wandten sich überwiegend in den Norden von Botswana und gingen in militärische Ausbildungslager des ANC, um später von dort mit einer Vickers Viscount nach Sambia verbracht zu werden. Die Regierung von Botswana hatte für solche Fremdaktivitäten keine Erlaubnis erteilt und schuf Anfang 1977 zur besseren Kontrolle der botswanisch-rhodesischen Grenze eine mobile Polizeieinheit. Während dieser Zeit kam es zu zahlreichen Sabotageakten und Bombenexplosionen entlang der Eisenbahnverbindung zwischen Salisbury und Bulawayo, wofür rhodesische Stellen das Eindringen von Insurgenten aus Botswana verantwortlich machten. Für die botswanische Zone parallel zur Grenze wurde ein Sonderstatus unter Polizeikontrolle errichtet.[35]

Im April 1977 schuf die Regierung die Botswana Defence Force. Die Konflikte setzten sich fort. Im Mai wurden nach Angaben des Rhodesian Combined Operations Command vermeintliche Guerillakämpfer bis auf botswanisches Territorium verfolgt, wobei es zu Kontakt mit den benachbarten Streitkräften, jedoch ohne Kampfhandlungen kam.[35]

Struktur[Bearbeiten]

Die heutigen Streitkräfte Botswanas haben eine Stärke von rund 12.000 Mann und ihr Oberkommandierender ist der Präsident.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Kgalagadi District Southern District Kweneng District South-East District (Botswana) Kgatleng District Ghanzi District North-West District North-East District Central District (Botswana) Angola Sambia Namibia Simbabwe SüdafrikaDistrikte Botswanas
Über dieses Bild

Botswana ist in neun Distrikte unterteilt:

  1. Central District
  2. Ghanzi District
  3. Kgalagadi District
  4. Kgatleng District
  5. Kweneng District
  6. North-East District
  7. North-West District
  8. South-East District (Botswana)
  9. Southern District

Der North-West District entstand 2001 aus der Fusion von Chobe District und Ngamiland District.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Tourismus im Chobe-Nationalpark

Bodenschätze[Bearbeiten]

Das volkswirtschaftliche Einkommen Botswanas beruht auf dem Erschließen von Bodenschätzen im Bergbau, auf der Fleischproduktion und auf Einnahmen aus dem Tourismus. Dabei macht der Diamanten-Export über 70 % des Gesamtexportwertes aus; die Diamantenminen werden von einer Gesellschaft (Debswana) betrieben, die je zur Hälfte dem botswanischen Staat und dem Diamantenkonzern De Beers gehört. Ab 2013 will De Beers sein gesamtes Angebot an Rohdiamanten aus aller Welt von der botswanischen Hauptstadt Gaborone statt wie bisher von London aus verkaufen.[36]

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus stellt einen weiteren wichtigen Wirtschaftszweig dar. Zu den Attraktionen zählen unter anderem die Nationalparks in Botswana.

Währung[Bearbeiten]

Das Land verfügt über eine stabile Währung, den Pula, dessen Wechselkurs sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro in den letzten Jahren angestiegen ist.

Entwicklung[Bearbeiten]

Bürogebäude in Gaborone

Botswana hatte im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ein sehr hohes Wirtschaftswachstum, das sich auf durchschnittlich jährlich 9 % belief. So hat sich das Land von einem der ärmsten Länder der Erde zu einem Land mit mittlerem Einkommen entwickelt und verfügt über das höchste Kredit-Rating in Afrika. Die Wachstumsrate ging aber zwischen 2003 und 2007 auf unter 5 % zurück. Botswana ist besonders stark von der Finanzkrise betroffen: 2009 wurde eine Rezession von 12 % festgestellt.[1]

Wegen seiner politischen Stabilität, wirtschaftlichen Entwicklung und der stetigen Verbesserung der Lebensumstände wird Botswana oft als ein „Musterland“ Afrikas bezeichnet. Dies ist einerseits dem Umstand zu verdanken, dass erst kurz nach Erlangung der Unabhängigkeit reichhaltige Diamantenminen entdeckt wurden (siehe Geschichte Botswanas), aber andererseits auch dem Umstand, dass die so gewonnenen Mittel auch tatsächlich überwiegend in die Entwicklung des Landes investiert wurden.

Durch die hohe AIDS-Rate und die damit verbundene hohe Sterblichkeit ist aber die weitere wirtschaftliche Entwicklung Botswanas gefährdet.

Staatshaushalt[Bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 3,868 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 2,675 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 11 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP).[1]

Die Staatsverschuldung betrug 2009 1,93 Milliarden US-Dollar oder 17,9 % des BIP.[1]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Infrastruktur[Bearbeiten]

Straßennetz[Bearbeiten]

Die Überlandstraßen Botswanas sind durchweg asphaltiert. Straßen zweiten Grades sind meist Staub- oder Schotterstraßen von unterschiedlicher Qualität. Straßen in den Nationalparks sind meist Pisten mit vielen Schlaglöchern. Während und nach der Regenzeit sind viele Straßen und Pisten nicht befahrbar.

Der Trans-Kalahari-Highway ist eine Fernstraße, die Johannesburg in Südafrika mit Walvis Bay in Namibia verbindet und durch Botswana verläuft.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schienenverkehr in Botswana

Die staatliche Botswana Railways verfügt über eine knapp 700 Kilometer lange Eisenbahnstrecke von der Grenze zu Südafrika (Ottoshoop/Ramatlabama) über Lobatse, Gaborone und Francistown nach Simbabwe (Plumtree). Lord Kitchener ließ diese Strecke im Burenkrieg bauen. Heute verkehren in Botswana ausschließlich Güterzüge. Der Personenzugverkehr wurde zum 1. April 2009 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.[38]

Luftverkehr[Bearbeiten]

Aufgrund der weiten Entfernungen und der teilweise schlechten Straßen gibt es viele kleine Flughäfen und Landepisten, die durch verschiedene Linien- und Charterflüge miteinander verbunden werden. Vom südafrikanischen Johannesburg werden Gaborone, Maun, Kasane und Francistown direkt angeflogen. Insbesondere in Maun werden zahlreiche touristische Lokalflüge der Allgemeinen Luftfahrt mit Kleinflugzeugen abgewickelt.

Energieversorgung[Bearbeiten]

Wichtigster Energieträger für den in Botswana erzeugten Strom ist die Steinkohle aus dem Bergwerk in Morupule. Diese wird in den Kohlekraftwerken von Morupule bei Palapye (bis 2013: 132 MW, seither 720 MW) und Selibe-Phikwe (60 MW) verstromt. Damit wird ein Großteil des Bedarfs Botswanas an elektrischer Energie gedeckt. Das Defizit an Elektrizität wird durch Stromimporte aus dem Nachbarland Südafrika ausgeglichen. Hierzu wurde 1995 die Vereinbarung zur Förderung des Zugangs und der Verteilung von Energie im südlichen Afrika, Southern African Power Pool (SAPP), unterzeichnet. Auf diesem Wege kauft Botswana einen Teil seines Stroms bei der südafrikanischen Eskom ein, etwa bei technischen Problemen des Kraftwerks Marupule.[39] Im Jahr 2008 wurden in Botswana insgesamt 2,85 TWh Strom verbraucht.[40] Dies entsprach einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 1350 kWh. Demgegenüber stand eine Eigenerzeugung von etwa einem TWh. 2013 wurde mit dem Ausbau des Morupule-Kraftwerkes die Eigenversorgung verbessert.[41]

Die geringe Bevölkerungsdichte des Landes erschwert eine flächendeckende Elektrifizierung. So leben zehn Prozent der Bevölkerung in Gemeinden mit weniger als 100 Einwohnern. Viele kleine Gemeinden sind noch nicht an das nationale Netz angeschlossen. Ein Plan zur Elektrifizierung der ländlichen Gebiete, der den Verbrauchern die Finanzierung der Erschließung erleichtern soll, liegt bereits vor. Dabei werden zehn Prozent der Anschlusskosten bei Einrichtung gezahlt und jeweils zehn Prozent in jedem der neun folgenden Jahre. Während im Jahr 2004 nur 22 % der Bevölkerung Zugang zu elektrischer Energie hatten, wurde für 2009 ein Anteil von 70 % erwartet. Die Vollversorgung wird etwa für 2016 prognostiziert.

Botswana zählt mit 3200 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Ländern der Erde. Im Jahr 1997 wurde ein Plan zur Nutzung der Photovoltaik in den ländlichen Bereichen entwickelt. De facto werden erneuerbare Energien in Botswana jedoch kaum genutzt: der Anteil der Solarthermie an der Warmwasserbereitung ist gleich null, für die Windenergienutzung besteht kaum Potenzial, und die Nutzung der großen Biomassenpotenziale (teils enormer lokaler Viehbestand) befindet sich noch in der Projektierungsphase.

Der gesamte Verbrauch an Erdöl (rund 13.000 Barrel pro Tag) wird importiert und stammt von Lieferanten in Südafrika.

Medien[Bearbeiten]

In Botswana gibt es mehrere Printmedien. Das sind Botswana Daily News, Botswana Gazette, Botswana Guardian, Midweek Sun Mmegi, Ngami Times, Sunday Standard und Voice.

Die botswanischen Hörfunksender ermöglichen differenzierte Informationsangebote. Betrieben werden Radio Botswana 1, Radio Botswana 2, Duma FM, Gabz FM und Yarona FM. Ergänzend dazu gibt es mehrere Fernsehanbieter. Dazu gehören das staatliche Botswana Television – BTV sowie die privaten Anbieter Gaborone Broadcasting Corporation Television und Multichoice DSTV (Multikanal-Service aus Südafrika).[42] Seit 2013 gibt es für den terrestrischen Empfang eine Ausstrahlung von Digitalfernsehen. Es wird dafür der aus Japan stammende ISDB-T-Standard genutzt, auf dem Territorium eines afrikanischen Staates bisher erstmalig.[43]

Kultur[Bearbeiten]

Unity Dow (2011)
seswaa mit einer Brotart

Die Kultur der Batswana wird wie die Sprache Setswana genannt. Sie ist durch traditionelle, aber auch moderne Einflüsse geprägt.

Die San sind Halbnomaden, während die meisten anderen Bewohner des Landes traditionell sesshaft waren und in Dörfern lebten, die bis heute von einem kgosi geleitet werden. Zu seinen Aufgaben gehört das Abhalten von Gerichtsverfahren in der kgotla.[44] Das Lebensweise in den Städten ist teilweise von modernen westlichen Normen geprägt.

Traditionelle Musik ist fest verwurzelt. In Kirchenchören und Schulen wird auf hohem Niveau gesungen. Die traditionelle Musik des Landes wird meist ohne Trommel, jedoch mit dominantem Gesang, Händeklatschen, der mit dem Bogen gestrichenen einsaitigen Trogzither segankuru (auch segaba, serankure), dem Lamellophon setinkane und dem Mundbogen segorogoro gespielt.[45] Heute überwiegen allgemein Gitarren. Häufig werden Lieder im Call-and-Response-Stil gesungen. Zunehmend werden Rock- und Hip-Hop-Bands gegründet. Auch die aus Südafrika bekannte Kwaito-Musik ist populär.[45]

Zu den bekannten Schriftstellern Botswanas zählen die gebürtige Südafrikanerin Bessie Head (1937–1986), die Schriftstellerin und Richterin am High Court Unity Dow (* 1959) und der Dichter Barolong Seboni (* 1957). Bekannt wurden auch die Kriminalromane um die botswanische Detektivin Mma Ramotswe, die der britische Autor Alexander McCall Smith (* 1948) verfasste. Als Literaturpreis werden die Bessie Head Literature Awards vergeben.

Im Nordwesten des Landes gibt es eine hochentwickelte Kunst des Korbflechtens, wozu Blätter der Mokola-Palme (Hyphane petersiana) verwendet werden, die mit pflanzlichen Farbstoffen aus der Umgebung behandelt werden.[46] Es gibt einige Töpfereien und Handwebereien im Land. Die ältesten Gemälde des Landes sind Felszeichnungen der San.

Das Nationalgericht ist seswaa, Rindfleisch mit dickem Maisbrei. Dazu wird häufig morogo gegessen, eine Art Spinat. Beliebt sind auch Ziegen- und Hühnerfleisch sowie westlich orientierte Grill-Gerichte. Örtlich werden auch mopane-Würmer gegessen, die Raupen des Schmetterlings Gonimbrasia belina.[47]

Literatur[Bearbeiten]

Einführungen, Nachschlagewerke, Gesamtdarstellungen[Bearbeiten]

  • Pauline E. Peters: Dividing the commons. Politics, Policy, and Culture in Botswana. University Press of Virginia, Charlottesville 1994 ISBN 978-0-8139-1551-7
  • Mogopodi H. Lekorwe: Botswana. Politics and Society. Van Schaik Publishers, Pretoria 1998, ISBN 978-0-627-02231-9
  • Godfrey Mwakikagile: Botswana Since Independence. New Africa Press 2009, ISBN 978-0-9802587-8-3
  • Willie Seth: Botswana and Its People. New Africa Press, 2008, ISBN 978-0-9814258-7-0
  • Godfrey Mwakikagile: Botswana. Profile of a Nation. Continental Press, 2010, ISBN 978-9987-9322-9-0
  • Abdi Ismail Samatar: An African Miracle. State and Class Leadership and Colonial Legacy in Botswana Development. Heinemann Educational Books, Portsmouth 1999, ISBN 978-0-325-00069-5
  • Fred Morton, Jeff Ramsay, Part Themba Mgadla (Hrsg.): Historical Dictionary of Botswana. (= Historical Dictionaries of Africa.) 4. Auflage. Scarecrow Press, Lanham 2008 ISBN 978-0-8108-5467-3
  • University of Edinburgh. Centre of African Studies (Hrsg.): Botswana. Education, Culture and Politics. Centre of African Studies, University of Edinburgh 1990
  • Gabriele Altheimer, Veit Dietrich Hopf, Bernhard Weimer: Botswana. Vom Land der Betschuanen zum Frontstaat. Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur. Lit Verlag, Münster 1994, ISBN 978-3-88660-511-8
  • Olaf Claus: Botswana: Südafrikanisches Homeland oder unabhängiger Frontstaat? Zur Handlungsfreiheit eines „kleinen“ Staates gegenüber seinem „mächtigen“ Nachbarn. Institut für Afrika-Studien, Hamburg 1992, ISBN 978-3-928049-11-5

Geographie[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

  • Fred Morton, Jeff Ramsay: The Birth of Botswana. A history of the Bechuanaland Protectorate from 1910 to 1966. Longman Botswana Gaborone 1987 ISBN 978-0-582-00584-6
  • Richard P Stevens: Historical dictionary of the Republic of Botswana. Scarecrow Press, Metuchen 1975, ISBN 978-0-8108-0857-7
  • Peter Fawcus, Alan Tilbury: Botswana. The Road to Independence. Pula Press and the Botswana Society, Gaborone 2000, ISBN 978-99912-61-68-3
  • J. Mutero Chirenje: A History of Northern Botswana, 1850-1910. Fairleigh Dickinson University Press, Rutherford 1977, ISBN 978-0-8386-1537-9
  • Jeff Ramsay, Part Themba Mgadla, Barry Morton: Building a Nation. History of Botswana from 1800 to 1910. Longman Botswana, Gaborone 1996, ISBN 978-99912-66-68-8
  • Ørnulf Gulbrandsen: The State and the Social. State Formation in Botswana and Its Pre-colonial and Colonial Genealogies. Berghahn Books, New York 2012, ISBN 978-0-85745-297-9
  • Thomas Tlou, Alec C. Campbell: Diamonds, Dispossession & Democracy in Botswana. Macmillan Botswana, Gaborone 1984, ISBN 978-0-333-36531-1
  • Anthony Sillery: Botswana. A Short Political History. (= Studies in African History. Band 8). Routledge, London 1974, ISBN 9780416756500

Politik[Bearbeiten]

  • John D. Holm, Patrick Molutsi, Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Democracy in Botswana. The Proceedings of a Symposium Held in Gaborone, 1-5 August 1988. Ohio University Press, Athens 1989, ISBN 978-0-8214-0943-5
  • Kenneth Good: Diamonds, Dispossession & Democracy in Botswana. Woodbridge Rochester 2008, ISBN 978-1-84701-312-5
  • Stephen John Stedman: Botswana. The Political Economy of Democratic Development. L. Rienner Publishers, Boulder 1992, ISBN 978-1-55587-305-9
  • Pierre Du Toit: State Building and Democracy in Southern Africa. Botswana, Zimbabwe, and South Africa. United States Institute of Peace Press, Washington D.C. 1995, ISBN 978-1-878379-46-7 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)

Militär[Bearbeiten]

  • Dan Henk: The Botswana Defense Force in the Struggle for an African Environment. Palgrave MacMillan, New York 2007, ISBN 978-0-230-60218-2

Wirtschaft[Bearbeiten]

  • J. Clark Leith: Why Botswana Prospered. McGill-Queen’s University Press, Montreal, 2005 ISBN 978-0-7735-2820-8
  • Seymour Patterson: Economic Growth in Botswana in the 1980s. A Model for Sub-Saharan Africa. Africa World Press, Trenton 2006, ISBN 978-1-59221-327-6

Kultur, Medien[Bearbeiten]

  • James Joseph Zaffiro: From Police Network to Station of the Nation. A Political History of Broadcasting in Botswana. International Academic Publishers, Denver 2000, ISBN 978-1-58868-024-2
  • Part Themba Mgadla: A History of Education in the Bechuanaland Protectorate to 1965. University Press of America, Lanham 2003, ISBN 978-0-7618-2488-6
  • James Denbow, Phenyo C. Thebe: Culture and customs of Botswana. (= Culture and Customs of Africa.). Greenwood Press, Westport 2006 ISBN 978-0-313-33178-7

HIV/AIDS[Bearbeiten]

  • Lovemore Togarasei, Sana K. Mmolai, Fidelis Nkomazana (Hrsg.): The Faith Sector and HIV/AIDS in Botswana. Responses and Challenges. Cambridge Scholars Publishing, Newcastle upon Tyne 2011, ISBN 978-1-4438-2694-5
  • Elizabeth Lule, Markus Haacker (Hrsg.): The fiscal dimensions of HIV/AIDS in Botswana, South Africa, Swaziland, and Uganda. World Bank Publications, Washington, D.C. 2011 ISBN 978-0-8213-8807-5
  • Frederick Klaits: Death in a Church of Life. Moral Passion during Botswana’s Time of AIDS. University of California Press, Berkeley 2010 ISBN 978-0-520-25965-2
  • H. Gayle Martin (Hrsg.): A Comparative Analysis of the Financing of HIV/AIDS Programs. In Botswana, Lesotho, Mozambique, South Africa, Swaziland and Zimbabwe. Human Sciences Research Council, Kapstadt 2005, ISBN 978-0-7969-2050-8
  • Nompumelelo Zungu-Dirwayi (Hrsg.): An audit of HIV/AIDS policies in Botswana, Lesotho, Mozambique, South Africa, Swaziland and Zimbabwe. Human Sciences Research Council, Kapstadt 2004, ISBN 978-0-7969-2066-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Botsuana – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Botswana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikimedia-Atlas: Botswana – geographische und historische Karten
 Wikivoyage: Botswana – Reiseführer

Landeseigene Links[Bearbeiten]

Internationale Links[Bearbeiten]

Landesprofil von Botswana bei Ministerien deutschsprachiger Staaten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l The World Factbook
  2. Human Development Index, abgerufen am 10. Oktober 2013
  3. http://plaque.free.fr
  4. Statoids.com
  5. Ständiger Ausschuss für geographische Namen: Liste der Staatennamen und ihrer Ableitungen im Deutschen (PDF; 234 kB), Liste der Staatennamen–1, Lfd-Nr. 25 (Seite 5). Hrsg.: StAGN-Geschäftsstelle im Bundesamt für Kartografie und Geodäsie (BKG), 9. Ausgabe, Juli 2006, Frankfurt/Main
  6. Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten: Liste der Staatenbezeichnungen (PDF; 53 kB)
  7. Ministry of Trade, Industry, Wildlife and Tourism of the Republic of Botswana – Botswana Tourism Board
  8. Ian Brownlie, Ian R. Burns: Botswana-Zambia (Quadripoint issue). In: African Boundaries: A Legal and Diplomatic Encyclopaedia. C. Hurst & Co., London 1979, ISBN 0-903983-87-7, S. 1098–1108.; Zusammenfassung unter African tripoints: Botswana-Namibia-Zambia von Michael Donner / Jesper Nielsen.
  9. S. Akweenda: VI: Quadripoint Theory. In: International Law and the Protection of Namibia’s Territorial Integrity. Martinus Nijhoff, Niederlande 23. April 1997, ISBN 90-411-0412-7, S. 201–3.
  10. Salzburger Nachrichten, 16. Oktober 2009 „Botswana — ein Lichtblick in Afrika“
  11. http://cpi.transparency.org/cpi2012/results/
  12. a b c  UNAIDS: UNAIDS Report on the global AIDS epidemic 2013. (Online (PDF; 1,4 MB), abgerufen am 2. März 2014).
  13. CIA-Factbook zu Botswana (englisch), abgerufen am 18. Juni 2010.
  14. a b c Übersicht zur Bildung in Botswana bei sacmeq.org (englisch), abgerufen am 27. Januar 2014
  15. a b c Übersicht über das Bildungssystem Botswanas (englisch), abgerufen am 27. Januar 2014
  16. School fees hit Botswana learners. BBC News am 18. Januar 2006
  17. Porträt der Universität bei cedol.org (englisch), abgerufen am 27. Januar 2014
  18. Website der Botho University (englisch), abgerufen am 27. Januar 2014
  19. Life expectancy in total - The World Bank
  20. Länderdatenbank der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung
  21. http://hdrstats.undp.org/en/countries/profiles/BWA.html
  22. http://apps.who.int/ghodata/?vid=60210
  23. http://allafrica.com/stories/200803311843.html
  24. http://www.transparency.de/uploads/media/Pressematerial_CPI2007_TI-S_deutsch_komplett.pdf
  25. http://www.transparency.de/uploads/media/05-10-05_CPI_2005_PressKITFinal.pdf
  26. http://www.transparency.org/cpi2012/results International Ergebnisse 2012.
  27. HINRICHTUNGEN UND TODESURTEILE 2009 Amnesty International
  28. http://www.amnestyusa.org/all-countries/botswana/page.do?id=1011122
  29. http://www.dol.gov/ilab/media/reports/iclp/tda2004/botswana.htm
  30. http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/welt/afrika/botswana?s=botswana#fn__3
  31. http://katholik.ch/themen-a-z/73-zeitzeichen/416-strafen-fuer-homosexualitaet.html
  32. http://www.state.gov/g/drl/rls/hrrpt/2003/27713.htm
  33. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6691
  34. http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute
  35. a b c SAIRR: A Survey of Race Relations in South Africa 1977. Johannesburg 1978, S. 590-592
  36. Handelsblatt Online: De Beers verlagert Rohdiamantenhandel aufgerufen 21. September 2011.
  37. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten. Fischer, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  38. Eurailpress abgerufen am 16. März 2009.
  39. Eskom diverts power to Botswana during emergency. Mail & Guardian vom 23. Februar 2014 (englisch), abgerufen am 23. März 2014
  40. Stromverbrauch
  41. Liste von Kohlekraftwerken in Afrika (englisch), abgerufen am 22. März 2014
  42. Media Institute of Southern Africa: Botswana. Fast Facts. auf www.misa.org (englisch)
  43. Duncan McLeod: Botswana launches digital TV. Mitteilung vom 30. Juli 2013 auf www.techcentral.co.za (englisch)
  44. Beschreibung der Lebensweise bei botswana.co.za (englisch), abgerufen am 26. Januar 2014
  45. a b Musik Botswanas bei knowbotswana.com (englisch), abgerufen am 26. Januar 2014
  46. A. B. Cunningham, S. J. Milton: Effects of Basket-weaving Industry on Mokola Palms and Dye Plants in Northwestern Botswana. In: Economic Botany. Vol. 41, No. 3, July–Sep 1987, S. 386–402. Digitalisat (englisch), abgerufen am 26. Januar 2014
  47. Überblick über die Ernährung in Botswana bei botswana.co.za (englisch), abgerufen am 26. Januar 2014

-21.76666666666724.033333333333Koordinaten: 22° S, 24° O