quid pro quo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Quid pro quo (lat.: dieses für das) ist ein Rechtsgrundsatz und ökonomisches Prinzip, nach dem eine Person, die etwas gibt, dafür eine angemessene Gegenleistung erhalten soll. Vergleichbar ist es mit den ebenfalls lateinischen Sprichwörtern manus manum lavat („Eine Hand wäscht die andere“) und do ut des („Ich gebe, damit Du gibst“).

Quid pro quo wird in der Soziologie und der Spieltheorie als Erklärungsansatz herangezogen, um kooperatives Verhalten bei Egoisten zu erklären (vgl. Homo oeconomicus).

Quidproquo (quid pro quo?, wörtlich was für wen?) bedeutet auch das versehentliche Vertauschen zweier Dinge und Quiproquo (wer für wen?) die Verwechslung zweier Personen.

Quid pro quo wird ebenfalls in der Pharmaziegeschichte als Terminus verwendet, um die Möglichkeit des Apothekers zum Ausdruck zu bringen, gewisse Komponenten einer Zubereitung durch andere zu ersetzen, zu substituieren.

In dem Spielfilm Das Schweigen der Lämmer soll der inhaftierte Serienmörder Hannibal Lecter der FBI-Agentin Clarice Starling bei der Aufklärung einer Mordserie helfen. Dazu ist er aber nur bereit, wenn sie Informationen über ihr Privatleben preisgibt. Diese Sequenz ist ein anschauliches Beispiel für dieses Prinzip; selbst Lecter spricht mehrfach von quid pro quo.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Robert Axelrod: Die Evolution der Kooperation. 7. Auflage. Oldenbourg, München 2009 (Originaltitel: The Evolution of Cooperation, übersetzt von Werner Raub, Thomas Voss), ISBN 978-3-486-59172-9 (Erscheinungsjahr des englischsprachigen Originals: 1984).

Weblinks[Bearbeiten]