Rehau (Unternehmen)

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Rehau Gruppe
Rehau Verwaltungszentrale AG[1]
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Gründung 1948
Sitz Muri bei Bern, Schweiz
Leitung Jobst Wagner
(VR-Präsident)[1]
Veit Wagner
(VR-Vizepräsident)[1]
Rainer Schulz
(CEO) Dr. Stefan Girschik (stellv. CEO) Georg Oswald (CFO)
Mitarbeiter Deutschland: ca. 8.000,
Europa: ca. 12.000,
Weltweit: über 18.000
Branche Polymerverarbeitung
Website www.rehau.com

Die Rehau Gruppe ist ein im Familienbesitz befindlicher Polymerverarbeiter, der in den Geschäftsfeldern Bau, Industrie und als Automobilzulieferer tätig ist. Rehau beschäftigt weltweit über 18.000 Mitarbeiter an mehr als 170 Standorten. Der Sitz der Unternehmenszentrale für den Geschäftsbereich Auto und Industrie ist in Rehau, für das Geschäftsfeld Bau in Erlangen. Die Verwaltungszentrale der Rehau Gruppe befindet sich in Muri bei Bern, Schweiz.[1][2]

Der Umsatz der deutschen Tochter, Rehau AG + Co, lag 2013 bei 1,6 Mrd. Euro, davon wurden ca. 35 Prozent durch Exportgeschäfte erzielt.[3] Der Umsatz der Gesamtgruppe beläuft sich auf ca. 2,8 Mrd. Euro.

Geschichte[Bearbeiten]

Helmut Wagner gründete das Familienunternehmen im Jahre 1948 in Rehau. Im Jahre 1962 wurde das erste Werk außerhalb Europas, in Montreal, eröffnet. Im Jahr 2000 gab Helmut Wagner die Leitung des Aufsichtsrates an seine Söhne Jobst Wagner und Veit Wagner ab. Des Weiteren ist die Rehau AG mit mehr als 2000 Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber der Stadt Rehau.[4]

Standorte[Bearbeiten]

Die Rehau Gruppe besitzt mehr als 170 Standorte in über 50 Ländern.

  • Deutschland: 10 Verkaufsbüros, 11 Werke, 2 Verwaltungen, 3 Logistikcenter
  • Europa: 59 Verkaufsbüros, 25 Werke, 11 Verwaltungen, 6 Logistikcenter
  • Weltweit: 105 Verkaufsbüros, 41 Werke, 23 Verwaltungen, 9 Logistikcenter

Corporate Social Responsibility[Bearbeiten]

Jobst Wagner, Präsident der REHAU Gruppe und Sohn des Firmengründers Helmut Wagner, ist Mitbegründer der Unternehmerinitiative Hochfranken.[5] Ziel des Zusammenschlusses von Unternehmern und Unternehmen aus dem Nordosten Oberfrankens ist, die Region als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren[6][7] und den Kontakt zwischen Bevölkerung und Industrie zu intensivieren. Unter anderem unterstützt die Initiative die jährlich stattfindenden Internationalen Hofer Filmtage.

In den Firmenräumen am Stammsitz Rehau (Oberfranken) finden regelmäßig Veranstaltungen, wie zum Beispiel Ausstellungen oder Konzerte, statt. Im Jahr 2007 wurde in einer eigens geschaffenen Kunsthalle innerhalb des Bürogebäudes eine einmalige Dauerausstellung mit großformatigen Holzschnitten des zeitgenössischen Schweizer Künstlers Franz Gertsch eröffnet. Mehrmals im Jahr öffnet das Unternehmen die Ausstellung für die Öffentlichkeit.

Kritik[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde in der Presse wiederholt kritisiert, die Bildung von Betriebsräten und andere gewerkschaftliche Aktivitäten entgegen gültiger Gerichtsbeschlüsse zu unterbinden.[8][9]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Best Office Award 2006[10]
    Für sein außerordentlich fortschrittliches Bürokonzept mit dem best Office Award 2006 in der Kategorie Mittelstand ausgezeichnet. In den Räumen einer ehemaligen Porzellanfabrik Zeh Scherzer & Co. ist eine moderne Bürowelt entstanden, die speziell auf die Arbeitsabläufe und Anforderungen der Mitarbeiter ausgerichtet ist.
  • Top-Arbeitgeber für Ingenieure 2012 (CRF)
  • Schweizer Standards – Aus bester Familie: 100 vorbildliche Schweizer Familienunternehmen[11]
  • Bayerischer Qualitätspreis 2011 in der Kategorie Industrie für Werk Viechtach 11 (zusammen mit Agfa-Gevaert HealthCare, Werk Werk Peißenberg, und Siemens, Motion Control Systems)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Firmendaten Handelsregister Bern
  2. Kurzprofil Rehau
  3. Jahresabschluss 2011 der REHAU AG + Co im elektronischen Bundesanzeiger
  4. Rehau: Ausbildungszentrum auf bauwelt.de, abgerufen am 1. April 2013.
  5. Unternehmerinitiative Hochfranken
  6. "Weltkonzern bekennt sich zum Standort Hochfranken" in: Frankenpost am 17. September 2008
  7. "Wir wollen der Region etwas zurückgeben" in: VDI Nachrichten vom 28. November 2008
  8. Die reichsten Deutschen: "Zuckerbrot und Peitsche". auf: Spiegel online. 21. Juli 2001.
  9. Mach's gleich richtig. In: Der Spiegel. 18/1992.
  10. Best Office Award
  11. Schweizer Standards – Aus bester Familie. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2010, ISBN 978-3-03823-606-1.

Weblinks[Bearbeiten]