Feuchtwangen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Höhe: | 452 m ü. NN | |
| Fläche: | 137,4 km² | |
| Einwohner: |
12.143 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 88 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91555 | |
| Vorwahlen: | 09852, 09855 (Aichau, Thürnhofen) | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN (alt: FEU) | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 145 | |
| Stadtgliederung: | 87 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Kirchplatz 2 91555 Feuchtwangen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Patrick Ruh (CSU) | |
| Lage der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach | ||
Feuchtwangen (fränkisch: Feichtwang) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach. Die mit 137 km² flächenmäßig größte Gemeinde des Regierungsbezirkes Mittelfranken und zehntgrößte Stadt Bayerns liegt direkt an der Romantischen Straße. Feuchtwangen ist eine von 13 sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Geographisch und geologisch liegt Feuchtwangen auf der Frankenhöhe, einem Teil des Schwäbisch-Fränkischen Schichtstufenlandes, das auch als Gips-Keuper-Landschaft bezeichnet wird. Charakteristisch für diese Landschaft ist der durch die geringe Widerstandskraft der Keuperschichten entstandene schnelle Wechsel von tiefen Talsenken und meist bewaldeten Höhenzügen. So konnten die Wasserläufe der Gegend hier breite Täler ausräumen. Die Stadt Feuchtwangen liegt im Tal der Sulzach, das weitläufige Stadtgebiet umfasst auch Teile des Wörnitztals.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Schnelldorf, Wörnitz, Dombühl, Aurach, Herrieden, Wieseth, Dentlein am Forst, Dürrwangen, Schopfloch, Dinkelsbühl (alle Landkreis Ansbach, Bayern) und Kreßberg (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg)
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Feuchtwangen hat 87 amtlich benannte Ortsteile:[2]
Klima [Bearbeiten]
-
Niederschlagsdiagramm für Feuchtwangen (blaue Kurve) vor den Mittelwerten (Quantilen) für Deutschland (grau)
In Feuchtwangen beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 729 mm.
Geschichte [Bearbeiten]
Die Stadt Feuchtwangen geht auf ein Benediktinerkloster zurück, das 818/819 erstmals urkundlich als „mittelbegütert“ erwähnt wird. Die Zustände im Kloster beschreiben 16 Briefe des gelehrten Mönchs Froumund und des Abtes Wigo aus den Jahren 991 bis 995. Spätestens 1197 war Feuchtwangen ein Chorherrenstift. Die Kanoniker waren keine Mönche, lebten in eigenen Häusern, verrichteten aber gemeinsam ihre Chorgebete in der Stiftskirche.
Neben dem Kloster gab es schon seit frühester Zeit eine dörfliche Niederlassung. Durch die Stauferkaiser erfolgte zwischen 1150 und 1178 die Stadtgründung. Im Jahr 1241 wurde Feuchtwangen Reichsstadt. Von da an bestand Feuchtwangen aus zwei selbständigen Gemeinwesen: der königlichen freien Reichsstadt südlich der Linie Untere Torstraße und Postgasse und dem Stift nördlich davon. Mit anderen Reichsstädten wie Rothenburg oder Dinkelsbühl versuchte die Stadt im Schwäbischen Städtebund die gemeinsamen Interessen gegenüber den Fürsten durchzusetzen. Feuchtwangen war durch die günstige Verkehrslage reich geworden und wurde mehrmals vom jeweiligen Kaiser verpfändet. Im Jahr 1376 schließlich wurden die Stadt und das Stift an die Burggrafschaft Nürnberg, die spätere Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach, verpfändet. Den Bürgern gelang es nicht mehr, ihre Stadt freizukaufen und so endete die Reichsfreiheit für Feuchtwangen relativ früh.
Um 1400 wurden beide Teile Feuchtwangens nach der Zerstörung der Stadt durch den Schwäbischen Städtebund 1388 mit einer gemeinsamen Mauer umgeben, wodurch das Verschmelzen zu einer Gemeinschaft begünstigt wurde. Die markgräfliche Stadt, Sitz eines Oberamtes und Ort verschiedener Märkte, gewann an Bedeutung, und im 15. und 16. Jahrhundert blühte sie wieder auf. Die Unruhen des Bauernkrieges ermöglichten die Einführung der Reformation, was 1533 in der gesamten Markgrafschaft geschah. Das Stift wurde 1563 eingezogen und seine Besitzungen fielen an den Markgrafen. Der Dreißigjährige Krieg brachte Elend und Not vor allem durch die Plünderungen der Soldateska Tillys im Jahre 1631. 1632 und 1634 nahmen Schweden und Kaiserliche mit, was an Besitz noch vorhanden war, und es dauerte Jahrzehnte, bis sich Stadt und Umland davon wieder erholten.
Bis 1791 blieb Feuchtwangen eine brandenburgisch-ansbachische Amtsstadt. Der letzte kinderlose Markgraf Carl Alexander trat sein Land an das Königreich Preußen ab. Nach nur 14 Jahren übernahmen die Franzosen kurz die Herrschaft über die Stadt, die jedoch schon ein Jahr später (1806) an das Königreich Bayern fiel. Feuchtwangen wurde Sitz eines Landgerichts, aus dem Bezirks-(Landrats-)amt und Amtsgericht entstanden.
Mindestens seit dem Ende des 18. Jahrhunderts waren jüdische Familien in der Stadt ansässig, die in der Museumsstraße 19 ihre Synagoge errichtet und im Jahre 1833 eingeweiht haben. Beim Novemberpogrom 1938 wurde das Gotteshaus von SA-Männern geschändet und niedergebrannt, woran seit 1984 eine Gedenktafel auf dem Gelände des Fränkischen Museums erinnert.[3]
In der langen Friedenszeit des 19. Jahrhunderts veränderte sich das Gesicht der Stadt stark. Der untere Torturm wurde ebenso wie Teile der Stadtbefestigung abgerissen. Das südlich gelegene Spitaltor brannte 1811 ab. Die Stadt wurde an eine Nebenlinie der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim angeschlossen. Dennoch stagnierte die Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg. Während manche der späteren Ortsteile Feuchtwangens im Zweiten Weltkrieg Schäden hatten, blieb die Kernstadt selbst verschont.
Ein erneuter Aufschwung setzte in der Nachkriegszeit durch den Zuzug vieler Heimatvertriebener ein. Feuchtwangen war seit 1961 Bundeswehrstandort. In der 1997 aufgegebenen Hochmeister-Kaserne waren Fernmeldeabteilungen der Luftwaffe stationiert.[4]
Durch die Gemeindegebietsreform verlor die Stadt ihre Funktion als Ämterstadt, gehörte jedoch durch den Zusammenschluss mit zehn umliegenden Gemeinden zu den zehn flächenmäßig größten Städten Bayerns. 1999 bezog die Bayerische Bauakademie als Fortbildungseinrichtung des Bayerischen Bauhandwerks das ehemalige Kasernengelände. Im Jahr 2000 wurde die staatliche Spielbank Feuchtwangen eröffnet, die 2005 erneut die am besten besuchte und umsatzstärkste aller bayerischen Spielbanken war.
Religionen [Bearbeiten]
- 68,3 % evangelisch
- 20,0 % katholisch
- 11,7 % sonstige
Eingemeindungen [Bearbeiten]
| Ehemalige Gemeinde |
Einwohner (1970) |
Datum | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Aichau | 710 | 1. Januar 1972 | Eingliederung von 524 der 710 Einwohner (mit Jakobsmühle, Löschenmühle, Oberahorn, Thürnhofen und Unterahorn), Umgliederung von 89 Einwohnern nach Wieseth, Umgliederung von 88 Einwohnern nach Herrieden, Umgliederung von 9 Einwohnern nach Dentlein am Forst |
| Aichenzell | 486 | 1. Januar 1972 | mit Esbach, Hammerschmiede, Herrnschallbach, Höfstetten, Kaltenbronn, Mögersbronn, Sommerau, Überschlagmühle, Walkmühle, Winterhalten und Zehdorf |
| Banzenweiler | 301 | 1. Juli 1971 | mit Bieberbach, Georgenhof, Jungenhof, Krebshof, Krobshausen, Leiperzell, Oberransbach, Oberrothmühle, Poppenweiler, Unterransbach, Unterrothmühle und Weiler am See |
| Breitenau | 768 | 1. Januar 1972 | mit Gehrenberg, Ratzendorf, Sperbersbach, Ungetsheim, Zischendorf und Zumhaus |
| Dorfgütingen | 542 | 1. Januar 1972 | mit Archshofen, Bonlanden, Böhlhof, Bühl, Dornberg, Krobshäuser Mühle, Neidlingen und Rödenweiler |
| Heilbronn | 457 | 1. Januar 1972 | mit Herbstmühle, Lichtenau, Metzlesberg, Rißmannschallbach, Wüstenweiler und Zumberg |
| Krapfenau | 473 | 1. Juli 1971 | mit Bernau, Eschenlach, Hainmühle, Koppenschallbach, Krapfenau-Mühle, Lotterhof, Oberlottermühle, Schönmühle, St. Ulrich, Unterlottermühle, Volkertsweiler, Wehlmäusel und Weikersdorf |
| Larrieden | 310 | 1. Januar 1972 | mit Heiligenkreuz, Oberhinterhof und Unterhinterhof |
| Mosbach | 639 | 1. Januar 1972 | mit Bergnerzell, Kühnhardt am Schlegel, Reichenbach, Seiderzell und Tribur |
| Vorderbreitenthann | 561 | 1. Januar 1972 | mit Charhof, Charmühle, Glashofen, Hinterbreitenthann, Oberdallersbach, Steinbach, Tauberschallbach, Unterdallersbach und Wolfsmühle |
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Stadt Feuchtwangen mit eingemeindeten Ortsteilen:
- 1939: 7.352 Einwohner
- 1950: 10.687 Einwohner
- 1961: 9.626 Einwohner
- 1979: 10.379 Einwohner
- 2003: 12.700 Einwohner
- 2009: 12.173 Einwohner
Stadt Feuchtwangen ohne eingemeindete Ortsteile:
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
| Parteien und Listen | % 2008 |
Sitze 2008 |
|
|---|---|---|---|
| CSU | Christlich Soziale Union | 42,34 | 11 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschland | 16,49 | 4 |
| Grüne | Grüne - Wir für Feuchtwangen | 19,18 | 4 |
| UBF | Unabhängige Bürgerschaft Feuchtwangen | 21,99 | 5 |
| Gesamt | 100 | 24 | |
| Wahlbeteiligung in % | 64,77 | ||
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bei der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 wurde Patrick Ruh (CSU) zum Bürgermeister gewählt.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: in Silber auf grünem Boden eine grüne Fichte.
Vom 14. bis 18. Jahrhundert war der schwarze Reichsadler das Stadtzeichen, die Fichte war ursprünglich das zweite Wappen der Stadt als Zeichen des äußeren Rats und des Stadtgerichts. Das Fichtenwappen ist seit 1819 das einzige Wappen.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Die Stadt pflegt Partnerschaften mit den Städten Lana in Südtirol (Italien) und Morhange in Lothringen (Frankreich).
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Die historische Altstadt [Bearbeiten]
- Am bekanntesten ist der Marktplatz, den Dehio in seinem Standardwerk zur Kunstgeschichte als „Festsaal Frankens“ bezeichnet hat.
- Der eiserne Röhrenbrunnen von 1726 am Marktplatz mit einer Statue der Minerva als Beschützerin von Handwerk und Gewerbe. Auf den einzelnen Feldern das brandenburgische Wappen der Ansbacher Markgrafen, das württembergische Wappen als Kennzeichen für die Eisenhütte in Königsbronn und die Fichte als Stadtwappen.
- Die Stiftskirche, im Kern romanisch mit späteren Erweiterungen, ist die ehemalige Klosterkirche der Benediktiner bzw. der Stiftschorherren mit einem Altarbild von Michael Wolgemut.
- Die Johanniskirche als ehemalige Pfarrkirche der Bürger dient jetzt auch als Taufkirche.
- Der romanische Kreuzgang stammt vermutlich aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. In seinem Obergeschoss befinden sich die sogenannten Handwerkerstuben mit original eingerichteten alten Werkstatträumen (Zuckerbäcker, Färber, Töpfer, Zinngießer, Schuhmacher, Weber).
- Erhaltengeblieben sind beträchtliche Teile des Stadtmauerrings aus der Zeit um 1400 mit einigen kleineren Wehrtürmen und dem sogenannten Zwinger (in Richtung Sulzachbrücke).
- Sehenswert sind die an den Marktplatz sich anschließenden Straßenzüge mit Museumsstraße, Untere Torstraße, Hindenburgstraße, Bärmeyerplatz u. a.
- Ebenso die malerischen Gassen an der Stadtmauer mit ihren Handwerker- und Ackerbürgerhäusern, die oft die Stadtmauer als Hausrückwand benutzen, z. B. Vorderer und Hinterer Spitzenberg, Hirtengasse, Gerbergasse, Webergasse, Jahnstraße.
- Die kleine Galerie im Forstamtsgarten; dort gibt es wechselnde Ausstellungen von zahlreichen Freizeitkünstlern.
- Das Obere Tor in der Hindenburgstraße ist das einzige noch existierende von ehemals drei Stadttoren. Das Untere Tor musste im 19. Jahrhundert dem wachsenden Verkehrsaufkommen weichen, das Spitaltor stürzte nach einem Brand ein.
- Der Kasten neben der Johanniskirche ist ein stattlicher Fachwerkbau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, der zum Teil auf den Fundamenten der Peter- und Pauls-Kapelle, des alten Karners, steht. Er diente später als Scheune für Naturalabgaben der Stiftsgüter und wird seit 1982 als Stadthalle genutzt.
- Das Taubenbrünnlein, auf dem die Sage der Gründung der Stadt durch Karl den Großen dargestellt ist.
- Die Schranne in der Unteren Torstraße mit einer Sammlung von historischen Feuerwehrgeräten.
- Das Fränkische Museum in der Museumsstraße ist eines der schönsten Volkskunstmuseen Süddeutschlands mit umfangreichen Beständen (z. B. Keramik). Es wurde nach zweijährigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen Ende Februar 2008 wieder eröffnet.
- Das Sängermuseum (Am Spittel 2–6) ist das einzige Chormuseum Deutschlands.
Baudenkmäler [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Fränkisches Museum:
Besonders sehenswert: eine reichhaltige Fayencensammlung, verschieden eingerichtete Wohnstuben im Wandel der Mode und ein neuer, geschickt eingepasster Eingangs- und Verbindungstrakt
- Sängermuseum des Deutschen Sängerbundes
- Handwerkerstuben im romanischen Kreuzgang: sie waren bisher während der Kreuzgangspiele nicht zugänglich, werden aber wegen des Umbaus des sogenannten Müsselhauses in Zukunft zugänglich gemacht werden; ist ab 2010 möglich
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Seit 1948 werden von Mitte Juni bis Mitte August die Kreuzgangspiele Feuchtwangen, ein professionelles Freilichttheater, veranstaltet.
- Jährlich in der zweiten Septemberhälfte findet auf dem Mooswiesenfestplatz die Mooswiese, das große Volksfest, statt.
- Alljährlich ist am Marktplatz in Feuchtwangen das Altstadtfest.
- Das Sommerfühlfestival, ein Kleinkunstfestival mit verschiedensten Bands, veranstaltet vom Verein Sommerfühl e. V.
Bildungseinrichtungen [Bearbeiten]
Schulen [Bearbeiten]
- das naturwissenschaftlich-neusprachliche Gymnasium
- die Johann-Georg-von-Soldner-Realschule,
- zwei Grund- und Hauptschulen,
- eine schulvorbereitende Einrichtung in Feuchtwangen.
Kindergärten [Bearbeiten]
In Feuchtwangen gibt es sechs Kindergärten, die über die Stadt verteilt sind.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Feuerwehr [Bearbeiten]
In der Stadt Feuchtwangen gibt es die Freiwillige Feuerwehr Feuchtwangen, zu der auch die Ortsfeuerwehren der Außenorte gehören. Die Feuerwehr Feuchtwangen ist eine Stützpunktfeuerwehr des Landkreises Ansbach. Sie verfügt über acht Fahrzeuge und ist für den abwehrenden Brandschutz, den technischen Hilfsdienst sowie für den Katastrophenschutz im Stadtgebiet zuständig. Außerdem gehört sie, neben den Feuerwehren aus Schnelldorf und Rothenburg ob der Tauber, zum Gefahrgutzug Ansbach-Land. Er ist zuständig für den westlichen Bereich des Landkreises Ansbach. In Feuchtwangen erfolgen auch die Standortausbildungen z. B. zum Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, Sprechfunker sowie Truppmann/Truppführer.
Polizei [Bearbeiten]
In Feuchtwangen besteht die Polizeiinspektion Feuchtwangen der Bayerischen Polizei. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf die Städte Feuchtwangen und Herrieden, die Marktgemeinden Bechhofen, Dentlein a. F. und Dombühl sowie die Gemeinden Aurach, Schnelldorf, Wieseth und Wörnitz.
Rettungsdienst [Bearbeiten]
Das Bayerische Rote Kreuz unterhält in Feuchtwangen eine Rettungswache mit sechs Fahrzeugen. Außerdem ist in bestimmten Saisonzeiten eine Motorradstreife des BRK in Feuchtwangen stationiert. Die Wache befindet sich an der Mooswiese neben dem Feuerwehrhaus.
Gesundheitswesen [Bearbeiten]
Feuchtwangen besitzt ein Kreiskrankenhaus mit 80 Betten. Es gehört seit dem 1. Januar 2003 zum Verbundsklinikum Landkreis Ansbach, das sich aus den Krankenhäusern Rothenburg, Feuchtwangen und Dinkelsbühl zusammensetzt. Es hat die Fachbereiche Rheumatologie und Innere Medizin. Des Weiteren sind eine Diakonie, ein Altenheim und mehrere Apotheken vorhanden.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Feuchtwangen liegt an der Bundesstraße 25, sowie an den Bundesautobahnen 6 und 7 (Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim). Die ehemalige B 14 zwischen Schwäbisch Hall und Aurach wurde zurückgestuft auf die Landesstraßen 2218 und 1066. Der Streckenverlauf führte von Schwäbisch Hall über Ilshofen, Crailsheim und Feuchtwangen nach Aurach.
Feuchtwangen liegt an der Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl, die von den Bayerischen Staatseisenbahnen abschnittsweise eröffnet wurde: am 15. April 1876 von Dombühl bis Feuchtwangen und am 1. Juni 1881 weiter nach Dinkelsbühl, das schon seit 1876 mit Nördlingen verbunden war. Seit dem 1. Juni 1985 findet kein regulärer Personenverkehr mehr statt. Das Bayerische Eisenbahnmuseum führt Fahrten mit Schienenbussen durch, seit 2006 auch ab Feuchtwangen.
Wichtige Industriezweige [Bearbeiten]
Folgende Industriebranchen haben in Feuchtwangen eine wichtige Bedeutung, sortiert nach Gewichtung:
- Kunststoffindustrie (Stoßstangen, Automobilzulieferer, Schläuche (teils Medizinisch), Küchenabschlussleisten)
- Papierindustrie (Verpackungen, Tüten, Kuverts, Medizinische Verpackungen)
- Metallindustrie (Spezialfertigung von Stahlbauteilen)
- Glasveredelungs-, Porenbeton- und Futtermittelindustrie
- mehrere Verteilzentren für Produkte großer Unternehmen auf Grund der Lage am Autobahnkreuz A6/A7
Personen [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
siehe Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Feuchtwangen
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Mönch Froumund und Abt Wigo (16 Briefe aus dem Benediktiner-Kloster 991–995)
- Walther von der Vogelweide (Geburtsort umstritten)
- Konrad von Feuchtwangen, Hochmeister des Deutschen Ordens
- Siegfried von Feuchtwangen, Hochmeister des Deutschen Ordens
- Georg Vogtherr (1487–1539), Stiftsprediger, Stadtpfarrer und Superintendent (er führte die Reformation in Feuchtwangen ein)
- Andreas von Gundelsheimer (1668–1715), Mediziner, Botaniker und Forscher unter Louis XIV und Leibarzt von König Friedrich I. und Friedrich Wilhelm I.
- Georg Christoph Hamberger (1726–1772), Literaturwissenschaftler und Lexikograph
- Georg Johann Ludwig Vogel (1742–1776), Orientalist und evangelischer Theologe
- Benedikt Christian Vogel (1745–1825), Arzt und Botaniker
- Johann Georg von Soldner (1776–1833), Geodät und Astronom
- Karl Altmann (1800–1861 München), Maler
- Ferdinand Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin (1812–1891), elsässischer Beamter
- Adalbert Schnizlein (1814–1868), Botaniker
- Ernst Graser (1860–1929), Professor und Chefarzt der Chirurgischen Universitätsklinik Erlangen
- Heinrich Fürst (1861–1944), Oberstudienrat, bekannter fränkischer Kunstmaler, 1885–1926 Zeichenlehrer und Turnlehrer an der Kgl. Kreisrealschule in Nürnberg
- Karl Stählin (1865–1939), Historiker
- Georg Fürst (1870–1936) Militärmusiker, Dirigent und Komponist
- Klaus Schmidt (* 1953), Archäologe
- Kurt Unger (* 1955), Kommunalpolitiker und stellvertretender Landrat des Landkreises Ansbach
- Manuel Fenn (* 1969), Regisseur
- Christiane Karg (* 1980), Sopranistin, Ensemblemitglied der Frankfurter Oper
- Cornelia Dumler (* 1982), deutsche Volleyball-Nationalspielerin
Weblinks [Bearbeiten]
- Stadt Feuchtwangen
- Feuchtwangen: Wappengeschichte vom HdBG
- Feuchtwangen: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120324/203238&attr=OBJ&val=1336
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 132
- ↑ Fernmelde- und Elektronische Aufklärung der Luftwaffe
- ↑ http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/feuchtwangen.htm
- ↑ http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
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