Reinhard Förtsch

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Reinhard Förtsch auf dem Symposium „Wikidata trifft Archäologie“ am 16. März 2013 in Berlin

Reinhard Förtsch (* 15. Oktober 1958) ist ein deutscher Klassischer Archäologe.

Reinhard Förtsch wurde 1989 an der Universität Göttingen bei Klaus Fittschen mit der Dissertation Archäologischer Kommentar zu den Villenbriefen des jüngeren Plinius promoviert. Anschließend wurde er Hochschulassistent am Archäologischen Institut der Universität zu Köln. Von 1989 bis 1990 war Förtsch mit Hilfe eines Reisestipendiums des Deutschen Archäologischen Instituts im Mittelmeerraum unterwegs und anschließend wieder Hochschulassistent in Köln. Dort erfolgte 1994 auch die Habilitation mit der Arbeit Kunstverwendung und Kunstlegitimation im archaischen und frühklassischen Sparta. Seit 1996 leitete Förtsch das Forschungsarchiv für Antike Plastik an der Universität zu Köln, 2010 umbenannt in Kölner Arbeitsstelle für Digitale Archäologie/CoDArchLab. Daneben lehrt er als außerplanmäßiger Professor an der Universität Köln. Seit August 2012 ist er als Wissenschaftlicher Direktor für Informationstechnologien am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin.[1]

Zentrales Projekt ist der Aufbau und die Weiterentwicklung der webbasierten archäologischen Objektdatenbank Arachne. Sie steht im Zusammenhang mit der Konzeption eines auf Semantic Web-Technologien basierenden, integrierten archäologischen Informationsmanagements innerhalb des Deutschen Archäologischen Instituts.[1]

Förtsch ist Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und war von Juli 2011 bis Juli 2012 Berater des Generalsekretärs des DAI beim Aufbau einer Säule der wissenschaftlichen Informationsverarbeitung. Er ist Mitglied im Arachne-Beirat des Deutschen Archäologischen Instituts und der Universität zu Köln, Mitglied des Claros-Konsortiums der Universität Oxford [2] sowie Mitglied des Lehr- und Forschungszentrum für die antiken Kulturen des Mittelmeerraumes an der Universität zu Köln. 1996 bis 2012 war er Herausgeber der wissenschaftlichen Monographienreihe Monumenta Artis Romanae. Er ist Board Member der Ross Scaife Digital Library der Tufts University. 2010 hielt er die Miriam S. Balmuth Lectures am Department of Classics der Tufts University in Medford[3] und erhielt einen Google Digital Humanities Award für das Projekt »Validating Metadata-Patterns for Google Books' Ancient Places and Sites«[4]. Im Akademischen Jahr 2011/2012 war er professore visitatore an der Università di Roma Tor Vergata, Dipartimento di Antichità e Tradizione Classica[5].

Schriften[Bearbeiten]

  • Archäologischer Kommentar zu den Villenbriefen des jüngeren Plinius. von Zabern, Mainz 1993, ISBN 3-8053-1317-9 (Beiträge zur Erschließung hellenistischer und kaiserzeitlicher Skulptur und Architektur, Band 13).
  • Kunstverwendung und Kunstlegitimation im archaischen und frühklassischen Sparta. von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-8053-2736-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reinhard Förtsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Georgios Chatzoudis: Archäologie digital. Interview mit Prof. Dr. Reinhard Förtsch. In: L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung vom 14. Oktober 2013
  2. http://explore.clarosnet.org/XDB/ASP/clarosHome/
  3. http://ase.tufts.edu/classics/balmuthlectures/2010/balmuthlectures.htm
  4. http://googlepolicyeurope.blogspot.com/2010/12/more-researchers-dive-into-digital.html
  5. http://antichita.uniroma2.it/index.htm