Reinhard Kreckel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Reinhard Kreckel (* 20. November 1940 in Nürnberg) ist ein deutscher Soziologe.

Leben und Arbeit[Bearbeiten]

Reinhard Kreckel studierte Soziologie, Geschichte und Philosophie in West-Berlin, Paris, Aix-en-Provence und München (dort Promotion 1969). Er war 1969-73 wissenschaftlicher Assistent an der Universität München, anschließend (bis 1977) Lecturer und Senior Lecturer für Soziologie an der Universität Aberdeen (Schottland). Von 1977–1992 lehrte er Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Er hatte Gastprofessuren an der New School for Social Research, New York, der Dalhousie Universität, Halifax, dem Institut d'Études Politiques, Paris, und dem Institut für höhere Studien, Wien, inne. Von 1992 bis 2006 lehrte er als Soziologe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1996–2000 war er ihr Rektor. Von 2001 bis 2010 war er Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Leucorea in Wittenberg. Seit 2011 ist er Senior Research Fellow am HoF.

Reinhard Kreckels wissenschaftlichen Interessen liegen auf dem Gebiet der theoretischen Makrosoziologie, der Soziologie sozialer Ungleichheiten, der Geschlechter- und der Hochschulforschung.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

als Autor
  • mit Karin Zimmermann: Hasard oder Laufbahn. Akademische Karrierestrukturen im internationalen Vergleich. Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2014, ISBN 978-3-931982-84-3.
  • Politische Soziologie der sozialen Ungleichheit (Theorie und Gesellschaft, Bd. 25). 3. erweiterte Auflage. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-593-37598-2.
  • Vielfalt als Stärke. Anstöße zur Hochschulpolitik und Hochschulforschung (Wittenberger Hochschulforschung). Lemmens, Bonn 2004, ISBN 3-932306-58-9.
  • mit Friedrich von Krosigk, Georg Ritser, Roland Schütz und Gerhard Sonnert: Regionalistische Bewegungen in Westeuropa. Zum Struktur- und Wertwandel in fortgeschrittenen Industriegesellschaften (Forschungsstelle Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Bd. 19). Leske & Budrich, Opladen 1986, ISBN 3-8100-0582-7.
  • Soziologisches Denken. Eine kritische Einführung (UTB, Bd. 574). 3. Auflage. Leske & Budrich, Opladen 1983, ISBN 3-8100-0166-X.
  • Soziologische Erkenntnis und Geschichte. Über Möglichkeit und Grenzen einer empirisch-analytischen Orientierung in den Humanwissenschaften (Beiträge zur soziologischen Forschung, Bd. 6). Westdeutscher Verlag, Opladen 1972, ISBN 3-531-11067-5. (zugl. Dissertation, Universität München 1969)
  • mit Ditmar Brock und Hartwig Thode: Vertikale Mobilität und Immobilität in der Bundesrepublik Deutschland. Bericht einer Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (Mitteilungen aus dem Institut für Raumordnung, Bd. 75). Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung, Bonn-Bad Godesberg 1972.
als Herausgeber
  • Zwischen Promotion und Professur. Das wissenschaftliche Personal in Deutschland im Vergleich mit Frankreich, Großbritannien, USA, Schweden, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2008, ISBN 978-3-931982-61-4.
  • mit Jan-Hendrik Olbertz und Peer Pasternack: Qualität. Schlüsselfrage der Hochschulreform (Wittenberger Hochschulforschung). Beltz, Weinheim 2001, ISBN 3-89271-943-8.
  • Soziale Ungleichheiten (Soziale Welt/Sonderband, 2). 2. Auflage. Schwartz, Göttingen 1990, ISBN 3-509-01341-7.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]