Richard von Schnitzler

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Richard Schnitzler, seit 1913 von Schnitzler (* 30. April 1855 in Köln; † 10. November 1938 ebenda) war ein deutscher Bankier, Industrieller und Mäzen.

Leben[Bearbeiten]

Richard Schnitzler wurde als Sohn des Kölner Bankiers Eduard Schnitzler (jun.) (* 1823) geboren und studierte nach dem Schulbesuch in Köln an den Universitäten Bonn, Berlin und Göttingen Rechtswissenschaften. In Bonn war er Mitglied des Corps Palatia und in Göttingen gehörte er der Hannovera an. Er schloss das Studium mit der Promotion zum Dr. iur. ab.

Nach einer Bankausbildung in Berlin und London trat er in die Bank seines Vaters, das Bankhaus J. H. Stein in Köln ein und wurde 1881 deren Teilhaber. 1913 erfolgte die Erhebung in den Preußischen Adelsstand. Er war Geheimer Kommerzienrat und Generalkonsul des Königreichs Schweden. Seine zweite Ehefrau war Ottilia Henriette Josephine Mumm von Schwarzenstein, Tochter des Industriellen und Weingroßhändlers Christian Mumm von Schwarzenstein und Nachfahrin des Gründers der Eau de Cologne-Fabrik „Farina gegenüber“. Als Mäzen hatte Schnitzler lange Jahre den Vorsitz des Kölnischen Kunstvereins und des Vereins der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums in Köln inne.

Aufsichtsrat der IG Farben 1926

Richard von Schnitzler und sein Neffe Georg von Schnitzler wirkten maßgeblich am Zusammenschluss der I.G. Farben mit, er war Mitglied des Aufsichtsrates dieser Gesellschaft, Georg von Schnitzler wechselte im Zuge des Zusammenschlusses vom Vorstand der Hoechst AG in den Vorstand der I.G. Farben als kaufmännischer Leiter.

Richard von Schnitzlers Tochter Ottilie Marie Edith (1892–1951) war mit Kurt Freiherr von Schröder (* 24. November 1889 in Hamburg; † 4. November 1966 ebenda) verheiratet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrich S. Soénius: Schnitzler. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 332 f. (Digitalisat).
  • Otto Helmut Förster: Die Sammlung Dr. Richard von Schnitzler. München 1931.
  • Edmund Lüthgen, Walter Bombe: Die Sammlung Dr. Richard von Schnitzler. Klinkharddt & Biermann, 1914.

Weblinks[Bearbeiten]