Rigole

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Mulden-Rigolensystem in der EXPO-Siedlung am Kronsberg in Hannover

Eine Rigole ist ein unterirdischer, seltener auch teilweise oberirdischer Pufferspeicher, um eingeleitetes Regenwasser aufzunehmen und zu versickern. Dazu ist eine Rigole mit Kies oder anderen, kontakterosionssicher abgestuften Materialien ausgefüllt.

Aufbau und Eignung[Bearbeiten]

Rigolen zeichnen sich durch eine gute Rückhaltewirkung und bedingt durch ihre unterirdische Lage durch geringen Flächenbedarf aus. Sie bieten jedoch keine Wartungsmöglichkeit und unterliegen der Möglichkeit einer Verstopfung. Vor der Zuleitung in die Rigole sollte deshalb ein Sandfang (auch Feststoffsammler) eingebaut sein, um ein Ablagern von Schmutz, Steinen, Kies und ähnlichen Materialien in den Rigolenporen zu verhindern. Ein Eintrag würde langfristig zum Auffüllen der Rigole mit wasserundurchlässigem Material führen und diese dann keine ordnungsgemäße Regenwasserversickerung mehr bieten. Unterirdische Rohrrigolen oder Rigolenquader können problemlos unter gepflasterten Wegen und befahrbaren Bereichen verbaut werden.

Dimensionierung[Bearbeiten]

Qs = (b + 0{,}5h) \cdot L \cdot 0{,}5K_f in m³/s


\boldsymbol{Qs} = Versickerbarer Volumenstrom in m³/s
\boldsymbol{b} = Sohlbreite der Rigole in m
\boldsymbol{h} = nutzbare Höhe in m
\boldsymbol{L} = Länge in m
\boldsymbol{K_f} = Durchlässigkeitsbeiwert in m/s (z. B. ca. 0,0001 m/s bei Sand)

Weblinks[Bearbeiten]