Ruine Leonrod

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Ruine Leonrod
Vorgelagerter Turm der Burgruine Leonrod

Vorgelagerter Turm der Burgruine Leonrod

Alternativname(n): Burg Lewenrode
Entstehungszeit: 1200 bis 1300
Burgentyp: Niederungsburg, Wasserburg
Erhaltungszustand: Umfassungsmauern, Bergfried
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Dietenhofen-Leonrod
Geographische Lage 49° 24′ 16,3″ N, 10° 39′ 52,9″ O49.40452710.664691350Koordinaten: 49° 24′ 16,3″ N, 10° 39′ 52,9″ O
Höhe: 350 m ü. NN
Ruine Leonrod (Bayern)
Ruine Leonrod

Die Ruine Leonrod, auch Burg Lewenrode genannt, ist die Ruine einer Wasserburg an einem Teich im Biberttal am Rand des Ortsteils Leonrod des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach in Bayern.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wasserburg wurde im 13. Jahrhundert als Stammsitz und Ganerbenburg von den Herren von Leonrod, die aus den Herren von Buttendorf hervorgingen, zur Sicherung einer wichtigen Straßenverbindung nach Nürnberg erbaut und 1235 mit einem Rudolf „miles de Lewenrode“ erstmals erwähnt.

Im 14. und 16. Jahrhundert wurden bauliche Veränderungen an der Burg vorgenommen. Vom Dreißigjährigen Krieg blieb die Burg verschont, doch kurz danach 1651 fiel sie durch Fahrlässigkeit einem Brand zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut. Im 17. bis 18. Jahrhundert wurde ein Jägerhaus erbaut. Die Burg befindet sich heute im Besitz einer Erbengemeinschaft, die auf das 1951 ausgestorbene Adelsgeschlecht zurückgeht.

Einer der Angehörigen des Adelsgeschlechts war Franz Leopold Freiherr von Leonrod, der von 1867 bis 1905 Bischof von Eichstätt war und zu den bedeutendsten Bischöfen der Diözese zählte.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die von einem tiefen Burggraben umgebene sehr große Burganlage verfügte über vier Gebäude um einen rechteckigen 20 Meter hohen Bergfried mit Hocheingang in 9 Metern Höhe, auf einer Grundfläche von 6 mal 6 Metern und einer Mauerstärke von etwa 2 Metern. In der Vorburg befand sich die Burgkapelle, St. Georgskapelle von 1327, sowie das Jägerhaus mit Walmdachbau und Fachwerkobergeschoss. Die Burganlage zeigt heute noch den fast erhaltenen Bergfried und stattliche Mauerreste, Gewölbe und den Brunnen im Burghof sowie einen Vorturm. Die Burgstelle ist heute ein Bodendenkmal.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Krüger: Die Deutschen Burgen und Schlösser in Farbe. Burgen, Schlösser, Festungsanlagen, Herrenhäuser und Adelspalais in der Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West). Wolfgang Krüger Verlag/S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8105-0228-6.
  • Ursula Pfistermeister: Wehrhaftes Franken: Burgen, Kirchenburgen, Stadtmauern. Band 1: um Nürnberg. Verlag Hans Carl, Nürnberg 2000, ISBN 3-418-00384-2, S. 64-65.

Weblinks[Bearbeiten]