Landkreis Ansbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Ansbach Deutschlandkarte, Position des Landkreises Ansbach hervorgehoben49.2510.47Koordinaten: 49° 15′ N, 10° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Verwaltungssitz: Ansbach
Fläche: 1.972 km²
Einwohner: 178.914 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Kreisschlüssel: 09 5 71
Kreisgliederung: 58 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Crailsheimstr. 1
91522 Ansbach
Webpräsenz: www.landkreis-ansbach.de
Landrat: Jürgen Ludwig (CSU)
Lage des Landkreises Ansbach in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Ansbach im Regierungsbezirk Mittelfranken ist flächenmäßig der größte Landkreis Bayerns. Die kreisfreie Stadt Ansbach ist ganz vom Landkreis Ansbach umgeben.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Europäische Wasserscheide trennt von Nordwesten bis Südosten des Landkreises die Wasserläufe zu den großen Flüssen Rhein und Donau. Der tiefste Punkt im Landkreis liegt bei Tauberzell (298 m ü. NN), der höchste Punkt ist der Hesselberg mit 689,4 m ü. NN.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Fürth, Roth, Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries (alle in Bayern) sowie an die Landkreise Ostalbkreis, Schwäbisch Hall und Main-Tauber-Kreis (alle in Baden-Württemberg).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bildung des heutigen Landkreises Ansbach.

Landgerichte[Bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Landkreises Ansbach gehörte vor 1800 überwiegend zum Fürstentum Ansbach, den Reichsstädten Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl sowie kleineren Herrschaftsgebieten. 1802 kam das Gebiet zu Bayern und es entstanden die Landgerichtsbezirke Ansbach, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Heilsbronn, Herrieden, Leutershausen, Rothenburg ob der Tauber und Wassertrüdingen sowie das Herrschaftsgericht Schillingsfürst, aus dem 1840 das Landgericht Schillingsfürst hervorging. Alle Gerichtsbezirke gehörten ab 1808 zunächst zum Rezatkreis (Hauptstadt Ansbach) bzw. ab 1838 zu Mittelfranken. Die Städte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber waren 1809 kreisunmittelbare Städte geworden und unterstanden somit direkt der Kreisverwaltung.

Bezirksämter[Bearbeiten]

Das Bezirksamt Ansbach wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Ansbach und Leutershausen neu gebildet.[2] Ebenso wurden die Landgerichte Dinkelsbühl und Wassertrüdingen zum Bezirksamt Dinkelsbühl, die Landgerichte Feuchtwangen und Herrieden zum Bezirksamt Feuchtwangen sowie die Landgerichte Rothenburg und Schillingsfürst zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber zusammengefasst. Die Städte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber gehörten keinem Bezirksamt an.

Das Bezirksamt Heilsbronn, das im Jahr 1862 in Fortführung des Landgerichts älterer Ordnung Heilsbronn gebildet wurde, wurde am 1. Januar 1880 auf die Bezirksämter Ansbach, Gunzenhausen und Schwabach aufgeteilt.[3] Das Bezirksamt Ansbach trat Gemeinden an die Bezirksämter Rothenburg ob der Tauber und Uffenheim ab. Zudem erhielt das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Gemeinde Preuntsfelden des Bezirksamtes Uffenheim.

Landkreise[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[4] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Ansbach, Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Rothenburg ob der Tauber.

Die Stadt Dinkelsbühl wurde am 1. April 1940 wieder dem Landkreis Dinkelsbühl zugeteilt, ebenso die Stadt Rothenburg ob der Tauber dem gleichnamigen Landkreis, doch wurde dies im Falle Rothenburgs am 1. April 1948 wieder rückgängig gemacht, während Dinkelsbühl die Kreisfreiheit nicht wiedererlangte.

Am 1. Oktober 1970 wurde die Stadt Ansbach um die Gemeinde Eyb des Landkreises vergrößert.

Am 1. Juli 1971 wurde der Landkreis Feuchtwangen um Gemeinden des Landkreises Dinkelsbühl vergrößert.

Landkreis Ansbach[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 die kreisfreie Stadt Rothenburg ob der Tauber sowie die Landkreise Ansbach, Dinkelsbühl und größtenteils Feuchtwangen und Rothenburg ob der Tauber sowie einige Gemeinden der Landkreise Gunzenhausen, Schwabach und Neustadt an der Aisch zum heutigen Landkreis Ansbach, dem flächengrößten Landkreis in Bayern, vereinigt. Rothenburg ob der Tauber erhielt aufgrund des Verlusts der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt. Ansbach blieb als kreisfreie Stadt erhalten. Sie wurde durch Eingemeindung einiger Gemeinden der Landkreise Ansbach und Feuchtwangen vergrößert und wurde Sitz des neuen Landkreises Ansbach. Am 1. Januar 1998 wurde auch Dinkelsbühl wegen seiner historischen Bedeutung bzw. aufgrund der Tatsache, dass sie bis 1940 kreisfrei war, zur Großen Kreisstadt erhoben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2008 wuchs der Landkreis Ansbach um fast 23.000 Einwohner bzw. um rund 14 %. Seit 2005 ist die Tendenz nach einem Höchststand von rd. 184.600 Einwohnern rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 111.153 116.024 117.077 168.909 149.022 155.809 157.632 178.265 183.207 183.755 181.417 178.289

Politik[Bearbeiten]

Landratsamt[Bearbeiten]

Das Landratsamt befindet sich in der Crailsheimstraße 1 in der kreisfreien Stadt Ansbach. Zudem gibt es weitere sechs Außenstellen im Kreisgebiet.

Landräte[Bearbeiten]

Zum Nachfolger von Rudolf Schwemmbauer als Landrat wurde am 25. März 2012 Jürgen Ludwig (CSU) mit 60,27 % der Stimmen gewählt. Die Wahl war nötig geworden, da Schwemmbauer aufgrund einer beginnenden Parkinsonerkrankung beim Kreistag um vorzeitige Entbindung vom Amt des Landrats zum 30. April 2012 gebeten hatte.[5] Zu stellvertretenden Landräten wurden auf der konstituierenden Sitzung Kurt Unger (SPD) und Stefan Horndasch (CSU) bestimmt.

Kreistag[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014[6][7]
Wahlbeteiligung: 62,4 % (2008: 67,3 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,0 %
17,6 %
18,3 %
12,4 %
6,0 %
4,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,2 %p
-0,8 %p
+2,3 %p
+2,5 %p
+0,6 %p
-0,3 %p

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Kreistag:[6][7]

2002 2008 2014
CSU 36 32 29
SPD 14 13 12
Freie Wähler 10 11 13
Grüne 4 7 9
ödp 3 4 4
FDP 3 3 3
Summe 70 70 70

Bürgerschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Das Lokale Bündnis für Familie läuft im Jahr 2008 noch als eines von bundesweit mehreren Modellprojekten. Es dient der Förderung der Familien und des bürgerschaftlichen Engagements in Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung, Bürgern, Bildungseinrichtungen und Vereinen.

Wappen[Bearbeiten]

Aktuelles Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 24. Juli 1979 durch Bescheid der Regierung von Mittelfranken genehmigt.

Blasonierung: „Unter gespaltenem Schildhaupt, darin vorne geviert von Silber und Schwarz, hinten in Rot drei silberne Spitzen, in Gold ein rot bewehrter schwarzer Doppeladler.“

Bedeutung: Das Wappen nimmt Bezug auf drei frühere Regentschaften im Bereich des heutigen Landkreises Ansbach:
Das gesamte Gebiet gehörte im frühen Mittelalter zum Herzogtum Franken, das ursprünglich vom jeweiligen Kaiser als reichsunmittelbares Gebiet selbst regiert wurde. Herrschaftssymbol war der Reichsadler als Zeichen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Zur Repräsentation der ehemaligen Reichsstädte Rothenburg und Dinkelsbühl sowie der reichsfreien Stadt Feuchtwangen wurde der sogenannte Reichsadler Bestandteil des Landkreiswappens.
1168 wurden die Bischöfe von Würzburg nominell Herzöge von Franken. Sie führten als Herrschaftszeichen den sogenannten fränkischen Rechen, der ab 1804 auch in das bayerische Wappen aufgenommen wurde. Heute verwenden alle drei fränkischen Regierungsbezirke und Schillingsfürst (früher Frankenheim) dieses heraldische Zeichen.
Ansbach als Mittelpunkt des Landkreises war von 1456 bis 1791 Hauptstadt der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach unter den Hohenzollern. Der preußische Zweig der Familie beherrschte noch bis 1806 den größten Teil des Gebiets des heutigen Landkreises. Diese Tatsache symbolisiert die Verwendung der sogenannten Hohenzollernvierung im Landkreiswappen.[8]

Historisches Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Unter Schwarz und Silber geviertem Schildhaupt in Grün ein schräglinker silberner Wellenbalken.“

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaftsstruktur im Landkreis Ansbach wird durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt. Als besonders wichtige Branchen lassen sich die kunststoffverarbeitende Industrie und Unternehmen der Informationstechnik nennen.

Der Playmobil-Hersteller geobra Brandstätter beschäftigt in Dietenhofen rund 600 Mitarbeiter. Die Kunststoffspritzerei ist eine der größten in Europa. Die Firma Pan-plast in Aurach fertigt Kunststoff-Formteile für die Branchen Elektrotechnik, Automobilbau und Medizintechnik. Mittelständische IT-Unternehmen ergänzen die sonst eher an der „old economy“ ausgerichtete Wirtschaftsstruktur im Landkreis Ansbach.

Kultur und Bildung[Bearbeiten]

Der Marktplatz in Feuchtwangen wird auch als Festsaal Frankens bezeichnet.

Kultur[Bearbeiten]

Im Landkreis Ansbach gibt es viele verschiedene kulturelle Veranstaltungen: Von den vielen Kirchweihen im Jahresablauf bishin zu den großen Konzertveranstaltungen wie das Taubertal-Festival in Rothenburg ob der Tauber.

Bildung[Bearbeiten]

Der Landkreis betreibt viele Schulen in den einzelnen Gemeinden: Die Realschulen in Heilsbronn und Dinkelsbühl zum Beispiel.

In der vom Landkreis umschlossenen Stadt Ansbach gibt mehrere Schulen, die rege von den Schülern aus dem Landkreis genutzt werden. In Weidenbach-Triesdorf sind die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf angesiedelt.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Jüdische Friedhöfe[Bearbeiten]

Im Landkreis Ansbach gibt es drei jüdische Friedhöfe: In Bechhofen, in Rothenburg ob der Tauber und in Schopfloch. Dabei ist der Friedhof in Bechhofen mit 2223 Grabsteinen der größte.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Der Landkreis wird von zwei Bundesautobahnen durchquert, die A 6 von West nach Ost in der Mitte des Landkreises, die A 7 von Nord nach Süd am westlichen Rand des Landkreises. Beide Bundesautobahnen treffen sich am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim.

Neben den Bundesstraßen 13, 14 und 25 verlaufen kurze Teilstücke der B 466 östlich von Windsbach und der B 470 nordöstlich von Rothenburg ob der Tauber durch den Landkreis.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen AN zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Ansbach AA bis AZ 100 bis 999
CA bis CZ
JA bis JZ
KA bis KY
NA bis NZ
RA bis RZ
SC bis SZ
Altkreis Dinkelsbühl DA bis DZ
LA bis LZ
Altkreis Feuchtwangen EA bis EZ
PA bis PZ
Altkreis Rothenburg ob der Tauber HA bis HZ
MA bis MZ

Seit dem 10. Juli 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen DKB (Dinkelsbühl), FEU (Feuchtwangen) und ROT (Rothenburg ob der Tauber) erhältlich.

Bahnlinien[Bearbeiten]

In der Kreisstadt kreuzen sich zwei wichtige Eisenbahnlinien: Von Nord nach Süd führt die Strecke Würzburg – Treuchtlingen, deren erster Teil 1859 auf Kosten der Stadt Ansbach als Anschlussbahn erbaut wurde; diese stellte in Gunzenhausen einen Abzweig von der Staatsbahn Nürnberg – München her, die schon im Jahre 1849 bei Wassertrüdingen das Kreisgebiet berührt hatte.

Die Bayerischen Staatseisenbahnen setzten 1864 den Bau von Ansbach in Richtung Würzburg fort. 1875 nahmen sie die Ost-West-Linie Nürnberg – Ansbach – Crailsheim in Betrieb.

Die ländlichen Gegenden und zahlreiche Kleinstädte wurden bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges mit staatlichen Lokalbahnen versorgt: Schon 1876 führten Stichbahnen einerseits von Dombühl an der Ost-West-Strecke nach Feuchtwangen und andererseits von Nördlingen nach Dinkelsbühl, die ab 1881 miteinander verbunden wurden. 1905 nahm man die Lokalbahn von Dombühl über Schillingsfürst nach der Stadt Rothenburg o. T. in Betrieb, die allerdings bereits seit 1873 eine Verbindung nach Steinach an der Hauptstrecke Ansbach – Würzburg besaß.

Von der Hauptstrecke Nürnberg – Crailsheim zweigten ferner folgende Lokalbahnen ab: 1894 Wicklesgreuth – Neuendettelsau – Windsbach und 1903 Leutershausen-Wiedersbach – Herrieden – Bechhofen. 1914/15 erhielten einige Gemeinden östlich von Ansbach einen direkten Bahnanschluss durch die Bibertbahn vom Bahnhof Nürnberg-Stein nach Unternbibert-Rügland.

Damit war das Eisenbahnnetz auf 229 km Länge angewachsen. In den Jahren 1966 bis 1985 wurde der Personenverkehr auf 107 km eingestellt:

Seitdem werden nur noch das Kreuz der Hauptbahnen und zwei Nebenbahnen von 122 km mit Personenverkehr bedient. Allerdings stehen zusätzlich 45 km für Museumsbahnen zur Verfügung.

Es wird aber eine Reaktivierung der Bahnstrecke Nördlingen-Dombühl von den Lokalpolitikern angestrebt.[9]

Flugverkehr[Bearbeiten]

Nächster Verkehrsflughafen ist Nürnberg. Bei Ansbach gibt es den Flugplatz Ansbach-Petersdorf. Außerdem gibt es nahe Rothenburg ob der Tauber den Flugplatz Schweinsdorf und in Katterbach einen Militärflugplatz der US-Armee für Hubschrauber.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergMunicipalities in AN.svg
Über dieses Bild

(Einwohner am 31. Dezember 2013[10])

Städte
  1. Dinkelsbühl, Große Kreisstadt (11.315)
  2. Feuchtwangen (12.062)
  3. Heilsbronn (9145)
  4. Herrieden (7636)
  5. Leutershausen (5463)
  6. Merkendorf (2783)
  7. Ornbau (1591)
  8. Rothenburg ob der Tauber, Große Kreisstadt (10.926)
  9. Schillingsfürst (2765)
  10. Wassertrüdingen (5901)
  11. Windsbach (6057)
  12. Wolframs-Eschenbach (2923)
Märkte
  1. Arberg (2288)
  2. Bechhofen (5880)
  3. Colmberg (1945)
  4. Dentlein am Forst (2308)
  5. Dietenhofen (5549)
  6. Dombühl (1628)
  7. Dürrwangen (2554)
  8. Flachslanden (2357)
  9. Lehrberg (3077)
  10. Lichtenau (3732)
  11. Schopfloch (2825)
  12. Weidenbach (2184)
  13. Weiltingen (1371)
Gemeinden
  1. Adelshofen (973)
  2. Aurach (2794)
  3. Bruckberg (1348)
  4. Buch a.Wald (993)
  5. Burgoberbach (3226)
  6. Burk (1119)
  7. Diebach (1093)
  8. Ehingen (1938)
  9. Gebsattel (1717)
  10. Gerolfingen (974)
  11. Geslau (1344)
  12. Insingen (1150)
  13. Langfurth (2118)
  14. Mitteleschenbach (1588)
  15. Mönchsroth (1570)
  16. Neuendettelsau (7535)
  17. Neusitz (2005)
  18. Oberdachstetten (1562)
  19. Ohrenbach (609)
  20. Petersaurach (4859)
  21. Röckingen (728)
  22. Rügland (1232)
  23. Sachsen b.Ansbach (3275)
  24. Schnelldorf (3583)
  25. Steinsfeld (1192)
  26. Unterschwaningen (867)
  27. Weihenzell (2847)
  28. Wettringen (970)
  29. Wieseth (1365)
  30. Wilburgstetten (2059)
  31. Windelsbach (1051)
  32. Wittelshofen (1253)
  33. Wörnitz (1712)
Gemeindefreies Gebiet

Unterer Wald (1,82 km², unbewohnt)

Verwaltungsgemeinschaften
  1. Dentlein a.Forst
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Burk, Dentlein a. Forst (Markt) und Wieseth
  2. Hesselberg
    mit dem Mitgliedsgemeinden
    Ehingen, Gerolfingen, Röckingen, Unterschwaningen und Wittelshofen
  3. Rothenburg ob der Tauber
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Adelshofen, Gebsattel, Geslau, Insingen, Neusitz, Ohrenbach, Steinsfeld und Windelsbach
  4. Schillingsfürst
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Buch am Wald, Diebach, Dombühl (Markt), Schillingsfürst (Stadt), Wettringen und Wörnitz
  5. Triesdorf
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Ornbau (Stadt) und Weidenbach (Markt)
  6. Weihenzell
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Bruckberg, Rügland und Weihenzell
  7. Wilburgstetten
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Mönchsroth, Weiltingen (Markt) und Wilburgstetten
  8. Wolframs-Eschenbach
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Mitteleschenbach und Wolframs-Eschenbach (Stadt)
Rothenburg ob der Tauber ist eine Kleinstadt, die ihr mittelalterliches Bild in die Gegenwart herübergerettet hat.

Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78[Bearbeiten]

Vor der Gebietsreform hatte der Landkreis Ansbach 81 Gemeinden.[11] Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben:

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Aich Neuendettelsau Landkreis Ansbach
Alberndorf Sachsen bei Ansbach Landkreis Ansbach
Altendettelsau Petersaurach Landkreis Ansbach
Auerbach Colmberg Landkreis Ansbach
Bechhofen Neuendettelsau Landkreis Ansbach
Bernhardswinden Ansbach Kreisfreie Stadt Ansbach
Bertholdsdorf Windsbach Landkreis Ansbach
Betzendorf Heilsbronn Landkreis Ansbach
Bonnhof Heilsbronn Landkreis Ansbach
Brodswinden Ansbach Kreisfreie Stadt Ansbach
Bruckberg Bruckberg Landkreis Ansbach
Brunn Windsbach Landkreis Ansbach
Brünst Lehrberg Landkreis Ansbach
Büchelberg Leutershausen Landkreis Ansbach
Bürglein Heilsbronn Landkreis Ansbach
Colmberg Colmberg Landkreis Ansbach
Elpersdorf bei Ansbach Ansbach Kreisfreie Stadt Ansbach
Elpersdorf bei Windsbach Windsbach Landkreis Ansbach
Erlbach Leutershausen Landkreis Ansbach
Eyb Ansbach Kreisfreie Stadt Ansbach
Fischbach Lichtenau Landkreis Ansbach
Flachslanden Flachslanden Landkreis Ansbach
Forst Weihenzell Landkreis Ansbach
Götteldorf Dietenhofen Landkreis Ansbach
Gräfenbuch Lehrberg Landkreis Ansbach
Großhaslach Petersaurach Landkreis Ansbach
Grüb Weihenzell Landkreis Ansbach
Haag Neuendettelsau Landkreis Ansbach
Haasgang Weihenzell Landkreis Ansbach
Heilsbronn Heilsbronn Landkreis Ansbach
Hennenbach Ansbach Kreisfreie Stadt Ansbach
Herpersdorf Lichtenau Landkreis Ansbach
Heßbach Lehrberg Landkreis Ansbach
Höfstetten Ansbach Landkreis Ansbach
Immeldorf Lichtenau Landkreis Ansbach
Jochsberg Leutershausen Landkreis Ansbach
Kehlmünz Dietenhofen Landkreis Ansbach
Ketteldorf Heilsbronn Landkreis Ansbach
Kettenhöfstetten Flachslanden Landkreis Ansbach
Kleinhaslach Dietenhofen Landkreis Ansbach
Lehrberg Lehrberg Landkreis Ansbach
Leutershausen Leutershausen Landkreis Ansbach
Lichtenau Lichtenau Landkreis Ansbach
Malmersdorf Lichtenau Landkreis Ansbach
Mitteldachstetten Oberdachstetten Landkreis Ansbach
Mittelramstadt Leutershausen Landkreis Ansbach
Moosbach Windsbach Landkreis Ansbach
Müncherlbach Heilsbronn Landkreis Ansbach
Neuendettelsau Neuendettelsau Landkreis Ansbach
Neunkirchen Leutershausen Landkreis Ansbach
Neuses Ansbach Kreisfreie Stadt Ansbach
Neustetten Flachslanden Landkreis Ansbach
Oberdachstetten Oberdachstetten Landkreis Ansbach
Obersulzbach Lehrberg Landkreis Ansbach
Petersaurach Petersaurach Landkreis Ansbach
Ratzenwinden Sachsen bei Ansbach Landkreis Ansbach
Rauenbuch Leutershausen Landkreis Ansbach
Retzendorf Windsbach Landkreis Ansbach
Rügland Rügland Landkreis Ansbach
Sachsen Sachsen bei Ansbach Landkreis Ansbach
Sauernheim Windsbach Landkreis Ansbach
Schalkhausen Ansbach Kreisfreie Stadt Ansbach
Schlauersbach Lichtenau Landkreis Ansbach
Seitendorf Heilsbronn Landkreis Ansbach
Sondernohe Flachslanden Landkreis Ansbach
Suddersdorf Windsbach Landkreis Ansbach
Unternbibert Rügland Landkreis Ansbach
Unterrottmannsdorf Lichtenau Landkreis Ansbach
Veitsaurach Windsbach Landkreis Ansbach
Vestenberg Petersaurach Landkreis Ansbach
Virnsberg Flachslanden Landkreis Ansbach
Volkersdorf Sachsen bei Ansbach Landkreis Ansbach
Wattenbach Lichtenau Landkreis Ansbach
Weihenzell Weihenzell Landkreis Ansbach
Weißenbronn Heilsbronn Landkreis Ansbach
Weiterndorf Heilsbronn Landkreis Ansbach
Wernsbach bei Ansbach Weihenzell Landkreis Ansbach
Wernsbach Neuendettelsau Landkreis Ansbach
Wiedersbach Leutershausen Landkreis Ansbach
Windsbach Windsbach Landkreis Ansbach
Wollersdorf Neuendettelsau Landkreis Ansbach
Zailach Lehrberg Landkreis Ansbach

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Im Landkreis Ansbach befinden sich 16 (Stand Juni 2014) Naturschutzgebiete.

Geotope[Bearbeiten]

Im Landkreis Ansbach befinden sich 22 (Stand August 2013) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Westmittelfranken – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Westmittelfranken

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Ansbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 420.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 480.
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  5. Landrat Rudolf Schwemmbauer bittet Kreistag um Amtsentbindung, auf altmühlfranken-live.de
  6. a b Landkreis Ansbach Kreistagswahl 2008. Landkreis Ansbach, 19. März 2008, abgerufen am 2. April 2014.
  7. a b Ergebnis zur Kreistagswahl 2014 am 16.03.2014 Landkreis Ansbach. Landkreis Ansbach, 1. April 2014, abgerufen am 2. April 2014.
  8. Wappen im Landkreis Ansbach, von Claus Broser, herausgegeben im Hercynia Verlag Ansbach 1990 ISBN 3-925063-23-4
  9. Bayerisches Wirtschaftsministerium:Fortschritte bei Reaktivierung der Bahnlinie Dombühl-Dinkelsbühl / Freistaat gibt Bestellgarantie ab, 9. April 2013.
  10. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  11. Stadt und Landkreis Ansbach