Ryusei Maru

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

p1

Ryūsei Maru
p1
Schiffsdaten
Flagge Japan
andere Schiffsnamen

Bra-Kar (1911–1916)
Havø (1916–1935)
Mabuhay II (1935–1938)

Schiffstyp Stückgutschiff
Eigner Matsumoto Masaichi, Kobe
Bauwerft Tyne Iron Shipbuilding Company, Willington Quay
Baunummer 177
Stapellauf 14. Februar 1911
Übernahme März 1911
Verbleib 1944 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
117,35 m (Lüa)
Breite 15,54 m
Seitenhöhe 8,41 m
Vermessung 4777 BRT, 2992 NRT
Maschine
Maschine 1 × Dreifachexpansions-Dampfmaschine (J. Dickinson & Sons, Sunderland)
Propeller 1 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Sonstiges
Klassifizierungen

Nippon Kaiji Kyōkai

Die Ryūsei Maru (jap. 隆西丸) war ein japanisches Handelsschiff, das am 25. Juni 1944 vom amerikanischen U-Boot Rasher versenkt wurde, wobei rund 5000 Menschen ums Leben kamen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schiff wurde 1911 auf der Willington-Quay-Werft der Tyne Iron Shipbuilding Company am Tyne gebaut und im März 1911 an die Gesellschaft A/S Bonheur abgeliefert. Auftraggeber des Schiffes war die norwegische Reederei Fred Olsen aus Christiania (Oslo). 1916 erwarb Henrik Østervold aus Christiania das Schiff und benannte es in Havø um. Vier Jahre später wurde die Havø auf Henrik Østervold’s Rederi in Bergen übertragen. Nach knapp zwei Jahrzehnten veräußerte Ostervold das Schiff 1935 an die Far Eastern Steamship Company von Johan Gran aus Bergen, die das Schiff als Mabuhay II weiterbetrieb.

Das U-Boot USS Rasher

Im Jahr 1938 erwarb Matsumoto Masaichi aus Kobe das Schiff und gab ihm den Namen Ryūsei Maru. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schiff militärisch genutzt. Im Juni 1944 fuhr es als Truppentransporter mit etwa 6600 japanischen Soldaten an Bord in einem Konvoi von Surabaja nach Ambon. Das amerikanische U-Boot Rasher sichtete den Konvoi am 25. Juni gegen 17:30 Uhr bei Lombok (Indonesien) und versenkte zunächst die Tango Maru gegen 19:43 Uhr in Position 7° 41′ S, 115° 10′, wobei rund 3000 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene starben. Unmittelbar danach torpedierte das U-Boot unter dem Kommando von Lieutenant Commander Willard Laughon die Ryusei Maru, bei deren Versenkung auf Position 7° 33′ S, 115° 9′ O-7.55115.15Koordinaten: 7° 33′ 0″ S, 115° 9′ 0″ O weitere 4998 Menschen starben.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hocking, Charles: Dictionary of Disasters at Sea During the Age of Steam : Including Sailing Ships and Ships of War Lost in Action, 1824-1962. 1. Auflage. Lloyd's Register of Shipping, London 1969, ISBN 0900528036.

Weblinks[Bearbeiten]