Lombok
| Lombok | |
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| Satellitenaufnahme | |
| Gewässer | Javasee |
| Inselgruppe | Kleine Sundainseln |
| Geographische Lage | 8° 25′ S, 116° 28′ O-8.4166666666667116.466666666673726Koordinaten: 8° 25′ S, 116° 28′ O |
| Fläche | 4725 km² |
| Höchste Erhebung | Rinjani 3726 m |
| Einwohner | 2.400.000 508 Einw./km² |
| Hauptort | Mataram |
| Topographische Karte | |
Lombok ist eine Insel in Indonesien. Sie ist Teil der Kleinen Sundainseln und befindet sich in der Provinz Nusa Tenggara Barat.
Auf der 4.725 km² großen Insel leben 2,4 Millionen Menschen. Die Hauptstadt Mataram hat ungefähr 360.000 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
Landwirtschaft [Bearbeiten]
Die Insel ist wesentlich trockener und schließt klimatisch an den ebenfalls trockenen Osten Balis an. Deshalb gibt es hier wenig Reisanbau und mehr Trockenfelder und Gartenwirtschaft. Es gibt eine hier gezogene Chili-Sorte: cabe lombok (cabé, cabai und lombok sind indonesische Wörter für Chili).
Geographie [Bearbeiten]
Die Lombokstraße markiert im Westen, zwischen Bali und Lombok, mit der Wallace-Linie die biogeographische Grenze zwischen der Tier- und Pflanzenwelt von Australien und Asien. Im Osten verläuft die Alas-Straße nach Palau Sumbawa.
Die Insel ist vulkanischen Ursprungs. Sie ist von mehreren kleineren Inseln umgeben. Die bekanntesten sind die Gili-Inseln, die sich im Nord-Westen befinden. Im Nord-Osten liegen Gili Lawang und Gili Sulat Lombok. Die Hauptinsel ist gekennzeichnet von dem 3.726 Meter hohen Vulkan Rinjani, dem zweitgrößten in Indonesien. Im südlichen Teil befindet sich eine fruchtbare Ebene, in der Reis und Kaffee angebaut werden. Die Regenzeit ist von Oktober bis Mai, die Trockenperiode von Juni bis Oktober.
| Lombok | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Lombok
Quelle: Meteorological, Climatological and Geophysical Agency, Indonesia, Daten: 1961-1990[1]
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Bevölkerung [Bearbeiten]
Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 85 % Sasak, 10-15 % Balinesen und Minderheiten von Chinesen, Arabern, Javanern und Sumbawanesen. Auf Lombok werden Indonesisch und verschiedene Dialekte der Sasak-Sprache (ngeno-ngené, ngeto-ngeté, meno-mené und meriaq-meriku) gesprochen. Diese variieren teilweise von Dorf zu Dorf.
Die Sasak sind ethnisch und kulturell eng mit den Balinesen verwandt. Vorherrschend ist seit dem 16. Jahrhundert der Islam, der auf Lombok in seiner überwiegend orthodoxen Form Waktu Lima genannt wird. Eine geringe Minderheit der Sasak sind Anhänger der synkretistischen Religion Waktu Telu, einer Mischung aus Islam, balinesischem Hinduismus und Ahnenkult. Entsprechend kulturell eigenständig sind deswegen auch die Zeremonien und Rituale auf Lombok.
Geschichte [Bearbeiten]
Die früheste bekannte Staatsgründung auf Lombok war ein Königreich der Sasak mit dem Namen Selaparang. Es wurde von drei Brüdern gegründet (darunter Nek Laki Sutanata, Prabu Kusuma Merapit). In Selaparang durfte der Älteste nicht König werden, sondern lediglich dem König als Berater zu Seite stehen. Das Königreich zersplitterte sich in kleinere Staaten und wurde ab Mitte des 18. Jahrhunderts von balinesischen Prinzen beherrscht.
Die ersten Holländer landeten 1674 und siedelten später im Osten der Insel. Sie kämpften zusammen mit den Sasak in einer blutigen Revolte 1891 gegen die im Westen regierende Hindu-Dynastie aus Bali. Die Revolte endete 1894 mit dem Anschluss der gesamten Insel an den Holländischen Kolonialbesitz. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Insel 1942 von den Japanern besetzt. Seit der Unabhängigkeitserklärung vom 17. August 1945 ist Lombok Teil Indonesiens. Während politischer Unruhen in den 1960er-Jahren wurden Kommunisten und Mitglieder der chinesischen Minderheit getötet. Im Jahr 2000 kam es erneut zu Unruhen und Übergriffen gegen die christliche chinesische Minderheit.
Kultur [Bearbeiten]
Die Musik von Lombok teilt sich entsprechend der beiden religiös-kulturellen Traditionen der Sasak auf in Orchester (Gamelan), deren Instrumente und Spielweisen aus Bali und Java stammen, und in Musikstile, die dem Islam zugerechnet werden mit Instrumenten, die durch Muslime in den letzten Jahrhunderten über Sulawesi oder Sumbawa auf die Insel gebracht wurden.
Tourismus [Bearbeiten]
Die Erschließung Lomboks durch den Tourismus als weniger überlaufene Alternative zu Bali begann um 1980. Das am weitesten entwickelte Touristenzentrum befindet sich um Senggigi und zieht sich 10 km an der Küstenstraße entlang. Im Schatten der Ferieninsel Bali bemüht sich auch Lombok, den Tourismus zu fördern. Eine Reihe von komfortablen Hotels und guten Restaurants bieten freundlichen Service zu meist günstigeren Preisen als auf Bali. Bei Backpackern sind die Gili-Inseln beliebt, die man von Lombok in einer knappen Stunde auf Fähren oder Charterbooten erreicht.
Verkehr [Bearbeiten]
Der Lombok International Airport mit dem offiziellen Namen Bandara International Lombok (BIL) eröffnet am 1. Oktober 2011 und löst damit den bisherigen Selaparang Airport in der Hauptstadt Mataram ab.
Die Fährüberfahrt von Lembar nach Padang Bai auf Bali und dauert ungefähr 4 bis 9 Stunden. Von Labuhan Lombok nach Poto Tano auf Sumbawa braucht ein Fährschiff 2 Stunden. Außerdem verbinden, wie überall in Indonesien, Minibusse die wichtigsten Städte.
Weblinks [Bearbeiten]
- ↑ Meteorological, Climatological and Geophysical Agency, Indonesia: Klimainformationen Lombok. World Meteorological Organization, abgerufen am 6. Mai 2012.
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