SS-Mann

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Uniform der SS, hier Dienstanzug der Allgemeinen SS (1932-1945). (Abbildung aus dem Organisationshandbuch der NSDAP (1939))

SS-Mann (Ansprache: SS-Mann) war im Deutschen Reich der niedrigste Rang der Dienstgradgruppe der Mannschaften bei der Allgemeinen SS (1932 bis 1945) einerseits, war aber andererseits auch die Sammelbezeichnung für die Zugehörigkeit aller Angehörigen der bzw. zur Schutzstaffel, unabhängig vom jeweiligen Dienstgrad oder Dienstrang. So war beispielsweise Paul Hausser SS-Oberst-Gruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS und gleichzeitig SS-Mann.

Ursprung[Bearbeiten]

Die Bezeichnung Mann war in Anlehnung an den Sturm-Mann, Elitesoldat der Sturmtrupps, Stoßtrupps, Sturmpionier-Kompanien und Sturmbataillone aus den Gefechten des Ersten Weltkriegs gewählt worden. Der elitäre Sturm-Mann war im Selbstverständnis der Freikorps bis hin zur NSDAP und den nachgeordneten Organisationsbereichen bewahrt worden. So ist kaum verwunderlich, dass Mann als paramilitärische Rangbezeichnung in substantieller Verbindung mit SA und SS, wie beispielsweise SA-Mann oder SS-Mann, Eingang fanden und dem niedrigsten Mannschaftsdienstgrad der Wehrmacht vergleichbar war.

Mit dem Aufwuchs der SS-Verfügungstruppe ca. ab 1938, dem Übergang zur Waffen-SS und der verstärkten Anlehnung an Strukturen und Bezeichnungen der Wehrmacht wurde hier die Rangbezeichnung SS-Mann einheitlichen in SS-Schütze bzw. SS-Grenadier, SS-Pionier etc. in Abhängigkeit von der betreffenden Truppengattung der Waffen-SS verbindlich.

Allgemeine SS[Bearbeiten]

Der SS-Mann der Allgemeinen SS, auch Schwarzen SS oder auch Heimat-SS, so seit Herbst 1934 die offizielle Bezeichnung jenes Teils der Schutzstaffel, versah seinen Dienst hier ehrenamtlich und freiwillig. Wobei das Prinzip der Freiwilligkeit generell für alle Organisationsbereiche der SS galt.

Anmerkung

Die hauptberuflichen SS-Führer der Allgemeinen SS, die einem der SS-Hauptämter angehörten, waren ab 1940 der Waffen-SS unterstellt worden.

Rangfolge und Insignien[Bearbeiten]

Die Ernennung zum SS-Mann war an Bedingungen gebunden, die unter SS-Bewerber und SS-Anwärter näher beschrieben sind. Ein SS-Mann konnte nach einer Dienstzeit von zwei Jahren befördert werden.

Bei den Abbildungen werden die Rangabzeichen oder Dienstgradabzeichen gezeigt, die als Schulterklappen und Kragenspiegel getragen wurden.[1] Die Kragenspiegel wurden an der schwarzen Uniformjacke der Allgemeinen SS getragen. Die Schulterklappen waren ebenfalls in schwarzer Grundfarbe gehalten, im Gegensatz zum Feldgrau bei der Waffen-SS.

Waffen-SS[Bearbeiten]

SS-Schütze der Waffen-SS in Tarnanzug.
Rangabzeichen der Allgemeinen SS/ Waffen-SS
SS-Rangbezeichnungen im Vergleich zur SA und Wehrmacht
Kandidatenstatus Allgemeine SS 1. Rang Allgemeine SS
SS-Mann
2. Rang
kein Äquivalent
3. Rang
SS-Sturmmann
Freiwilligenbewerber
der Waffen-SS
  • SS-Bewerber (Staffel-Bewerber)
  • SS-Jungmann (Staffel-Jungmann)
  • SS-Anwärter (Staffel-Anwärter)
1. Rang Waffen-SS
SS-Schütze
2. Rang
SS-Oberschütze
3. Rang
SS-Sturmmann
Kandidatenstatus
SA-Anwärter
1. Rang SA
SA-Sturmmann
(SA-Mann vor 1942)
2. Rang
kein Äquivalent
3. Rang
SA-Obersturmmann
(SA-Sturmmann vor 1942)
Wehrpflichtiger
der Wehrmacht
1. Rang Wehrmacht
Soldat
2. Rang
Ober..... (z.B. Oberschütze)
3. Rang
Gefreiter

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte. 1. Auflage. Militärverlag der DDR, Berlin 1985, S. 145 Dienstgradabzeichen 29/30.