Salem Express

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Salem Express
Blick auf die Aufbauten der Salem Express in 16 m Tiefe

Blick auf die Aufbauten der Salem Express in 16 m Tiefe

p1
Schiffsdaten
Flagge AgyptenÄgypten Ägypten
andere Schiffsnamen
  • Fred Scamaroni
  • Nuits of St. George
  • Al Tahara
Schiffstyp Fähre
Bauwerft Société des Forges et Chantiers de la Méditerranée, La Seyne-sur-Mer
Stapellauf 1966
Verbleib Am 16. Dezember 1991 gesunken
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
110,29 m (Lüa)
105,8 m (Lpp)
Breite 17,84 m
Seitenhöhe 11,1 m
Tiefgang max. 4,92 m
Vermessung 4.771 BRZ
Maschine
Maschine 4 × Pielstick-Achtzylinder-Viertakt-Dieselmotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
10.944 kW (14.880 PS)
Geschwindigkeit max. 19,5 kn (36 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller
Sonstiges
Klassifizierungen

Bureau Veritas

Registrier-
nummern

IMO-Nummer 6502311

Die Salem Express war ein ägyptisches Fährschiff, das 1991 im Roten Meer nahe Safaga sank, wobei mehrere hundert Passagiere ums Leben kamen.

Einzelheiten[Bearbeiten]

Das Schiff wurde 1966 als Fred Scamaroni im Auftrag der französischen Reederei Compagnie Générale Transatlantique (CGT) auf der Werft Société des Forges et Chantiers de la Méditerranée in La Seyne-sur-Mer gebaut. Die Fred Scamaroni war als RoRo-Fährschiff mit etwa 110 Metern Länge und rund 18 Metern Breite konstruiert. Sie verfügte über drei Decks, die über eine Bugrampe, eine Heckrampe und mehrere Seitenpforten zugänglich waren.

Ab 1980 fuhr das Schiff unter dem Namen Nuits St. George. 1982 wurde es von einer ägyptischen Reederei erworben und bis 1984 als Lord Sinai betrieben. Von 1984 bis 1988 fuhr es unter dem Namen Al Tahra und erhielt im Mai 1988 seinen letzten Namen Salem Express.

In der Nacht des 16. Dezember 1991 lief die Salem Express auf dem Weg in die ägyptische Hafenstadt Safaga während eines Unwetters auf das Riff Shaab Sheer und schlug Leck. Das Schiff verfügte über große offene Decks und sank in wenigen Minuten. Die Passagiere, größtenteils Pilger auf der Rückreise ihrer Haddsch nach Mekka, wurden im Schlaf überrascht. Etwa 200 Personen wurden gerettet. Laut der Passagierliste kamen mehr als 700 Personen ums Leben. Vermutlich ist die Zahl der Opfer aber höher, da davon ausgegangen werden kann, dass nicht alle Personen an Bord registriert waren. Ungeklärt ist bis heute, warum der Kapitän von der sicheren Schifffahrtsroute abwich.

Die Salem Express liegt heute etwa 1,5 Bootsstunden südöstlich von Safaga entfernt in einer Tiefe zwischen 11 und 32 Metern auf der Steuerbordseite. Das Wrack kann von außen betaucht werden. Da nicht alle Leichen aus dem Schiffsinneren geborgen werden konnten, wurde die Salem Express offiziell zum Grab erklärt. Es ist deshalb verboten, hineinzutauchen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Garrit Leemreijze: Das SALEM-Desaster. In: Schiffahrt International. Vol. 43, Nr. 3, Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford März 1992, S. 99.
  • Register of Ships, Lloyd’s Register, London, diverse Jahrgänge ab 1967

Weblinks[Bearbeiten]

26.6394534.061083333333Koordinaten: 26° 38′ 22″ N, 34° 3′ 40″ O