Schiffsnummer

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Containerschiff Heckansicht, Tiefgangsmarke (Ahming), IMO-Nr. (Schiffsnummer) Mooringdeck mit Winden und Tauklüsen

Eine Schiffsnummer dient zur einwandfreien Identifizierung eines Schiffes.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] IMO-Nummer

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization - IMO) führte 1987 in ihrer Resolution A.600(15) die Vergabe einer IMO-Nummer zur Verbesserung der maritimen Sicherheit, der Verhütung von Umweltverschmutzung und der Verhinderung von Betrug ein. Die IMO-Nummer wird einmalig vergeben, kommt nicht wieder zum Einsatz und ist daher vergleichbar mit der Fahrgestellnummer eines Kraftfahrzeugs. Sie begleitet das Schiff vom Baubeginn (Kiellegung) bis zur Verschrottung beziehungsweise einem anderen Ende des Schiffes unabhängig von Eigner- oder Flaggenwechsel.

Die IMO-Nummer besteht aus dem Kürzel „IMO“ und einer siebenstelligen numerischen Folge, z. B. „IMO 2245438“. Sie wird in der Regel bei Baubeginn des Schiffes zugeteilt und muss physisch dauerhaft sowohl am Schiffsrumpf, als auch im Maschinenraum angebracht sein. Für die Vergabe und Verwaltung der IMO-Nummer ist Lloyd’s Register im Auftrag der IMO zuständig.

Seit etwa 2002 besteht die Auflage, die IMO-Nummer am Heck des Schiffs oder an der Schiffswand bzw. seitlich an der Brücke zu führen.

Kriegsschiffe, Fischereifahrzeuge und diverse andere Spezialschiffe, z.B. Feuerschiffe, sind von der Pflicht zur Führung einer IMO-Nummer ausgenommen.

[Bearbeiten] Lloyd’s Register

Die Klassifikationsgesellschaft Lloyd’s Register vergab für ihre Zwecke eine eindeutige Nummer, die jetzt in der IMO-Nummer aufgegangen ist. Lloyd’s Register ist der Ansprechpartner für die Vergabe von IMO-Nummern.

[Bearbeiten] MMSI

Die Maritime Mobile Service Identity ist die Rufnummer einer Seefunkstelle im GMDSS. Wenn ein Schiff mehrere GMDSS-fähige Funkgeräte an Bord hat, so haben diese auch unterschiedliche Nummern. Dies gilt auch für Notfunkbaken.

[Bearbeiten] ENI – European Number of Identification

Seit 2007 gibt es die ENI-Nummer, die European Number of Identification, eingedeutscht Einheitliche Identifikationsnummer, umgangssprachlich "Europanummer", die für alle Binnenschiffe in Europa vorgeschrieben ist.[1]

[Bearbeiten] Militärische Kennungen

Zerstörer Mölders mit dem Optischen Kennzeichen „D 186“ und U.S. DRAF als Signalflaggen am Schornstein Delta flag.svg Romeo flag.svg Alpha flag.svg Foxtrot flag.svg

Kriegsschiffe führen neben ihrem Namen, der häufig nur recht klein oder auch auf separaten Schildern angebracht wird, eine Kennung. Diese besteht häufig aus einem Buchstaben zur Klassifikation des Schiffes (Schnellboot, Minenleger, Zerstörer etc.) und einer Kennnummer, siehe Schiffskennung.

[Bearbeiten] Unterscheidungssignal

Das Unterscheidungssignal wird mit dem Registervermerk (siehe Schiffsregister) dem Schiff zugeteilt. Es ist gleichzeitig sein Rufzeichen (engl. call sign) im Seefunk und besteht aus einer Folge von Buchstaben und Zahlen. Diese ist meist schneller und eindeutiger im Funkverkehr zu übertragen als lange Schiffsnamen, wie z. B. Mecklenburg-Vorpommern, da bei Bedarf jeder einzelne Buchstabe im NATO-Alphabet übergeben werden muss. So muss nur die Buchstabenfolge DQLV als „Delta-Quebec-Lima-Victor“ übermittelt werden. Nach der Löschung, beispielsweis bei der Verschrottung des Schiffes, wird das Unterscheidungsignal frühestens nach einer Ruhefrist von zehn Jahren wieder vergeben.

Bei Flaggenwechsel des Schiffes wird ein neues Unterscheidungssignal durch den neuen Flaggenstaat vergeben.

Das Unterscheidungssignal von Schiffen, die unter deutscher Flagge fahren, besteht aus vier Buchstaben, wobei die ersten beiden Buchstaben dem Bereich "DA" bis "DR“ entstammen. Schiffen der früheren DDR waren solche aus den Blöcken „Y2“ bis „Y9“ zugeteilt, davor "DM". Beispiele für andere Staaten: „EA“ bis „EH“ für Spanien, „V2“ für Antigua und Barbuda oder „C4“ für Zypern.[2]

[Bearbeiten] Registernummer

Eine Seeschiffsregisternummer (SSR). In das deutsche Schiffsregister werden Seeschiffe eingetragen, die berechtigt oder verpflichtet sind, die deutsche Bundesflagge zu führen. Dabei wird eine Schiffregisternummer zugeteilt.

[Bearbeiten] Fischereikennzeichen

Fischereikennzeichen

Fischereikennzeichen sind vorgeschriebene Kennzeichen und Nummern der Fischereifahrzeuge, die den Heimathafen mit Buchstaben und das Fahrzeug mit einer Registriernummer bezeichnen. Die steigende Zahl der Fischereifahrzeuge in der Nord- und Ostsee führte 1882 zu einer Konvention der Anrainerstaaten über eine „Polizeiliche Regelung der Hochseefischerei in der Nordsee“, die nach der Verkündung im Reichsgesetzblatt 1884 in Deutschland eingeführt wurde. Beispiel: Fischereifahrzeug Nauke HF 17 – Demnach stammt die Nauke aus Hamburg-Finkenwerder und ist das 17. dort registrierte Fischereifahrzeug.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. [1]
  2. ITU: Table of International Call Sign Series (Appendix 42 to the RR) (eng.)
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