Sandro Mattioli

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Sandro Mattioli (* 1975 in Heilbronn) ist ein deutsch-italienischer Journalist und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Mattioli studierte in Tübingen und Rom Allgemeine Rhetorik, Neuere Geschichte und Empirische Kulturwissenschaft. Nach dem Studium hat er bei der Stuttgarter Zeitung volontiert und ab 2008 als Freier Journalist in Rom gearbeitet.[1]

Schriften[Bearbeiten]

2010 erschien das Buch „Fettnäpfchenführer Italien. Wie man so tut, als sei man Italiener“, 2011 das Buch „Die Müll-Mafia. Das kriminelle Netzwerk in Europa“, in dem Mattioli gemeinsam mit seinem Co-Autor Andrea Palladino aus der Geschichte der kriminellen Müllentsorgung erzählt. Im Mittelpunkt stehen dabei vier Protagonisten: Gianfranco Posa, ein kalabresischer Anti-Mafia-Aktivist; Natale De Grazia, ein unter mysteriösen Umständen 1995 ums Leben gekommener italienischer Ermittler, der versuchte, die Hintermänner der Giftmüllschiff-Versenkungen im Mittelmeer ausfindig zu machen; Ilaria Alpi, eine junge italienische Journalistin, die gemeinsam mit ihrem Kameramann Miran Hrovatin 1994 in Somalia erschossen wurde, während sie über den Zusammenhang zwischen Müllexporten und Waffenhandel recherchierte; und Stefan Weber, ein ehemaliger Greenpeace-Aktivist, der auch politisch gegen die Müll-Netzwerke kämpfte und wesentlich dazu beigetragen hat, dass das schmutzige Gewerbe mittels internationaler Konventionen in die Schranken verwiesen worden ist. Die Neue Zürcher Zeitung nennt das Buch einen „kompakten, lesenswerten Überblick über ein brisantes Thema, welches auch in Zukunft für Zündstoff sorgen wird.“[2]

Ausgaben[Bearbeiten]

  • Fettnäpfchenführer Italien: Wie man so tut, als sei man Italiener. Conbook-Verlag 2010.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sandro Mattioli
  2. Die Müll-Mafia