Sascha Raabe

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Dieser Artikel behandelt den Politiker; für den Eiskunstläufer mit ähnlichem Namen siehe Sascha Rabe.

Sascha Raabe (* 10. Juni 1968 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Raabe ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2005 bis 2013 Sprecher der Arbeitsgruppe "Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" der SPD-Bundestagsfraktion.[1] Raabe ist Mitglied des erweiterten SPD-Fraktionsvorstandes.

Sascha Raabe (2009)

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1987 an der Gesamtschule Freigericht leistete Raabe den Zivildienst ab und begann anschließend 1989 ein Studium der Politischen Wissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, welches er 1994 mit der Promotion zum Dr. phil. mit der Arbeit „Militär und Ökologie - die ökologischen Auswirkungen der militärischen Infrastruktur und Aktivitäten in der Bundesrepublik Deutschland am Fallbeispiel der Region Main-Kinzig, Osthessen“ beendete. Anschließend studierte er bis 1996 an der Universität Frankfurt Rechtswissenschaft und war daneben von 1995 bis 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Bernd Reuter (SPD).

Politische Tätigkeit[Bearbeiten]

Raabe trat 1990 in die SPD ein. Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war von Oktober 2002 bis Oktober 2005 zunächst stellvertretender Sprecher und ist seit Oktober 2005 Sprecher der Arbeitsgruppe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der SPD-Bundestagsfraktion. Zudem gehört er dem Fraktionsvorstand der SPD-Bundestagsfraktion an.

Raabe ist Mitglied des Unterausschusses "Vereinte Nationen, internationale Organisationen und Globalisierung" des Deutschen Bundestages und daneben stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Mittelamerikanischen Parlamentariergruppe. Darüber hinaus ist Raabe stellvertretender Bundesvorsitzender des "Forum eine Welt". Nach der umstrittenen Berufung von Gabriela Büssemaker ins BMZ erstattete Raabe 2012 Strafanzeige gegen Entwicklungsminister Dirk Niebel wegen des Verdachts auf Untreue.[2] Die Staatsanwaltschaft erklärte die Vorwürfe einige Wochen später für nicht haltbar und sah von einem Ermittlungsverfahren ab.[3]

Sascha Raabe ist 2002 und 2005 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hanau in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 43,2 % der Erststimmen. Bei der Bundestagswahl 2009 unterlag er mit 34 % der Stimmen gegen seinen Herausforderer Peter Tauber (CDU), zog aber über die Landesliste Hessen erneut in den Bundestag ein. Auch bei der Bundestagswahl 2013 konnte Raabe in seinem Wahlkreis nicht das Direktmandat gewinnen und erhielt sein Mandat wieder über die Landesliste.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Von 1996 bis 2002 war Raabe hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Rodenbach.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.sascha-raabe.de/meldungen/29823/152503/Erklaerung-zum-Abschied-als-entwicklungspolitischer-Sprecher.html
  2. AFP-Meldung, via Focus
  3. "Vorwürfe haltlos" - Gegen Niebel wird nicht wegen Vetternwirtschaft ermittelt; Focus

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sascha Raabe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien