Schanfigg (Kreis)

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Schanfigg
Schanfigg
Basisdaten
Kanton: Graubünden
Bezirk: Plessur
Hauptort: Arosa
Fläche: 162,39 km²
Einwohner: 3870
31.12.2009
Bevölkerungsdichte: 24 Einw./km²
Karte
Karte von Schanfigg

Der Kreis Schanfigg ist einer von insgesamt 39 Kreisen des Kantons Graubünden in der Schweiz. Er umfasst den grössten Teil der Talschaft Schanfigg. Zusammen mit den Kreisen Chur und Churwalden bildet er den Gerichts- und Verwaltungsbezirk Plessur, den bevölkerungsmässig grössten Bezirk Graubündens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wappen

In Blau goldener Pfeil mit silberner Spitze.

[Bearbeiten] Verwaltungsgliederung

Der Kreis Schanfigg besteht aus neun (ursprünglich zehn) selbständigen politischen Gemeinden mit insgesamt rund 3'900 Einwohnern (Stand: 2008):

Wappen Name der Gemeinde Einwohner
(Dez. 2009)
Fläche
in km²
BFS-Nr
Arosa Arosa 2261 42.53 3921
Calfreisen Calfreisen 54 5.13 3922
Castiel Castiel 121 5.43 3923
Langwies Langwies 276 54.96 3924
Lüen Lüen 83 3.49 3925
Maladers Maladers 501 7.59 3926
Molinis Molinis 137 13.21 3927
Peist Peist 206 17.89 3929
St. Peter-Pagig St. Peter-Pagig 231 12.15 3931

Diese Gemeinden liegen alle auf der rechten Talseite des Schanfiggs. Die beiden linksseitigen Talgemeinden Praden und Tschiertschen (seit dem 1. Januar 2009 fusioniert zur Gemeinde Tschiertschen-Praden) gehören zum Kreis Churwalden.

Kreishauptort ist die in der Mitte der Talschaft gelegene Gemeinde St. Peter-Pagig, wo bis vor kurzem alle vier Jahre jeweils im Mai oder Juni die Bsatzig, die (historische) Landsgemeinde zur Durchführung der Kreiswahlen, stattfand. Die Kreisverwaltung – insbesondere das Betreibungsamt und die Vormundschaftsbehörde – sowie das Kreisamt als Amtssitz des Kreispräsidenten (Landammanns) befinden sich jedoch in Arosa. Der amtierende Kreispräsident ist Bernhard Burger (BDP/ Arosa), sein Stellvertreter Jann Hatz (BDP/ Arosa).

[Bearbeiten] Geschichte

Historisch entstand der Kreis Schanfigg wie alle anderen Kreise Graubündens im Jahre 1851 im Zuge der vollständigen Neuordnung des Kantons in politischer, administrativer und gerichtlicher Hinsicht. Er setzte sich zusammen aus den ehemaligen Gerichten St. Peter und Langwies (ohne Praden) - dem Hochgericht Schanfigg - und der neugeschaffenen Gemeinde Arosa, die als Nachbarschaft politisch bis dato ein Teil der Landschaft Davos gewesen war.

Die künftige Bedeutung/Entwicklung des Kreises Schanfigg ist gegenwärtig ungewiss, da infolge Anpassung an übergeordnetes Recht konkrete Bestrebungen der Kantonsregierung bestehen, die Kompetenzen der Kreise – und insbesondere diejenigen der Kreispräsidenten – zugunsten der Bezirke weiter einzuschränken. Auch die geplante Gemeindefusion im Schanfigg und der allfällige Beitritt von Maladers zur Stadt Chur werden gegebenenfalls einen entscheidenden Einfluss auf den Fortbestand der Kreisstrukturen haben.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hans Danuser, Ruedi Homberger: AROSA und das Schanfigg, Arosa 1988, Eigenverlag Danuser/Homberger.
  • Fritz Maron: Arosa, Beziehungen zwischen Arosa und Davos, Arosa 1951.
  • Die Gemeinden des Kantons Graubünden, Chur/Zürich 2003, 2. Auflage, ISBN 3-7253-0741-5.
  • Martin Bundi, Christian Rathgeb: Die Staatsverfassung Graubündens, Chur/Zürich 2003, ISBN 3-7253-0743-1.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Kreis Schanfigg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

46.832805449.6507597Koordinaten: 46° 49′ 58″ N, 9° 39′ 3″ O; CH1903: 768749 / 189230

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