Schönheide

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schönheide (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönheide
Schönheide
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönheide hervorgehoben
50.50361111111112.523611111111542 - 767Koordinaten: 50° 30′ N, 12° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 542 - 767 m ü. NHN
Fläche: 28,1 km²
Einwohner: 4836 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08304
Vorwahl: 037755
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 540
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 43
08304 Schönheide
Webpräsenz: www.gemeinde-schoenheide.de
Bürgermeister: Kai Wilhelm (SPD)
Lage der Gemeinde Schönheide im Erzgebirgskreis
Sachsen Amtsberg Annaberg-Buchholz Aue Auerbach (Erzgebirge) Bad Schlema Bärenstein (Erzgebirge) Lauter-Bernsbach Bockau Börnichen/Erzgeb. Borstendorf Breitenbrunn/Erzgeb. Burkhardtsdorf Crottendorf Deutschneudorf Drebach Ehrenfriedersdorf Eibenstock Elterlein Lugau/Erzgeb. Gelenau/Erzgeb. Geyer Gornau/Erzgeb. Gornsdorf Großolbersdorf Großrückerswalde Grünhain-Beierfeld Grünhainichen Heidersdorf Hohndorf Zwönitz Jahnsdorf/Erzgeb. Johanngeorgenstadt Jöhstadt Königswalde Lauter-Bernsbach Pockau-Lengefeld Lößnitz (Erzgebirge) Lugau/Erzgeb. Marienberg Mildenau Neukirchen/Erzgeb. Niederdorf (Sachsen) Niederwürschnitz Oberwiesenthal Oelsnitz/Erzgeb. Olbernhau Pfaffroda Pockau-Lengefeld Raschau-Markersbach Scheibenberg Schlettau Schneeberg (Erzgebirge) Schönheide Schwarzenberg/Erzgeb. Sehmatal Seiffen/Erzgeb. Stollberg/Erzgeb. Stützengrün Tannenberg Thalheim/Erzgeb. Thermalbad Wiesenbad Thum Wolkenstein (Erzgebirge) Marienberg Zschopau Zschorlau ZwönitzKarte
Über dieses Bild

Schönheide ist eine Gemeinde im sächsischen Erzgebirgskreis und liegt im Westerzgebirge. Sie ist die am weitesten westlich gelegene Gemeinde des Erzgebirges. Sie war bis ins ausgehende 20. Jahrhundert stark von Industrie geprägt. Heute findet sich eine Mischung von industriellen, gewerblichen und handwerklichen Arbeitsplätzen und solchen im Dienstleistungsbereich.

Geografie[Bearbeiten]

Stadtähnliche Bebauung an der Hauptstraße
Dorfzentrum: Marktplatz mit Wappeneiche und Martin-Luther-Kirche

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das mehr als fünf Kilometer lange Schönheide liegt mit seinem Ortsteil Schönheiderhammer im Tal der Zwickauer Mulde, welche die südliche Grenze der Gemeinde bildet. Von dort erstreckt sich der Ort im Tal des Filzbaches und des Dorfbaches Richtung Westen. Dabei steigt das Gelände beständig an. Der weitgehend unbewaldete “Knock” ist mit 725 m einer der höchsten Punkte innerhalb der Grenzen der Gemeinde Schönheide. Auch im Tal der Zwickauer Mulde liegt der Ortsteil Wilzschhaus. Die Grenze nach Tschechien ist in süd-östlicher Richtung etwa 11 Kilometer entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Gemeinde Schönheide:


Steinberg Stützengrün
Auerbach,Rodewisch Nachbargemeinden
Eibenstock

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den vier Ortsteilen Schönheide, Schönheiderhammer, Neuheide und Wilzschhaus. Aufgrund der Größe des Ortsteiles Schönheide wird dieser unterteilt in Ascherwinkel, Anger, Baumannsberg, Oberdorf, Fuchswinkel, Heinzwinkel, Mitteldorf, Schädlichsberg, Schwarzwinkel und Webersberg.[2] Der von 1971 an zu Schönheide gehörende[3] südwestlich im Wald gelegene Ortsteil Carolagrün war von 1899 bis 1965 eine Volksheilstätte für Lungenkranke, insbesondere zur Tuberkulose-Behandlung. Carolagrün ist seit 1995 ein Ortsteil von Auerbach/Vogtl.

Naturräumliche Lage[Bearbeiten]

Landwirtschaft vor dem Muldental und nach Süden aufsteigenden Wäldern

Schönheide gehört nach der Definition der naturräumlichen Einheiten zur Naturregion Sächsisches Bergland und Mittelgebirge im Bereich Westerzgebirge, das für den hier relevanten Bereich aufgeteilt ist in „Eibenstocker Bergrücken“ mit unter anderem „Rautenkranz-Schönheider Mulde-Tal“ und „Schönheider Hochflächen“ mit „Silberbach-Tal, Schönheider Kuppengebiet, Schnarrtanner Hochfläche“.[4]

Zur Naturraumzuordnung siehe auch:

Die Landschaftsbewertung des Bundesamts für Naturschutz reiht das Gebiet „Obere Lagen auf der Nordabdachung des West- und Mittelerzgebirges“[5], zu dem Schönheide gehört, als „Schutzwürdige Landschaft“ ein[6] und dem Landschaftstyp „Reine Waldlandschaft“ zu, also mit einem Waldanteil von über 70%.[7]

Schönheide liegt im Naturpark Erzgebirge/Vogtland und ist von Wiesen, Weiden und Wäldern umgeben. Ackerbau findet sich nur noch wenig. Die Wälder sind überwiegend Fichtenwälder, Mischwald hat einen sehr geringen Anteil. Vom Knock und von der Allee – zwei weitgehend unbewaldete Erhebungen in Dorfnähe – hat man einen freien Blick über das Dorf und seine Umgebung bis zu den großen Wäldern südlich der Zwickauer Mulde und zum Auersberg.

Bergwiesen am Knock im Herbst

Naturgebiete[Bearbeiten]

  • Bergwiesen am Südabhang des Knock als Natura 2000-Gebiet „Bergwiesen um Schönheide und Stützengrün“ von zusammen 164 Hektar, davon Schönheide ca. zwei Drittel. [8]
  • geplantes Naturschutzgebiet „Moore südlich von Schönheide“ in einer Größe von 28,06 Hektar. Der Erzgebirgskreis gab die öffentliche Auslegung des Verordnungsentwurfs im Februar 2013 bekannt.[9] Basis der Unterschutzstellung ist die 100seitige naturschutzfachliche Würdigung vom Januar 2012 durch ein Hallesches Fachbüro für Ökologie und Naturschutz[10]
  • zwei Flächennaturdenkmale südlich des Knock, festgesetzt im Jahr 1979: "Wiese an den Baumgärtelskiefern" mit einer Größe von einem Hektar und „Keilberg-Moor“ (0,18 Hektar)
  • Das „Schönheider Hochmoor“ (sog. Baumgärtels Kiefern) war von 1967 bis 1983 Naturschutzgebiet[11] und wurde dann gelöscht, weil trotz der Schutzregelungen ortsfremde Murray-Kiefern im Moor angepflanzt, Torfwiesen mit Fichten bestockt, Resttorfhügel abgetorft und die Mooraustrocknung durch Gräben betrieben wurden. Das neue Naturschutzgebiet soll auch das frühere Gebiet, das seit über 20 Jahren renaturiert wird, die beiden bestehenden Flächennaturdenkmale sowie das geplante "Pimpergarten" am Fichtigweg einschließen.[12]

Gewässer[Bearbeiten]

Zwickauer Mulde im Sommer an der Brücke bei der Herrenwiese

Neben zahlreichen unbenannten insbesondere Waldbächen südlich von Schönheide fließen auf Schönheider Gebiet diese Bäche der Zwickauer Mulde zu[13]: Der Silberbach - der längste der durch die südlich von Schönheide liegenden Wälder fließenden Bäche: Seine beiden Zuflüsse entspringen im Wald in etwa 725 m Höhe östlich des 767 m hohen Laubberges (auf Schönheider Gemeindegebiet östlich von Schnarrtanne). Nach etwa einem Kilometer östlicher Fließrichtung vereinigen sich die beiden Quellbäche und fließen durch den Wald nach Süden. In 651 m Höhe durchquert der Silberbach den Schönheider Stausee und fließt östlich des Fachkrankenhauses Carolagrün durch ein Wiesental, um den Rest seines Laufes in süd-östlicher Richtung ausschließlich durch Wald der Zwickauer Mulde zuzustreben, wo er gleich am Ortsausgang nördlich von Wilzschhaus in 585 m Höhe mündet. Bis auf ein kurzes Stück im Wiesental bei Carolagrün verläuft der Silberbach nur auf Schönheider Gebiet. Er ist im unteren Bereich ein Forellengewässer, seit die diffusen Verunreinigungen durch Gewässerreinhaltung beseitigt sind.

Winter im Tal des Tannenbachs

Der Tannenbach entspringt in 700 m Höhe in Oberschönheide am Ortsausgang Richtung Schnarrtanne und fließt, die Carolagrüner Straße unterquerend, nach kurzer Strecke zwischen Wiesen im Wald in tief eingeschnittenem, Granitfelsen umsäumtem Tal steil abwärts. In 585,5 m Höhe mündet er östlich von Wilzschhaus in die Zwickauer Mulde. Auch der Tannenbach ist im Unterlauf ein Forellengewässer.

In etwa 675 m Höhe entspringt der Keilbach im südlich des Knock gelegenen Waldgebiet Schönheides zwischen Oberem Keilberg (689,1 m) und einem unbezeichneten, westlich des Unteren Keilbergs liegenden Berg (686,6 m). Er fließt ausschließlich durch lichtungslosen Wald steil der Zwickauer Mulde zu, in die er östlich des Tannenbachs mündet.

Der Filzbach – benannt nach dem moorigen Gebiet kurz unterhalb seiner Quelle - entspringt süd-östlich des Kuhberges in über 730 m Höhe, durchfließt in östlicher Richtung Neuheide - dort trieb er das Rad der Roten Mühle an -, nimmt die Wasser des aus Stützengrün kommenden Schwarzen Bachs auf und wird von aus dem Webersberg und von Neuheide zufließenden namenlosen Bächen zusätzlich gespeist.

Einer der Hauptzuflüsse ist der Schönheider Dorfbach, der fast das ganze Dorf Schönheide von West nach Ost durchfließt und an dem entlang die erste Besiedlung stattfand, heute noch an den Waldhufen der Flur zu erkennen. Seit Abschluss der letzten Arbeiten Ende der 1930er Jahre ist der Dorfbach fast auf ganzer Länge verrohrt. Er mündet in Unterschönheide am „Paradies“ im Bereich der früheren Fischer-Mühle in den Filzbach, an dessen unteren Lauf früher mehrere Mühlen (darunter die Stauden-Mühle) betrieben wurden. Dieser fließt in Schönheiderhammer in die Talsperre Eibenstock.

Das Kuhbergmassiv ist eine Wasserscheide zwischen Zwickauer Mulde und Saale.[14] Die aus ihm nach Westen fließenden Bäche strömen zur Saale, die nach Osten zur Zwickauer Mulde. Südlich des Kuhbergs entspringt in einer Höhe von 700 m der Holzbach, der an den zu Schnarrtanne gehörenden Hahnenhäusern vorbei in westlicher Richtung fließt, um dann an der Straße zwischen Wernesgrün und Schnarrtanne in Nordrichtung dem Wernesbach zuzustreben, in den er an der Bundesstraße von Wernesgrün nach Rodewisch mündet. Der Holzbach ist der einzige Bach mit Namen aus dem Schönheider Gemeindegebiet, dessen Wasser nicht in die Mulde fließt, sondern in die Saale.

Stillgewässer[Bearbeiten]

Der Stausee hat die größte Wasserfläche. Er liegt in 651 m Höhe südlich der Auerbacher Straße im Wald und wurde in den 1930er Jahren im Zuge von Arbeiten des Reichsarbeitsdienstes angelegt. Ihn durchfließt der Silberbach. Die drei Teiche in Neuheide dienten auch der Wasserregulierung für den Betrieb der Roten Mühle. Auch der Schwarze Teich im Schwarzwinkel wird entstanden sein, damit die Mühlen am Filzbach auch bei niedrigem Wasserstand betrieben werden konnten. Der Katzenteich im Bereich der Kleingartenanlage südlich des Knock ist ein von Menschen geschaffener Teich. Der Teich auf dem Gelände der großen Bürstenfabrik war als Löschwasserteich und Nasslager für Bürstenholzstämme angelegt worden.

Hochwasser 2013[Bearbeiten]

Hochwasser am 2. Juni 2013

Bei dem Hochwasser Anfang Juni 2013 überflutete der Filzbach das Eisstadion im Ortsteil Schwarzwinkel. Trotz des kurzen Laufs bis zum Stadion hatte Starkregen das Wasser so steigen lassen, dass es einen Meter hoch im Stadion stand und die Kühlaggregate irreparabel beschädigte. Die Wassermassen überschwemmten in Schönheide auch ein Autohaus sowie mehrere Geschäfte und Wohnhäuser.[15] Vom 29. Mai bis 3. Juni fielen am Messpunkt Eibenstocker Talsperre 218 mm Niederschlag. [16]

Flächennutzung[Bearbeiten]

Flächennutzung 2012[17]
Nutzung Fläche in ha
Siedlungs- und Verkehrsfläche 279
davon Gebäude- und Freifläche 153
davon Betriebsfläche 3
davon Erholungsfläche 12
davon Friedhofsfläche 3
davon Verkehrsfläche 108
Landwirtschaftsfläche 642
Wasserfläche 79
Waldfläche 1.791
Flächen anderer Nutzung 19
Gesamtfläche 2.810

Das Gemeindegebiet ist überwiegend (zu fast 64  Prozent) mit Wald bedeckt.[18] Damit liegt Schönheide deutlich über dem Durchschnitt des Erzgebirgskreises von 44,9  Prozent[19] und hat einen mehr als doppelt so hohen Waldanteil wie die Bundesrepublik Deutschland mit 30,1  Prozent. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche macht in Schönheide 22,9  Prozent aus, im Erzgebirgskreis 40,5  Prozent und in Deutschland 52,3  Prozent.[20] Bedingt durch den überproportional hohen Waldanteil liegt der Anteil der Landwirtschaftsfläche sehr deutlich unter dem der Region und dem Deutschlands. Zur Wasserfläche: Neben den Bächen und Teichen sowie dem Schönheider Anteil an der Zwickauer Mulde gehört zum Gemeindegebiet auch ein Teil der Eibenstocker Talsperre.

Geschichte[Bearbeiten]

Die 750-Millimeter-Schmalspurbahn im Museumsbetrieb

Als erster Siedler im Schönheider Gebiet gilt Urban Männel, der 1537 das erste Haus errichtet haben soll.[21][22] Fünf Jahre später sind 12 Siedler im Schneeberger Fürstenverzeichnis aufgeführt. Das Türkensteuerregister des Jahres 1542 nennt die Namen von 12 Bauern.[23] Das Dorf Schönheide wurde 1549 mit 20 Höfen gegründet. 1563 kam der Ort durch Verkauf in den Besitz der Wettiner und kam zur Herrschaft Schwarzenberg.[24] 1566 wurde in Schönheiderhammer das heute noch als Eisengießerei betriebene Eisenhammerwerk gegründet. Im Jahre 1596 wurde die erste Kirche errichtet. Sie stürzte 1764 ein. Dabei kam ein Mann ums Leben. Die Kirche wurde nach Plänen von Christian Döltz von 1766 bis etwa 1773 in der heutigen äußeren Form neu gebaut und anschließend bis 1835 im Innern ausgebaut und ausgemalt.[25] 1669 wurde eine Handwerkerinnung gegründet.

Der Name des Dorfes wechselte über die Jahrhunderte. 1542 wurde es als Schönnheyde bezeichnet,[26] dann folgten diese Namen: 1549 Schonheyde, 1557 Schönheyde, 1572 Schonheida, 1572 Schönheida. Ab 1875 wurde die heutige Schreibweise Schönheide eingeführt.[27]

Mit dem Bau der Bahnstrecke Chemnitz–Adorf erhielt der Ort 1875 in Schönheiderhammer und Wilzschhaus Bahnanschluss. Zwischen 1880 und 1900 wurden mehrere noch heute bestehende öffentliche Gebäude gebaut: Rathaus 1882, Post 1891, Real-/Hauptschule 1896–98. Die Flemming-Fabrik aus dem Jahr 1896 wurde in den 2000er Jahren abgerissen, ebenso eine der beiden Lenks-Villen, Jugendstilbauten aus der Zeit um 1900. 1893 kamen mit dem Bau der Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld der Bahnhof Schönheide Mitte und die Haltepunkte Oberschönheide und in Neuheide dazu.

In der Zeit zwischen 1914 und 1945 zog in Schönheide wie auch im restlichen Erzgebirge durch die Kriege hohe Arbeitslosigkeit und Armut ein. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Ort ein Außenlager des KZ Flossenbürg eingerichtet, in dem 50 KZ-Häftlinge für die Firma R. Fuess (Berlin) Zwangsarbeit verrichten mussten. Diese Häftlinge wurden im April 1945 auf den Todesmarsch nach Karlsbad geschickt.

Zu DDR-Zeiten wurde im Ort ein Kinderferienlager betrieben.

Die Gemeinden Schönheiderhammer und Neuheide wurden am 1. Juli 1949 nach Schönheide eingemeindet (Gesetz über den Zusammenschluß der Gemeinden Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide - Landkreis Aue - vom 29. April 1949).[28]

Blick vom Fuchsstein über Neuheide bis Neulehn

1974 begann der Bau der Talsperre Eibenstock. Dadurch musste 1975 die Bahnstrecke im Muldetal zwischen Blauenthal und Schönheide Ost stillgelegt werden. 1977 erfolgte auch die Einstellung der Schmalspurstrecke, auf einem Teilstück verkehrt heute eine Museumsbahn.[29]

Ab 1990 wurde die Infrastruktur ausgebaut, aber durch die Stilllegung vieler Betriebe stieg auch wieder die Arbeitslosigkeit an.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Die Schule in der Dorfmitte

Von den 4.918 Einwohnern (31. Dezember 2011) waren 2.415 männlich und 2.503 weiblich. 23 waren Ausländer.

Angaben ab 1801 jeweils für Schönheide, Neuheide und Schönheiderhammer zusammen

Der Wegweiser Kommune der Bertelsmann-Stiftung prognostiziert der Gemeinde eine Einwohnerentwicklung bis 2030, die dem seit über 20 Jahren zu beobachtenden Trend entspricht.[39] Dies differiert kaum von den Daten für den Erzgebirgskreis in der 5. Regionalisierten Bevölkerungsprognose bis 2025 für Sachsen des Statistischen Landesamtes.[40]

Altersstruktur[Bearbeiten]

Am Stichtag des 31. Dezember 2011 waren 13,7  Prozent (675) unter 20 Jahre alt, 48,2  Prozent (2.371) zwischen 20 und unter 60 Jahre sowie 38,1  Prozent (1.872) 60 Jahre und älter.[41] Die Altersstruktur Schönheides unterscheidet sich deutlich von der ganz Deutschlands. Die Daten des Jahres 2010 weisen einen Anteil der unter 20-Jährigen von 18,4  Prozent (Schönheide minus 4,7 Prozentpunkte) aus, bei den 20 bis unter 60-Jährigen von 55,3  Prozent (Schönheide minus 7,1 Prozentpunkte) und bei der Altersgruppe „60 Jahre und älter“ von 26,3  Prozent (Schönheide plus 11,8 Prozentpunkte).[42] Nach dem Zensus 2011 beträgt der Jugendquotient (Anzahl der unter 18-Jährigen je 100 Personen im Alter von 18 bis unter 65 Jahren) im Jahr 2011 genau 22 gegenüber 30 im Jahr 1990. Dagegen stieg der Altenquotient (Anzahl der 65-Jährigen und Älteren je 100 Personen im Alter von 18 bis unter 65 Jahren) von 30 im Jahr 1990 auf 51 im Jahr 2011.[43]

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Feuerwehrdenkmal in der Gestaltung des Jahres 2013

Grabstätten und eine Gedenktafel auf dem unteren Teil des alten Friedhofs erinnern an eine unbekannte Zahl von Opfern der NS-Diktatur. Das Feuerwehrdenkmal im oberen Ortsteil, ursprünglich errichtet zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Feuerwehrleute, hat heute zusätzlich eine Gedenktafel, die allen in Kriegen gefallenen Feuerwehrmännern Schönheides gilt. An der Außenwand des Bürsten- und Heimatmuseums würdigen zwei gusseiserne Tafeln die im Ersten Weltkrieg gefallenen Sportler aus Schönheiderhammer und aus Schönheide. Letztere Tafel war früher an der Südseite der abgerissenen Turnhalle angebracht. Das Mahnmal für Gefallene des Krieges 1870/71 gegen Frankreich auf dem früher Gustav-Haupt-Platz genannten Platz neben der Schule wurde nach 1945 zerstört. Das sog. Denkmal auf dem Knock oberhalb des alten Friedhofs, 1937 eingeweiht, war den Toten des Ersten Weltkrieges gewidmet, ohne dass je eine Widmungstafel angebracht wurde. In den 1950er Jahren wurde auf der Stele ein fünfzackiger Sowjetstern angebracht, der nach 1990 wieder entfernt wurde.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Zentrum der kommunalen Entscheidungen - Rathaus aus dem Jahr 1882

Nach der Wiedervereinigung erfolgte auch in Sachsen eine vollständige Umstrukturierung der Verwaltung. Für die Gemeinden galt nunmehr die kommunale Selbstverwaltung des Artikels 28 des Grundgesetzes, wonach die Gemeinden durch ihre gewählten Vertreter, die gewählten Bürgermeister und die ihm unterstellte Gemeindeverwaltung die Gemeindeangelegenheiten selbstständig und eigenverantwortlich gestalten können. Das Nähere regelt die getretene Sächsische Gemeindeordnung.

Primär der Gemeinderat entscheidet über die örtlichen Angelegenheiten, in der Regel auf Vorschlag des Bürgermeisters. Insbesondere beschließt er den Haushaltsplan der Gemeinde. Er bereitet seine Beschlüsse in den Ausschüssen vor. Bei der Wahl am 25. Mai 2014 erreichten die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) neun (im Jahr 2009 sieben), die CDU fünf (acht) und die SPD zwei (zwei, davon einer nicht besetzt) Sitze. Die FDP ist nicht mehr vertreten (ein Sitz). Unter den 16 Mitgliedern des Gemeinderates ist eine (drei) Frau. Bei der Gemeinderatswahl beteiligten sich von 4.068 (4.338) Wahlberechtigten 2.295 (2.296) (56,4%, im Jahr 2009 52,3 %). Die Listen erhielten: Unabhängige Wähler-Gemeinschaft (UWG) 3.353 (2.480) (50,6 %, im Jahr 2009 37,8 %), CDU 1.939 (2.836) Stimmen (29,2 %, im Jahr 2009 43,3 %), SPD 965 (751) (14, 6 %, im Jahr 2009 11,5 %), FDP 375 (486) (5,7 %, im Jahr 2009 7,4 %).[44][45]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist der 1975 geborene Kai Wilhelm (SPD), ein ausgebildeter Verwaltungsfachmann, der bis zu seiner Wahl als Hauptamtsleiter in einer erzgebirgischen Gemeindeverwaltung tätig war. Er wurde am 8. Juni 2008 bei einer Wahlbeteiligung von 72,3 % (3.229 abgegebene Stimmen bei 4.464 Wahlberechtigten) mit 2.032 Stimmen (63,8 %) für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt. Sein Mitbewerber Michael Härtel (CDU) erreichte 36,2 % (1.152 Stimmen). [46]

Wahlen[Bearbeiten]

Wahlen des Landrates und zum Kreistag 2008[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2008
Wahlbeteiligung: 72,3 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,4 %
31,6 %
11,6 %
6,6 %
9,9 %

Nach einer Kreis- und Gebietsreform in Sachsen wurden am 8. Juni 2008 gleichzeitig Wahlen zum Kreistag und des Landrats abgehalten. Von 4.467 Wahlberechtigten gaben für Kreistags- und Landratswahl je 3.229 (72,3 %) ihre Stimme ab. In der Gemeinde Schönheide - Wahlkreis 5 Aue-Schwarzenberg - ergab sich als Wahlergebnis für den Kreistag[46]:CDU 3.524 (40,4 %), SPD 2.760 (31,6 %), Die Linke 1.012 (11,6 %), FDP 575 (6,6 %) und andere Parteien/Gruppierungen mit je unter 5 % zusammen 858 (9,9 %).

Aus Schönheide sind Michael Härtel (CDU) und Bürgermeister Kai Wilhelm (SPD) stimmberechtigte Mitglieder des 98 Kreisräte umfassenden Kreistages des Erzgebirgskreises.

Bei der Landratswahl am 8. Juni 2008 stimmten von den 3.229 Wählenden 1.622 (52,6 %) für Frank Vogel (CDU), 522 (16,9 %) für Klaus Jürgen Tischendorf (Die Linke), 426 (13,8 %) für Frank Gerlach (SPD) und 512 (16,6 %) für vier andere Bewerber. Am 22. Juni 2008 fand erneut eine Landratswahl statt, weil auf Kreisebene kein Bewerber die absolute Mehrheit erreicht hatte. In Schönheide nahmen von 4.467 Wahlberechtigten 1.232 (27,6 %) teil und gaben Frank Vogel 951 (77,4 %), Klaus Jürgen Tischendorf 200 (16,3 %) und den anderen drei Kandidaten 78 (6,3 %) Stimmen. [47]

Wahlen zum sächsischen Landtag[Bearbeiten]

Im Jahr 1990 konnten die Schönheider am 14. Oktober knapp 14 Tage nach der Wiedervereinigung zum ersten Mal seit über 58 Jahren an freien Wahlen der Abgeordneten des Landtages Sachsens teilnehmen. Von den 5108 Wahlberechtigten gingen 76  Prozent (in Klammern jeweils die Daten von ganz Sachsen: 72,8  Prozent) an die Wahlurnen. Die Zweitstimmen entfielen auf CDU 55,9 (53,8)  Prozent, SPD 22,8 (19,1)  Prozent, FDP 5,9 (5,3)  Prozent, PDS 5,3 (10,2)  Prozent und andere Parteien zusammen 9,6 (11,6)  Prozent, darunter die mit der CSU vergleichbare DSU 3,9  Prozent. Die Parteien der DDR-Demokratiebewegung erhielten: Neues Forum 3,3 (5,6) Prozent und Demokratischer Aufbruch 0,6  Prozent. Die NPD erreichte mit 12 der 3880 abgegebenen Stimmen 0,3  Prozent.[48][49]

Die jüngste Landtagswahl am 30. August 2009 brachte von den 4.403 Wahlberechtigten nur 52,1 (in Klammern jeweils die Daten von ganz Sachsen: 52,2)  Prozent an die Urnen. So entschieden die Schönheider mit ihren Listenstimmen: CDU 41,4 (40,2)  Prozent, Die Linke 18,9 (20,6)  Prozent, SPD 12,3 (10,4)  Prozent, FDP 11,3 (10,0)  Prozent, Grüne 3,1 (6,4)  Prozent, NPD 4,9 (5,6)  Prozent, andere Parteien 5,9 (6,8)  Prozent.

Den Wahlkreis Aue-Schwarzenberg 1 vertritt der direkt gewählte 1957 geborene Thomas Colditz, Aue(Sachsen).[50][51]

Wahlen zum Deutschen Bundestag[Bearbeiten]

Bei den Bundestagswahlen am 27. September 2009 gehörte Schönheide zum Wahlkreis 165 „Erzgebirgskreis I“. Die Zweitstimmen verteilten die 65,1 (in Klammern jeweils die Zahlen für ganz Deutschland: 70,8)  Prozent der 4.404 Wahlberechtigten, die an der Wahl teilnahmen: CDU 39,1 (35,2 – CDU und CSU zusammen)  Prozent, SPD 16,8 (23)  Prozent, FDP 13,5 (14,6)  Prozent, Die Linke 22,9 (11,7)  Prozent, Grüne 2,9 (10,6)  Prozent, andere Parteien 4,7 (6,0)  Prozent, davon NPD 3,5  Prozent.

Im Wahlkreis wurde der 1947 geborene Günter Baumann (CDU), Jöhstadt/Erzgebirge, direkt gewählt.[52][53]

Für die Bundestagswahlen am 22. September 2013 wurde Schönheide dem neu zugeschnittenen Wahlkreis 164 "Erzgebirgskreis I" zugeordnet. Die neue Einteilung der Wahlkreise war notwendig geworden, weil Sachsen auf Grund der Bevölkerungsentwicklung statt 17 Wahlkreise nur noch 16 hat. In diesem Wahlkreis kandidierten sieben Bewerber, darunter der 2009 im bisherigen Wahlkreis 165 im Jahr 2009 direkt gewählte Abgeordnete und zwei weitere Bundestagsmitglieder, Wolfgang Gunkel (SPD) und Heinz-Peter Haustein (FDP).[54]

Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 nahmen 2.927 (70,9 Prozent) der 4.131 Wahlberechtigten an der Wahl teil und vergaben ihre Zweitstimmen so: 47,4 Prozent der CDU, 18,3 Prozent Die Linke, 16,5 Prozent SPD, 3,5 Prozent FDP, 2,3 Prozent Bündnis 90/Grüne, 5,3 Prozent AfD (Alternative für Deutschland). Andere Parteien erhielten 6,7 Prozent, davon die NPD 3,3 Prozent und die Piraten 1,9 Prozent.[55]Im Wahlkreis wurde direkt in den Bundestag gewählt Günter Baumann.[56]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber über einem schwarzen Punkt und vor zwei schräggekreuzten schwarzen Berghämmern sowie einer schwarzen Rodehacke eine bewurzelte grüne Eiche, beiderseits begleitet von je einer grünen Heidekrautpflanze mit je einer roten Blüte.

Das Wappen wurde mit dieser Beschreibung vom Schönheider Gemeinderat in seiner Sitzung am 5. Mai 1997 eingeführt. Es beruht auf einem im Jahr 1643 verwendeten „Gerichtssigil zur Schönheyd“ und übernimmt dessen Wappenmotive. Eine Eiche steht seit dem frühen 17. Jahrhundert auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Die Berghämmer, die bergmännischen Werkzeuge Schlägel und Eisen, erinnern an den Bergbau von der Gründungszeit bis in das 18. Jahrhundert. Die Rodehacke weist hin auf die Rodung des Waldes für die Besiedlung. Die Heidepflanzen greifen den Namen der Gemeinde auf. Die Herkunft und Bedeutung des Schwarzen Punktes zu Füßen der Eiche sind ungeklärt, er findet sich schon auf dem Siegel von 1643.

Die Gemeindeflagge wird im Beschluss des Gemeinderates vom 5. Mai 1997 so beschrieben: „Grün-weiße Bikolore mit aufgelegtem Gemeindewappen.“

Partnerschaften mit anderen Gemeinden[Bearbeiten]

20 Jahre Partnerschaft Schönheide - Sulzbach

Schönheide unterhält partnerschaftliche Beziehungen mit Bad Rappenau (Baden-Württemberg), den beiden hessischen Gemeinden Beerfelden und Sulzbach (Taunus) sowie Nüdlingen in Bayern. Im Jahr 2010 bestand die Partnerschaft mit Sulzbach, die als erste geschlossen wurde, 20 Jahre. Die Stadt Sulzbach half insbesondere in der Nach-DDR-Zeit bei der Umstellung im Bereich Gemeindeverwaltung und Schule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dialekt[Bearbeiten]

In Schönheide wird westerzgebirgisch gesprochen, schon wenige Kilometer weiter westlich - hinter dem Wald - beginnt der vogtländische Dialekt. [57] Ihr Dorf bezeichnen die Schönheider als „Schennhaad“.[58] In umgebenden Dörfern und Städten ist eher die Bezeichnung „Schiehaad“ verbreitet. Schon im 20 km muldeabwärts liegenden Aue (Sachsen) wird die Sprechweise der Schönheider als singend bezeichnet. Der Satz „Wu de Hasen Hos’n un de Hosen Hus’n haaßen, do bie iech dorrhamm.“ (Wo die Hasen "Hos’n" heißen und die Hosen "Hus’n", da bin ich zu Hause.) gibt einen Einblick in das Westerzgebirgische.[59] Die Schönheider Mundartschriftstellerin Martina Gutzeit spricht das Schönheider Erzgebirgisch in einer Art Bühnendeutsch, wie die Rezitation eines ihrer Gedichte belegt.[60] Der erzgebirgische Dialekt wird im täglichen Umgang der Schönheider untereinander praktiziert, zahlreiche Einwohner reden fast ausschließlich im Dialekt. Sie sprechen die heute noch an Stelle von Guten Tag und Auf Wiedersehen gebräuchliche Grußformel „Glück auf“ wie „Geliggauf“ und die harten Konsonanten k, p und t wie g, b und d, nur das Wort Garage wird Karasche ausgesprochen.

Kulturdenkmale[Bearbeiten]

Bürsten- und Heimatmuseum

Es gibt zahlreiche Kultur- insbesondere Baudenkmale aus allen Epochen, deren Erhaltung vielfach nicht gesichert ist, weil die Nutzungen, für die sie entstanden, aufgegeben wurden oder weil sie durch Umgestaltung stark verändert werden.

Museen und Sakralbauten[Bearbeiten]

Martin-Luther-Kirche
  • Bürsten- und Heimatmuseum im ehemaligen neben der Kirche liegenden Pfarrhaus aus dem 17. Jahrhundert, dessen Fachwerk Jahrzehnte hinter einer Bretter-Putz-Verkleidung nicht sichtbar war. Das Museum zeigt in der Dauerausstellung die Geschichte des Dorfes und der Bürstenindustrie. Regelmäßige Sonderausstellungen behandeln ortsgeschichtliche und regionale Themen. In der Weihnachtszeit wird die erzgebirgische Handwerkskunst jeweils in einzelnen Teilbereichen gezeigt.[61]
  • Schmalspur-Museumsbahn nach Stützengrün[62]
  • Martin-Luther-Kirche

Schon um die 40 Jahre nach der Dorfgründung wurde eine Kirche gebaut, und nach deren Einsturz wurde von 1766 bis 1773 nach Plänen des Baumeisters Christian Döltz ein großer Rokoko-Bau mit dreigeschossigen Emporen auf drei Seiten in der Form einer sächsischen evangelischen Predigtkirche errichtet, auf der Ostseite mit Altar, Kanzel und Orgel übereinander. Innen ist die Kirche 29 Meter lang, 15 Meter hoch und 15 Meter breit. Der Innenausbau zog sich über Jahrzehnte bis etwa 1835 hin. 32 verglaste Betstuben wurden zur Mitfinanzierung des Baus vermietet[63], die rechts vom Altar trägt das Wappen der früheren Besitzer des Eisenwerkes Schönheiderhammer, Edler von Querfurth. 1902/03 wurde die Kirche umgebaut. Bis auf den Anbau einer Sakristei nach Osten blieb das Äußere mit seinem steilen schiefergedeckten Satteldach mit Gaupen, dem im Verhältnis zur Höhe des Kirchenschiffs etwas zu niedrigen Turm und dem Kirchenschiff mit hohen durchgehenden Fenstern und Strebepfeilern im Wesentlichen unverändert. Im Inneren wurde die Decke abgehängt und mit einer Stuckverzierung versehen. Die Orgelempore wurde auf die Westseite verlegt, eine Jehmlich-Orgel ersetzte die von Johann Gottlob Trampeli aus dem Jahr 1795, das Trampeli-Gehäuse kam in veränderter Zusammenstellung vor die neue Orgel. Dehio betont die „überwiegend einheitliche Rokokko-Ausstattung“ der Schönheider Kirche, die Veränderungen des Umbaus aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts „fügen sich in das Gesamtbild ein“.[64]

Bibliothek[Bearbeiten]

Schönheides Gemeindebibliothek im Rathaus ist direkt vom Marktplatz aus zugänglich und bietet an drei Tagen in der Woche über 10.000 Medien an, Bücher – Belletristik und Fachliteratur aller Art -, Zeitschriften, Videos, DVDs und Hörbücher. Für junge Lesende gibt es eine besondere Abteilung mit Kinder- und Jugendliteratur, Spielen und anderem. Die Bibliothek macht Bestellungen über Fernleihe und Internetrecherchen möglich. Sie wurde schon im Jahr 1844 gegründet und ist damit eine der ältesten in Westsachsen.

Künstler[Bearbeiten]

Gedichte und Prosa in westerzgebirgischer Mundart veröffentlicht Martina Gutzeit, früher Kantorin der Martin-Luther-Kirche.[65] Die Gesangsgruppe „Schennhaader Maad“ (Schönheider Mädchen), deren künstlerische Leiterin sie ist und für die sie auch Lieder schreibt, tritt a capella oder mit instrumentaler Begleitung mit Liedern in westerzgebirgischer Mundart auf. Auf CD-Alben sind ihre Lieder teilweise zusammen mit der Musik anderer Gruppen veröffentlicht. Die CDs tragen Titel wie „Weihnachtszeit im Erzgebirge“(erschienen 1996, mit dem Lied „Griene Klies und Gänsebroten“ – Grüne Klöße und Gänsebraten), „Arzgebirg mei Haamitland“ (Erzgebirge, mein Heimatland, 1997, mit dem Lied „De Schwarzbeerschänk‘“ – Die Heidelbeerschänke), „Silbernes Erzgebirge“(1999, mit „Das Geschenk: Zeit“ und „Gieh mit!“ – Geh‘ mit), „Lichtelfest im Erzgebirge“ (2005, mit „Kaa grüns Blatt“ – Kein grünes Blatt und „Wieder is Weihnachten komme“ – Wieder ist Weihnachten gekommen). Außer in MDR-Fernsehsendungen mit Musik aus dem Erzgebirge ist die Gruppe auch in Fernsehsendungen des Bereichs volkstümlicher Schlager aufgetreten.

Sport[Bearbeiten]

Der Schönheider Eishockeyverein führt den Namen EHV Schönheide 09 und wurde 2009 gegründet. Er ist seit der Saison 2010/11 in der neu geschaffenen Oberliga Ost vertreten. Die Oberliga ist zurzeit die dritthöchste Eishockeyspielklasse in Deutschland und hat vier regionale Gruppen. Der Vorgängerverein EHV Schönheide ging im April 2009 in Konkurs. Der daraufhin gegründete EHV Schönheide 09 e. V. übernahm dessen Tradition und Startplatz in der Regionalliga Ost 2009/10. In der über 75-jährigen Tradition wurde der Schönheider Eishockeyverein überregional bekannt durch die für nur eine kurze Zeit mögliche Teilnahme an der DDR-Oberliga (trotz der beschränkten Möglichkeiten der bis Anfang der 1990er Jahre vorhandenen Natureisbahn auf der Fläche des Freibades) und durch den Gewinn der Regionalligameisterschaft in der Saison 2007/08 sowie als Sieger des Ostdeutschen- Eishockeypokals 2011/12.

Siehe auch

Hauptartikel: EHV Schönheide 09

FC Schönheide ist der heutige Name des Fußballvereins, dessen Herrenmannschaft in der Kreisklasse spielt. Andere Vereine, wie für Handball, Tischtennis, Skifahren und Gymnastik, ergänzen das Sportangebot.

Sportstätten

  • Kunstrasen-Fußballplatz „Waldstadion“
  • überdachtes Kunsteis-Stadion Schönheide „Wolfsbau“ für Eishockey und für Freizeit-Eislauf
  • Sporthalle mit Zuschauertribüne an der Geschwister-Scholl-Schule, genutzt von Schule und Vereinen
  • Langlaufloipe am Waldrand im Oberdorf

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

In der Martin-Luther-Kirche gibt es das Jahr über regelmäßig Kirchenmusik.[66] Die Museumsbahn bietet mehrmals im Jahr Fahrten auf der Schmalspurstrecke ab Bahnhof Schönheide-Mitte an, auch im Winter bei Schnee.[67] Auch am Bahnhof Wilzschhaus werden regelmäßig Veranstaltungen rund um die Bahn durchgeführt, so auch Eisenbahnfahrtage auf der Normalspurstrecke Richtung Hammerbrücke und – in Planung – Richtung Schönheiderhammer. Es gibt auch Fahrten des Wernesgrüner Schienenexpresses.[68] Alljährlich findet Anfang September das Bürstenfest statt.[69]

Für das Straßenfest im Juli wird mitten im Ort die Hauptstraße gesperrt.[70] Die Schönheider Kirmes ist traditionell am 2. Wochenende des Oktobers. Das alljährliche Feuerwehr-Familien-Fest der Freiwilligen Feuerwehr Schönheide gibt es Mitte August oder Anfang September.[71] Das Bürsten- und Heimatmuseum veranstaltet jedes Jahr Oldtimertreffen und Handwerkerwochenenden mit Vorführungen alter Handwerkstechniken.[72] Seit 2004 treffen sich Motorradfahrer am ersten Sonntag im Juli zu einem Gottesdienst unter freiem Himmel am Fuchsstein.[73] Der Weihnachtsmarkt am Sonnabend vor dem ersten Advent auf dem Marktplatz hatte schon vor 1800 einen Vorgänger, den Advents-Freitagsmarkt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Landwirtschaft bedeutet heute in einer Höhenlage von 550 bis über 730 m, sich wegen der kurzen Vegetationsperiode auf Viehwirtschaft zu beschränken. Aber bis in die 1960er Jahre hatten die um die 30 Landwirte in Schönheide die klassische Kombination von Ackerbau mit Getreide, Rüben und Kartoffeln und Viehwirtschaft. Die Tiere waren ganzjährig in Anbindehaltung im Stall. Wegen der geringen Fläche pro Betrieb waren Dreinutzungsrinder selbstverständlich, nur Bauern mit mehr Fläche hatten Zugochsen, manche arbeiteten mit der Kombination Pferd und Ochse. Landwirte mit zwei Pferden waren die Ausnahme. Wegen der steilen Anstiege und der langen Schneebedeckung der Hohlwege auf den Nordseiten mussten die typischen Winterarbeiten – wie der Transport von Mist auf die Felder – auf großen Umwegen über weniger steile Straßen und Wege mit sehr hohem Zeitaufwand erledigt werden. Weite Wege waren ein generelles Problem für alle Feldarbeiten: Schönheides Bauern hatten in dem Waldhufendorf lange schmale von der Hofstelle ausgehende Streifen, die bis zum Waldrand reichten. Insbesondere im Bereich der kuppenartigen Höhen war der Feldbau schwierig, da die Bedeckung mit der Humusschicht auf Grund geringer Verwitterung der Böden sehr dünn ist.[74]

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war der Mangel an Kunstdünger gravierend. Allgemeiner Nahrungsmangel bei großer Bevölkerungszahl ließ viele Einwohner Kaninchen, Ziegen und Schafe halten, für die sie Futter an Wegesrändern holten. Oder sie ließen die Tiere angepflockt weiden. Im Zuge der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone – nach der Parole Junkerland in Bauernhand – wurden die zum Besitz der Eigentümer des Eisenwerks Schönheiderhammer, der Familie von Querfurt, gehörenden Flächen im Bereich Schädlichsberg auf Neubauern aufgeteilt. In der Produktion waren die Landwirte nicht frei in ihren Entscheidungen, sie waren im Rahmen der DDR-Planwirtschaft mit qualitativ und quantitativ in Anhängigkeit von der Fläche festgelegten Produktionsmengen belegt, sog. „Soll“, die zu staatlich festgesetzten Preisen aufgekauft wurden. Die darüber hinausgehende Produktion, sog. „freie Spitze“, konnten die Landwirte frei verkaufen. Die Maschinen- und Ausleihstation in Affalter, später Maschinen-Traktoren-Station, brachte Anfang der 1950er Jahre die ersten Möglichkeiten, eine stärker mechanisierte Landwirtschaft zu betreiben, insbesondere im Bereich der Zug- und Erntemaschinen.

In den 1950er Jahren begann die Kollektivierung der Landwirtschaft über den sog. Typ 1 (Typ 1, jeder macht seins.). Um den Beitrittsdruck zu erhöhen, wurde auch die Ausleihmöglichkeit für Maschinen und Geräte erschwert. 1961 wurde auch in Schönheide die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) auf den Typ 3, der sog. Vollkollektivierung, umgestellt und sämtliche Bauern zum Beitritt gebracht, insbesondere auch durch starken psychischen Druck. Nur wenige Flächen blieben außerhalb der LPG „Vorwärts“. Die Bewirtschaftung in den schmalen Hufen wurde zugunsten großer zusammenhängender Flächen aufgegeben, die Streifen mit Lesesteinen zwischen den Hufen samt Bewuchs entfernt, feuchte Wiesen zum Teil aufgeforstet und steile Flächen sich selbst überlassen. Im Ortsteil Schädlichsberg baute die LPG einen Rindergemeinschaftsstall, nach sowjetischem Vorbild als Rinderoffenstall, der angesichts der Schneewinter im Erzgebirge in erheblichem Maße zu Tiererkrankungen, Minderleistungen und Tierverlusten führte, so dass er zu einem geschlossenen Stall umgebaut werden musste. Die Schönheider LPG „Vorwärts“ spezialisierte sich auf die Aufzucht von Färsen.[75] In Zuge der Kooperation mit anderen LPGs im Raum Zwickau erhielt sie Kälber, die in Schönheide aufgezogen wurden und als Milchkühe wieder ins Tiefland gebracht wurden.

Nach 1990 löste sich die LPG „Vorwärts“ auf, die landwirtschaftlichen Flächen gingen weitgehend an die Eigentümer zurück. Als Pachtflächen werden sie heute im Wesentlichen von zwei Wiedereinrichtern genutzt. Ein größerer Betrieb hielt bis vor einigen Jahren Schafe und stellte dann auf Mutterkuhhaltung um, neben den Weiden nutzt er die Flächen für Heu- und Silagewerbung sowie den Anbau von Futtergetreide. Außerdem halten in geringerem Umfang einige Betriebe Mastvieh, darunter Galloway-Rinder.

Medien[Bearbeiten]

In Schönheide erscheint freitags das "Schönheider Wochenblatt - Unabhängige Regionalzeitung mit amtlichen Bekanntmachungen der Gemeinde Schönheide sowie Informationen aus Carlsfeld, Stützengrün und Umgebung". Das Wochenblatt gab es von 1872 bis Mai 1941 dienstags, donnerstags und sonnabends und nach Kriegsende im Jahr 1945 für kurze Zeit. Anfang 1990 gründete es der Journalist und heutige Herausgeber Eberhard Mädler neu.

Über örtliche Ereignisse berichtet auch der Regionalteil "Auer Zeitung" der Chemnitzer Tageszeitung Freie Presse.

Bildung[Bearbeiten]

Zeugnis der Geschwister-Scholl-Schule Schönheide aus dem Jahr 1950

Die Gemeinde Schönheide hat vier Kindergärten in eigener Trägerschaft, die im Gemeindegebiet gut verteilt liegen, die Kindertagesstätten "Villa Kunterbunt" im oberen Dorf, "Wirbelwind" im Schwarzwinkel, "Abenteuerland" in der Straße Paradies und "Hammerschulzwerge" in der früheren Hammerschule.[76]

Die Gemeinden Stützengrün und Schönheide betreiben ihre Schulen in Partnerschaft: Die Grundschule für die Klassen 1 bis 4 liegt in Stützengrün, sie wird auch von Schönheider Kindern besucht. In 11 Klassen unterrichteten 12 Lehrerinnen und Lehrer 244 Schülerinnen und Schüler der beiden Dörfer.[77] In Schönheide liegt die Mittelschule (Klassen 5 bis 10), die seit dem Schuljahr 2013/14 wie alle vergleichbaren Schulen in Sachsen Oberschule heißt [78]. Zwölf Klassen mit 242 Schülerinnen und Schülern hat werden von 21 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.[79] Schon seit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg trägt die Schönheider Schule den Namen „Geschwister-Scholl-Schule“. Sie hat Ganztagsangebote und Neigungskurse in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, Info und Medien, Gesundheit und Sport und sozial-gesellschaftliches Handeln. Die Schule stellt ihr berufsorientiertes Ausbilden besonders heraus.[80]

Volkshochschulkurse für eine Reihe von Themen werden angeboten insbesondere im nahe gelegenen Rodewisch.[81] Die Musikschule des Erzgebirgskreises unterrichtet in der Nachbarstadt Eibenstock.[82], die Kirchengemeinde bietet Kindern und Erwachsenen Instrumentenunterricht und –spiel sowie Chorgesang.

Die nächstgelegene Fachhochschule ist die Westsächsische Hochschule Zwickau mit Fachbereichen auch in Reichenbach im Vogtland, Schneeberg und Markneukirchen, die nächstgelegene wissenschaftliche Hochschule ist die Technische Universität Chemnitz.

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Eisenbahn früher und heute: Bis 1975[83] erreichte die Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld über den Haltepunkt Schönheide Nord (früher Neuheide), Bahnhof Schönheide Mitte (früher Schönheide) und Haltepunkt Schönheide West (früher Oberschönheide) den Bahnhof Schönheide Süd (früher Wilzschhaus). Dort traf die 750-Millimeter-Schmalspurbahn auf die Bahnstrecke Chemnitz–Adorf, die auch in Schönheide Ost (früher Schönheiderhammer) einen Bahnhof hatte.

Haltestelle Paradies
Wegweiser auf dem Baumannsberg

Der Förderverein Historische Westsächsische Eisenbahnen nahm 2007/8 auf dem Teilstück Schönheide Süd - Hammerbrücke der Ende der 1990er Jahre stillgelegten Bahnstrecke Chemnitz–Adorf mit dem Wernesgrüner Schienen-Express einen Touristenbahnbetrieb auf und führt im Rahmen von Veranstaltungen Sonderfahrten durch. Er strebt auch die Wiedernutzung des Teilstücks Schönheide Ost – Schönheide Süd an.

Personennahverkehr[Bearbeiten]

Der öffentliche Personenverkehr erschließt Schönheide durch zwei Buslinien. Die Linie V 61 Schönheide – Auerbach/Vogtl. erreicht in Rodewisch die Vogtlandbahn Richtung Zwickau – Leipzig – Berlin, Zwickau – Chemnitz – Dresden oder Zwickau – Thüringen – Göttingen, aber auch Richtung Tschechien – böhmische Bäder. Die Linie 351 Neuheide – Schönheide – Eibenstock - Aue (Sachsen) gibt dort die Gelegenheit, mit der Bahn Richtung Zwickau – Leipzig – Berlin, Chemnitz – Dresden oder Zwickau – Thüringen – Göttingen zu reisen.

Autoverkehr[Bearbeiten]

Von insgesamt 3.122 Kraftfahrzeugen am 1. Januar 2013 waren 2.599 PKW, auf 1.000 Einwohner entfielen 537 PKW (im Erzgebirgskreis 569).[84]

Schönheide ist mit dem Auto erreichbar aus Richtung Dresden – Chemnitz über die A 72, Abfahrt Stollberg/Erzgeb.-West, über Aue (Sachsen) auf der B 283. Von Nordwesten und Norden her (Westdeutschland, Norddeutschland, Berlin, Leipzig) kann Schönheide über die A 4, Abfahrt Meerane, und die B 93 bis Schneeberg und die B 169 bis Stützengrün angefahren werden.

Nach Westen und Süden Richtung Hof – Nürnberg oder München wird über die B 169 und B 94 die Auffahrt Reichenbach im Vogtland der A 72 erreicht. Dies ist mit etwa 25 Kilometern Entfernung Schönheides nächstgelegene Autobahn-Anschlussstelle.

Überregionale Rad- und Weitwanderwege[Bearbeiten]

Der Muldentalradweg führt im Tal der Zwickauer Mulde an Schönheide vorbei. Er ist in diesem zur oberen Mulde gehörenden Bereich noch nicht ausgeschildert, Radlerinnen und Radler können auf der von ihnen gewählten flussnahen Route durch Schönheiderhammer fahren.[85]

Drei überregionale Wanderwege führen durch das Gemeindegebiet. Der europäische Fernwanderweg Eisenach - Budapest geht durch Oberschönheide. Seine Trasse führt vom oberen Vogtland über Rautenkranz nach Norden zum Kuhberg und von dort nach Nordosten in Richtung Schneeberg. Auf dem Fernwanderweg Görlitz-Greiz kommen Wandernde, von Eibenstock aus den Kuhberg als nächstes Zwischenziel ansteuernd, durch Schönheiderhammer. Von dort führt der Weg weiter durch Schönheide, am Paradies vorbei, durch den Schwarzwinkel und durch Neuheide. Der Vogtland Panorama Weg führt von Schnarrtanne über den schon zu Schönheide gehörenden Laubberg (767 m) zum Stausee, wendet sich dann Richtung Kuhberg und folgt von dort an dem Fernwanderweg Erzgebirge-Vogtland Richtung Wernesgrün.[86] Im Gemeindegebiet sind zahlreiche örtliche Wanderwege, auch Rundwanderwege, ausgeschildert und markiert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Mitteldorf mit Schule (rechts), alter und neuer Bebauung

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Forscher und Entwickler, Wissenschaftler und Komponist, Kommunalpolitiker und Abgeordnete in Reichstag und Landtag – das Dorf Schönheide brachte mehrere Persönlichkeiten hervor, deren Wirken bis heute Spuren zeigt.

Karl Emanuel Klitzsch (1812–1889), Organist, Komponist und Musikschriftsteller, wirkte in Zwickau. Er war Freund Robert Schumanns und trat in der Musikwissenschaft der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Autor hervor.

Karl Leistner (1826–1874), Nationalökonom und Politiker, lehrte als Dozent an der Universität in Zürich und war national-liberaler Abgeordneter des Reichstages des Norddeutschen Bundes und des Sächsischen Landtages.

Louis Tuchscherer (1847–1922), Erfinder und Mechaniker, wirkte in Chemnitz. Er arbeitete zeitgleich mit süddeutschen Erfindern an der Entwicklung der Automobiltechnologie.

Ottomar von Mayenburg (1865–1932) war Erfinder der Chlorodont-Zahnpasta und Inhaber der Herstellerfirma.

Kurt Müller (* 1924), SED-Politiker, war Oberbürgermeister von Aue und später von Karl-Marx-Stadt.

Hanno Drechsler (1931–2003), war an der Universität Marburg tätig und später als SPD-Kommunalpolitiker Oberbürgermeister und Ehrenbürger von Marburg.

Georg-Berndt Oschatz (* 1937), ist Verwaltungsbeamter und CDU-Politiker. Er war Oberbürgermeister verschiedener Städte und Kultusminister in Niedersachsen.

Ulrich Mückenberger (* 1944) ist Rechts- und Politikwissenschaftler. Er lehrt als Professor an der Universität Hamburg.

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hans Edler von Querfurth (1849–1931) war Besitzer des Eisenhüttenwerks Schönheiderhammer und als Konservativer um 1900 neun Jahre Mitglied des Sächsischen Landtags.

Ernst Flath (* 1876 in Frohnau, † 1964 in Schönheide) war Lehrer in Schönheide und Verfasser des 1909 erschienen Werkes Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide.

Ulrich Möckel (* 1968), Heimatforscher, arbeitet und publiziert über das böhmische Westerzgebirge und veröffentlicht regelmäßig die Online-Zeitschrift „Grenzgänger“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Volker Bretschneider und Bernd Garn: Alte Ansichten von Schönheide. Ein Spaziergang vom Hammer bis zum Oberdorf, Horb 2010, ISBN 978-3-86595-376-6 (Alle Ortsteile werden mit einer Vielzahl alter Ansichtskarten und sonstigen Fotos von Dorfszenen vorgestellt und textlich erläutert.)
  • Volker Bretschneider und Bernd Garn: Alte Ansichten von Schönheide. Band 2. Ein Gruß aus Schönheide, Horb 2012, ISBN 978-3-86595-460-2 (Das zur 475-jährigen Wiederkehr des Siedlungsbeginns erschienene Buch bringt auf 124 Seiten in reicher Bebilderung insbesondere Informationen über frühere Firmen, Freizeitaktivitäten, Ereignisse und Entwicklungen des Dorfbildes seit etwa 1900.)
  • Ernst Flath: Die Gründungsgeschichte Schönheides – Zur bevorstehenden Vierhundertjahrfeier des Ortes. In: Glückauf – Zeitschrift des Erzgebirgsvereins. Nr. 5/1937. Mai 1937. Seiten 65 bis 70 (Eine mit Fotos versehene Beschreibung der Voraussetzungen, des Ablaufs, der Organisation und der rechtlich-administrativen und finanziellen Bedingungen der Besiedlung – als Beispiel erzgebirgisch-vogtländischer Dorfgründungen im 16. Jahrhundert.)
  • Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Schönheide o. J. (1909), Reprint 1992 (Das etwa 1909 erschienene Buch ist ein grundlegendes Werk über Geschichte - auf der Grundlage von Archivrecherchen -, über Geographie und Geologie sowie über Institutionen, Politik, Wirtschaft und Sozialleben zur Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. 350 Seiten.)
  • M. Grohmann: Auf nach Schönheide – Ratgeber in Bild und Wort für Einheimische und Fremde, für Sommerfrischler, Wanderlustige und Wintersportfreunde [...], (Hg. im Auftrag des Erzgebirgs-Zweigvereins Schönheide), Schönheide o. J. (1916) (Ein 60-seitiges Buch mit zahlreichen Bildern, das die Gemeinde und ihre Umgebung insbesondere unter dem Aspekt behandelt, den Tourismus zu entwickeln, aber auch Infrastruktur und Wirtschaft allgemein vorstellt.)
  • Siegfried Lenk (Herausgeber Rat der Gemeinde Schönheide): Zur Geschichte der Gemeinde Schönheide (Zur 450-Jahr-Feier im Jahr 1986). Schönheide 1986 (Schwerpunkt der Publikation ist die Entwicklung seit 1900 und besonders in der Zeit des Nationalsozialismus', nach dem Zweiten Weltkrieg und in der DDR.)

Daneben sind diese Werke von Bedeutung:

  • Georg Buchwald (Herausgeber): Neue Sächsische Kirchengalerie. Ephorie Schneeberg. Leipzig 1902. (slub-dresden.de), abgerufen am 2. September 2013 (Schönheides Pfarrer Friedrich Volkmar Hartenstein beschreibt bebildert für Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide die Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung, Einwohnerentwicklung, Kirchen- und Schulgeschichte, Baugeschichte der Kirche, Glocken und Orgel der Kirche.)
  • Gerhard Diering, Susanne Steiniger, Richard Günnel: Vierhundert Jahre Eisenwerke Schönheiderhammer. Herausgegeben vom VEB Eisenwerke Schönheiderhammer im Jahre 1966. Leipzig 1967 (Das Werk beschreibt die Entwicklung eines der heute noch wichtigsten Industriebetriebe Schönheides, relevant auch unter den Gesichtspunkten der Dorf-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.)
  • Sachsens Kirchen-Galerie. 11. Band. Das Voigtland, umfassend die Ephorien Plauen, Reichenbach, Auerbach, Markneukirchen, Oelsnitz und Werdau. Dresden 1844. (slub-dresden.de), abgerufen am 2. September 2013 (Der Schönheider Pfarrer Gottlieb Friedrich Wagner beschreibt nach dem Stand von etwa 1840 die Orts- und Kirchengeschichte, die Kirche sowie die Schulentwicklung.)
  • Siegfried Sieber: Studien zur Industriegeschichte des Erzgebirges. Band 49 der Reihe Mitteldeutsche Forschungen. Köln Graz 1967 (Der Autor beschreibt die Entwicklung zum und im Industriezeitalter. Dabei wird auch die große Rolle des Industriedorfes Schönheide für eine Reihe von Techniken und Vertriebssystemen dargestellt. Auf 23 Seiten des ersten 84 Seiten umfassenden Teils "Das Erzgebirge als Industrielandschaft" werden Schönheider Entwicklungen behandelt.)
  • Richard Steche: Schönhaide. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 8. Heft: Amtshauptmannschaft Schwarzenberg. C. C. Meinhold, Dresden 1887, S. 58. (Das Buch behandelt die Kirche und ihre Ausstattung gegen Ende des 19. Jahrhunderts.)
  • Schönheide. In: Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock (= Werte der deutschen Heimat. Band 11). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1967, S. 102–108. (Aus der Feder Siegfried Siebers eine knappe Darstellung des Dorfes und seiner Umgebung unter geographischen, geologischen, wirtschaftlichen und historischen Aspekten nach dem Stand Mitte der 1960er Jahre.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schönheide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schönheide – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Schönheide o. J. (1909), S. 22
  3. Werner Schmidt: Das östliche Vogtland – Ergebnisse der landeskundlichen Bestandsaufnahme in den Gebieten Treuen, Auerbach, Oelsnitz und Falkenstein, Reihe Werte unserer Heimat, Institut für Länderkunde Leipzig, Weimar 1998, Seite 163.
  4. Naturraumbedingungen in Sachsen, abgerufen am 28. Juli 2013
  5. [1] Beschreibung des Bundesamts für Naturschutz, abgerufen am 28. Juli 2013
  6. [2] Landschaftstypen nach dem Bundesamt für Naturschutz, abgerufen am 28. Juli 2013
  7. [3] Definition des Bundesamts für Naturschutz, abgerufen am 28. Juli 2013
  8. Liste der Fauna-Flora-Habitat-Gebiete in Sachsen (EU-Melde-Nr. DE 5441303)
  9. Öffentliche Auslegung des Verordnungs-Entwurfs, Bekanntmachung vom 26. Februar 2013, Landkreiskurier Erzgebirgskreis, Nr. 2/2013, S. 13
  10. [4] (PDF; 13,4 MB) Wortlaut des Gutachtens, veröffentlicht vom Naturpark Erzgebirge Vogtland, abgerufen am 16. September 2013
  11. Liste der Naturschutzgebiete in Sachsen (C 19)
  12. [5] (PDF; 13,4 MB), Seite 12, veröffentlicht vom Naturpark Erzgebirge Vogtland, abgerufen am 16. September 2013
  13. Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Schönheide, o. J. (1909), S. 22
  14. Siegfried Sieber/Martin Leistner: Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock. Werte der Deutschen Heimat. Band 11, Berlin 1967, Seite 101
  15. Freie Presse, Regionalausgabe Aue vom 2. Juni 2013, abgerufen am 4. Juni 2013
  16. Talsperrenmeldezentrale der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Datenstand 4. Juni 2013 um 07.15 Uhr Abruf am 4. Juni 2013
  17. Quelle: Amtliche Statistik des Landes Sachsen [6] , direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Anklicken von „Strukturdaten“, weiter anklicken in der Karte „Erzgebirgskreis“, dann die am weitesten westlich liegende Gemeindefläche anklicken. Es öffnet sich die Übersicht „Gemeindestatistik 2008 für Schönheide“, in Übersicht klicken auf "2013", scrollen bis zum Bereich Flächennutzung, abgerufen am 2. August 2013.
  18. Quelle: Amtliche Statistik des Landes Sachsen [7] , direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Anklicken von „Strukturdaten“, weiter anklicken in der Karte „Erzgebirgskreis“, dann die am weitesten westlich liegende Gemeindefläche anklicken. Es öffnet sich die Übersicht „Gemeindestatistik 2008 für Schönheide“, scrollen bis zum Bereich Flächennutzung, abgerufen am 2. August 2013.
  19. Quelle: Amtliche Statistik des Landes Sachsen [8] , direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Anklicken von „Strukturdaten“, weiter anklicken in der Karte „Erzgebirgskreis“, dann die am weitesten westlich liegende Gemeindefläche anklicken. Es öffnet sich die Übersicht „Gemeindestatistik 2008 für Schönheide“, rechts daneben stehen die Daten für den Erzgebirgskreis, scrollen bis zum Bereich Flächennutzung, abgerufen am 2. August 2013.
  20. www.destatis.de: Flächennutzung, abgerufen am 14. Februar 2012.
  21. Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Schönheide o. J. (1909), S. 177
  22. [9] Karl Gottlob Dietmann: Die gesamte ... Priesterschaft in dem Churfürstenthum Sachsen ..., Band I.3: Konsistorium Wittenberg. Dresden und Leipzig 1755. Teil I Band 3, abgerufen am 3. Januar 2014
  23. Ewald Rannacher, Das Türkensteuerregister der Jahre 1531 und 1542 unter besonderer Berücksichtigung der Herrschaft Auerbach, in: Der Vogtländische Erzähler, Beilage zu Auerbacher Zeitung/Rodewischer Tageblatt, Nr. 34/1936
  24. Gottfried August Arndt, Archiv der Sächsischen Geschichte, 2. Teil, Leipzig 1785, S. 367 bis 388 [10], abgerufen am 3. Juli 2014
  25. Pfarrer Volkmar Hartenstein, Neue Sächsische Kirchengalerie, Parochie Schönheide, Leipzig 1902, Sp. 11 – 12
  26. Ewald Rannacher, Das Türkensteuerregister der Jahre 1531 und 1542 unter besonderer Berücksichtigung der Herrschaft Auerbach, in: Der Vogtländische Erzähler, Beilage zu Auerbacher Zeitung/Rodewischer Tageblatt, Nr. 34/1936
  27. Susanne Baudisch, Karlheinz Blaschke: Historisches Ortsnamenverzeichnis von Sachsen, Halbband 2, N-Z, Leipzig 2006, Sp. 5441
  28. Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden, 1952, Herausgeber Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  29. Rainer Heinrich, Gordon Parzyk: Die Geschichte der Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld, Herausgeber Deutsche Reichsbahn, Bahnmeisterei Falkenstein/Vogtland, Falkenstein/Vogtland 1988, Seiten 105 und 106
  30. Otto Findeisen: Eibenstock, Schönheide, Bockau. Bilder aus der Geschichte und Industrie des westlichen Obererzgebirges, Sonderdruck aus der Schriftenreihe Weltplätze des Handels und der Industrie. Berlin 1924. Seite 20
  31. Otto Findeisen: Eibenstock, Schönheide, Bockau. Bilder aus der Geschichte und Industrie des westlichen Obererzgebirges, Sonderdruck aus der Schriftenreihe Weltplätze des Handels und der Industrie, Berlin 1924, Seite 20
  32. Otto Findeisen: Eibenstock, Schönheide, Bockau. Bilder aus der Geschichte und Industrie des westlichen Obererzgebirges, Sonderdruck aus der Schriftenreihe Weltplätze des Handels und der Industrie, Berlin 1924, Seite 20
  33. Otto Findeisen: Eibenstock, Schönheide, Bockau. Bilder aus der Geschichte und Industrie des westlichen Obererzgebirges, Sonderdruck aus der Schriftenreihe Weltplätze des Handels und der Industrie, Berlin 1924, Seite 21
  34. a b Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Schönheide o. J. (1909), S. 126 – 128
  35. a b c d e Siegfried Sieber/Martin Leistner: Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock. Werte der Deutschen Heimat. Band 11, Berlin 1967, S. 181
  36. C. F. T. Rudowsky: Verzeichniß der gesammten Ortschaften des Königreichs Sachsen ... nach der Zählung am 3. Dezember 1855. Dresden: Ramming 1857, S. 67.
  37. a b c Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen
  38. a b c d e f g Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
  39. www.wegweiser-kommune.de: Prognose bis 2030 Direkter Link auf die Seite nicht möglich, Vorgehensweise: In das Suchfeld „Schönheide“ eintragen und auf den Pfeil klicken, abgerufen am 5. August 2013
  40. [11], abgerufen am 5. August 2013
  41. Quelle: Amtliche Statistik des Landes Sachsen [12] , direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Anklicken von „Strukturdaten“, weiter anklicken in der Karte „Erzgebirgskreis“, dann die am weitesten westlich liegende Gemeindefläche anklicken. Es öffnet sich die Übersicht „Gemeindestatistik 2008 für Schönheide“, in der Tabelle die Jahreszahl 2012, auf der sich öffnenden Karte Sachsens den Erzgebirgskreis, dort die Gemeinde 540 anklicken, scrollen bis zu den Daten über die Altersstruktur, abgerufen am 4. August 2013.
  42. Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung [13] Daten zu Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur, abgerufen am 4. August 2013.
  43. Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen [14] Direkter Link auf die Seite nicht möglich, Vorgehensweise: Am Seitenende bei Auswahl „Schönheide“ eintragen und auf „anzeigen“ klicken, dann scrollen, bis im Alphabet Schönheide erscheint, dann ist Download PDF Bevölkerung möglich, abgerufen am 5. August 2013
  44. Für das Ergebnis der Wahl 2009: Homepage der Gemeinde Schönheide, abgerufen am 29. März 2013
  45. Für 2014: Sächsisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 27. Mai 2014
  46. a b Statistisches Landesamt Sachsen; Kreistagswahlen 2008
  47. Statistisches Landesamt Sachsen, Landratswahlen 2008
  48. Ergebnisse für Sachsen, Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen [15], abgerufen am 6. August 2013
  49. Ergebnisse für Schönheide, Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen [16] direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Klick auf „Gemeinde“, dann „Schönheide“ auswählen, abgerufen am 6. August 2013
  50. Ergebnisse für Sachsen, Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen [17], direkter Link auf die Seite nicht möglich, Vorgehensweise: Klick auf „Freistaat Sachsen“, abgerufen am 6. August 2013
  51. Ergebnisse für Schönheide, Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen[18] direkter Link auf die Seite nicht möglich, Vorgehensweise: Klick auf „Gemeinde“, auf Karte Klick auf Gebiet 5, öffnet Karte des Wahlkreises Aue-Schwarzenberg 1, Klick auf „Schönheide“, abgerufen am 6. August 2013
  52. Ergebnisse für den Bund Quelle: Internetseite Wahlrecht.de [19]
  53. Ergebnisse für Schönheide, Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen [20] direkter Link auf die Seiten nicht möglich, Vorgehensweise: Anklicken Wahlergebnisse, dann Gemeinde anklicken, auf der Karte Wahlkreis 165 anklicken, dann das am weitesten westlich liegende Gebiet, dann öffnet sich Tabelle
  54. Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen [21], abgerufen am 6. August 2013
  55. Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen [22] (PDF; 2,8 MB)Ergebnisse der Bundestagswahl 2013, bekanntgegeben von der Landeswahlleiterin Sachsens am 23. September 2013, Seite 83, abgerufen am 23. September 2013
  56. Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen [23] (PDF; 2,8 MB)Ergebnisse der Bundestagswahl 2013, bekanntgegeben von der Landeswahlleiterin Sachsens am 23. September 2013, Seite 13, abgerufen am 23. September 2013
  57. Friedrich Barthel: Der vogtländisch-westerzgebirgische Sprachraum – Kulturgeographische Untersuchungen zum Grenzproblem, Diss. Universität Leipzig, Gräfenhainichen 1933
  58. Martina Gutzeit: Mei lieb's Schennhaad, Schönheide 2012
  59. Spielszene in Westerzgebirgisch, abgerufen am 4. August 2013
  60. [24] zwar bei den Vogtländischen Mundarttagen im Jahr 2011, aber westerzgebirgisch sprechend, abgerufen am 4. August 2013
  61. Internetseite des Bürstenmuseums Schönheide/Erzgebirge
  62. Homepage der Museumsbahn, abgerufen am 29. November 2013
  63. Pfarrer Volkmar Hartenstein: Neue Sächsische Kirchengalerie, Parochie Schönheide, Leipzig 1902, Spalte 12
  64. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen II, Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, bearbeitet von Barbara Becker, Wiebke Fastenrath, Heinrich Magirius u. a., München 1998
  65. Martina Gutzeit: Mei lieb's Schennhaad, Schönheide 2012
  66. | Internetseite der Kirchengemeinde, abgerufen am 16. August 2013
  67. | Internetseite der Museumsbahn, abgerufen am 16. August 2013
  68. Internetseiten des Vereins Historische Westsächsische Eisenbahnen, abgerufen am 16. August 2013
  69. | Internetseite der Museumsbahn, abgerufen am 16. August 2013
  70. Internetseite FP, abgerufen am 16. August 2013
  71. Internetseite der Feuerwehr, abgerufen am 16. August 2013
  72. Internetseite des Bürstenmuseums, abgerufen am 16. August 2013
  73. Internetseite des Veranstalters, abgerufen am 16. August 2013
  74. Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Schönheide o. J. (1909), S. 18
  75. Stallbrand in Schönheide, abgerufen am 10. März 2013
  76. Quelle: Gemeinde Schönheide, Öffentliche Einrichtungen[25], abgerufen am 7. August 2013
  77. Quelle: Sächsische Gemeindestatistik, Strukturdaten 2011, Stichtag 3. September 2010 [26], abgerufen am 7. August 2013
  78. Staatliche Internetseite, abgerufen am 30. August 2013
  79. Quelle: Amtliche Statistik des Landes Sachsen [27], direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Anklicken von „Strukturdaten“, weiter anklicken in der Karte „Erzgebirgskreis“, dann die am weitesten westlich liegende Gemeindefläche anklicken. Es öffnet sich die Übersicht „Gemeindestatistik 2008 für Schönheide“, in der Tabelle die Jahreszahl 2013 anklicken, auf der sich öffnenden Karte Sachsens den Erzgebirgskreis, dort die Gemeinde 540, scrollen bis zu „Bildungswesen“, abgerufen am 7. August 2013.
  80. Internetseite der Schule [28], abgerufen am 7. August 2013
  81. [29], abgerufen am 7. August 2013
  82. [30], abgerufen am 7. August 2013
  83. Rainer Heinrich, Gordon Parzyk: Die Geschichte der Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld, Herausgeber Deutsche Reichsbahn, Bahnmeisterei Falkenstein/Vogtland, Falkenstein/Vogtland 1988, Seite 105
  84. Quelle: Amtliche Statistik des Landes Sachsen [31] , direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Anklicken von „Strukturdaten“, weiter anklicken in der Karte „Erzgebirgskreis“, dann die am weitesten westlich liegende Gemeindefläche anklicken. Es öffnet sich die Übersicht „Gemeindestatistik 2008 für Schönheide“, in der Tabelle die Jahreszahl 2013, auf der sich öffnenden Karte Sachsens den Erzgebirgskreis, dort die Gemeinde 540 anklicken, scrollen bis zu den Daten über den Kfz-Bestand, abgerufen am 30. Dezember 2013.
  85. [32] Internetseite des Muldentalradweges, abgerufen am 26. August 2013
  86. [33] Wegbeschreibung auf der offiziellen Webseite, angerufen am 17. Dezember 2013