Schlacht bei Kressenbrunn

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Schlacht bei Kressenbrunn
Spätmittelalterliche Darstellung der Schlacht aus der Chronica Hungarorum
Spätmittelalterliche Darstellung der Schlacht aus der Chronica Hungarorum
Datum Juli 1260
Ort Bei Kressenbrunn, heute Groißenbrunn
Ausgang Entscheidener böhmischer Sieg
Friedensschluss Frieden von Wien (1261)
Konfliktparteien
Small coat of arms of the Czech Republic.svg Königreich Böhmen
Austria coat of arms simple.svg Herzogtum Österreich
Coa Hungary Country History (855-1301).svg Königreich Ungarn
Befehlshaber
Small coat of arms of the Czech Republic.svg Ottokar II. Přemysl
Small coat of arms of the Czech Republic.svg Wok von Rosenberg
Small coat of arms of the Czech Republic.svg Jaroš z Poděhuz
Coa Hungary Country History (855-1301).svg Béla IV.
Coa Hungary Country History (855-1301).svg Prinz Stephan
Truppenstärke
ca. 30.000-35.000 Mann ca. 30.000–40.000 Mann
Verluste
unbekannt ca. 10.000 Gefallene

Die Schlacht bei Kressenbrunn war eine siegreiche Entscheidungsschlacht des böhmischen Königs Ottokar II. Přemysl über die Ungarn unter König Béla IV. Sie ereignete sich im Juli 1260 im Südosten des Marchfeldes bei dem Dorf Kressenbrunn, heute Groißenbrunn in Niederösterreich.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Der Ausbreitung des böhmischen Reiches unter Ottokar II. Mitte des 13. Jahrhunderts wollten die ungarischen Könige Einhalt gebieten. Ab dem Frühjahr 1260 verbündete sich der ungarische König mit Daniel, dem König von Galizien und dem Großherzog von Krakau Boleslav. Hinzu kamen Serben, Bulgaren, Wallacher und Griechen. Auch der Khan der Tataren Burundaj schickte seine Krieger. Das Heer erreichte eine Stärke von angeblich 30–40.000 Mann. Die Heeresstärke Ottokars, bestehend aus Böhmen, Mährern und Österreichern sowie verstärkt durch Soldaten der Markgrafen aus Magdeburg, Meißen und Schlesien betrug angeblich 30–35.000 Mann, einschließlich der gepanzerten Reiter.

Schlachtverlauf[Bearbeiten]

Eine Zeit lang belagerten sich beide Heere an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn, die Böhmen auf der rechten, die Ungarn auf der linken Seite der March. Keiner der beiden Könige wollte den Fluss, aus Angst vor einem Unglück, überqueren. Schließlich unterbreitete Ottokar dem ungarischen König Béla den Vorschlag, dass unter ritterlichen Bedingungen eines der Heere den Fluss ohne Angriff der Gegner überqueren darf. Die böhmischen Soldaten zogen sich teilweise tief in das Land zurück, da sie zunächst keinen Angriff der Ungarn erwarteten.

Diese Situation nutzte allerdings Stephan, Sohn des ungarischen Königs, zu einem Angriff und traf im Ort Kressenbrunn auf die berittenen schwerbewaffneten böhmischen Soldaten. Ottokar rief die ruhenden Gruppen zurück. Unter Führung des Prager Burggrafen Jaroš z Poděhuz stürmte die berittene Truppe den Ungarn entgegen. Kurze Zeit später schloss sich der böhmische Marschall Wok von Rosenberg mit seinen Männern dem Kampf an. Sie schlugen den ersten Angriff der Ungarn zurück und Prinz Stephan musste schwer verwundet das Feld räumen. Nachdem die restlichen böhmischen Heere eingetroffen waren, flüchtete die ungarische Armee. Sie verlor dabei angeblich 10.000 Mann auf dem Feld, viele davon ertranken im Fluss.

Folgen[Bearbeiten]

Am 12. Juli bot Béla Friedensverhandlungen an. Ottokar erhielt im Frieden von Wien 1261 die Steiermark und zur Erneuerung des Friedens wurde die Vermählung Ottokars mit Kunigunde von Halitsch beschlossen.

Literatur[Bearbeiten]