Schlacht im Königshafen

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Christian IV. von Dänemark und Norwegen, Gemälde von Pieter Isaacsz, 1611-1616

Als Schlacht im Königshafen wird eine Seeschlacht während des Torstenssonkrieges zwischen dänischen und schwedischen Schiffen am 16. Mai 1644 im Bereich des Lister Königshafens genannt.

Verlauf der Schlacht[Bearbeiten]

Die dänische Flotte unter ihrem König Christian IV. bestand aus 9 dänischen Dickschiffen, die die Durchfahrt zwischen Sylt und Rømø für die schwedischen Schiffe blockierte und so den Gegner im Lister Tief festsetzen konnte. Die Schweden besaßen 33 kleinere, dafür aber auch wendigere Schiffe.

Gegen 10:00 Uhr morgens begann die Schlacht, die sich bis nachmittags gegen 16:00 Uhr hinzog. Die schwedische Flotte konnte schließlich bei starkem Seegang die dänische Blockade durchbrechen und in die Nordsee flüchten, da ein gezielter Beschuss angesichts des Seegangs nicht mehr möglich war. Bei der Schlacht kamen etwa 800 Menschen ums Leben.

Folgen[Bearbeiten]

Der Dänenkönig Christian IV. gab dem Schauplatz der Seeschlacht den Namen „Königshafen“. Der Nordteil der Insel Sylt, das „Listland“ sollte noch bis 1864 zu Dänemark gehören. In diesem Bereich sprach man noch bis weit ins 19. Jahrhundert Dänisch.