Schlacht von Kynossema

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Seeschlacht bei Kynossema
Antike Trieren, (Wandgemälde in Pompeji)
Antike Trieren, (Wandgemälde in Pompeji)
Datum 411 v. Chr.
Ort bei Sestos am Hellespont
Ausgang Sieg Athens
Konfliktparteien
Athen Sparta, Syrakus, Chios, Korinth, Ambrakia, Boiotien, Leukas, Pellene
Befehlshaber
Thrasybul, Thrasyllos Mindaros, Hermokrates; (Epikles), (Hippokrates)
Truppenstärke
76 Schiffe 86 Schiffe
Verluste
15 Schiffe 21 Schiffe

Die Schlacht von Kynossema war eine Seeschlacht während des Peloponnesischen Krieges, die im Jahr 411 v. Chr. zwischen Athen und Sparta ausgetragen wurde.

Die peloponnesische Flotte unter Mindaros hielt sich zunächst in Milet auf, wo sie die Verstärkung durch die verbündete phönizische Flotte erwartete (die allerdings durch die Athener unter Alkibiades aufgehalten wurde). Mit 73 Schiffen entschloss sich Mindaros dann nach Chios zu segeln. Die athenische Flotte unter Thrasyllos näherte sich mit 55 Schiffen von Samos, es schlossen sich 5 Schiffe unter Thrasybulos und sieben weitere verbündete Schiffe an. Unterdessen verließ Mindaros Chios, wo er seine Flotte mit Schiffen aus Abydos verstärken konnte, sodass er nun 86 Schiffe zur Verfügung hatte. Ihm gelang es, 18 athenische Schiffe zu besiegen, die von Sestos gekommen waren. Die übrige athenische Flotte, die jetzt 76 Schiffe umfasste, wandte sich in Richtung Hellespont. Dort stellten sich die peloponnesischen Schiffe in Kampfformation auf, wobei die spartanischen Schiffe am linken, und die verbündeten syrakusischen am rechten Flügel postiert waren. Bei der athenischen Flotte befehligte Thrasyllos den rechten und Thrasybulos den linken Flügel. Vor dem Vorgebirge von Kynossema (am europäischen Ufer des Hellespont gelegen) kam es dann zur Schlacht. Zunächst gelang es den Spartanern, in der Mitte der athenischen Linien durchzubrechen. Die Spartaner glaubten, den Sieg schon sicher zu haben, doch gelang es Thrasybulos, seine Schiffe neu zu ordnen, sodass er die Spartaner, die nicht mehr in Schlachtordnung fuhren, besiegen konnte. Die Spartaner mussten sich daraufhin zurückziehen, ihnen folgten die Syrakuser. Obwohl die Athener 15 Schiffe verloren hatten und die gegnerische Flotte nach Abydos entkommen konnte, galt die Schlacht als Sieg der athenischen Flotte, da sie 21 Schiffe des Gegners erbeuten konnte.

Dieser Sieg hatte zur Folge, dass die kurz zuvor in Athen installierte Oligarchie gestürzt und die Demokratie wiederhergestellt wurde.

Nach der byzantinischen Suda soll in der Seeschlacht von Kynossema der attische Komödiendichter Eupolis ertrunken sein.