Schreyahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

52.93666666666711.072522Koordinaten: 52° 56′ 12″ N, 11° 4′ 21″ O

Schreyahn
Stadt Wustrow
Höhe: 22 m ü. NN
Postleitzahl: 29462
Vorwahl: 05843
Schreyahn (Landkreis Lüchow-Dannenberg)
Schreyahn

Lage von Schreyahn in Landkreis Lüchow-Dannenberg

Schreyahn im Süden des niedersächsischen Landkreises Lüchow-Dannenberg ist ein Teilort der Stadt Wustrow (Wendland). Das Rundlingsdorf liegt im Wendland etwa acht Kilometer südwestlich der Kreisstadt Lüchow (Wendland) und etwa sieben Kilometer östlich von Clenze.

Geschichte[Bearbeiten]

Schreyahn wurde als Screy oder Screye erstmals um das Jahr 1360 erwähnt. Nachbarort ist Lensian, dessen Rundlingsform bereits in früheren Jahrhunderten eine durchschneidende Straße störte.

Bauwerke[Bearbeiten]

Blick in das Rundlingsdorf

Schreyahn ist mehrfach im niedersächsischen Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ zum Sieger erklärt worden. Zehn Vierständerbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit abwechslungsreich gezimmerten Giebelgliederungen prägen diesen gut erhaltenen Rundling. Das imposante Fachwerksgebäude der Gaststätte am Ortseingang stammt ebenso wie die beiden noch erhaltenen Wohnhäuser am Weg nach Wustrow aus dem frühen 20. Jahrhundert, als die Kaliindustrie für Wohlstand sorgte.

Kultur[Bearbeiten]

In Schreyahn wird vom Land Niedersachsen seit 1979 eine Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn betrieben, in der Künstler aus Musik und Literatur zeitlich befristet als Stipendiaten wohnen können. Angeboten werden für Schriftsteller und Komponisten drei-, sechs- oder neunmonatige Stipendienaufenthalte.

Bis zum Jahr 2007 fand in Schreyahn jährlich im September das Literatur- und Musik-Festival Schreyahner Herbst statt.

Schreyahn ist regelmäßig auch Veranstaltungsort bei der Kulturellen Landpartie und beim Lüchow-Dannenberger Bücherfrühling.

Sonstiges[Bearbeiten]

Regelmäßig brütet ein Storchenpaar auf dem Dach eines Schreyahner Hauses.

Nahe dem noch heute landwirtschaftlich geprägten Ort gab es ein Kali-Bergwerk, bis die Ausbeutung nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr rentabel war.

Wenige hundert Meter südöstlich von Schreyahn liegt das 25 Hektar große Naturschutzgebiet Salzfloragebiet bei Schreyahn.

Weblinks[Bearbeiten]