Seelisbergsee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seelisbergsee
Seelisbergsee mit Fronalpstock
Seelisbergsee mit Fronalpstock
Geographische Lage Kanton Uri
Zuflüsse Unterseeische Einsickerungen
Abfluss Bach zum kleinen Seelisbergsee
Orte am Ufer Seelisberg
Daten
Koordinaten 686259 / 20145946.9586111111118.5719444444444738Koordinaten: 46° 57′ 31″ N, 8° 34′ 19″ O; CH1903: 686259 / 201459
Seelisbergsee (Uri)
Seelisbergsee
Höhe über Meeresspiegel 738 m ü. M.
Fläche 18 haf5
Länge 800 mf6
Breite 350 mf7
Maximale Tiefe 37 mf10

Der Seelisbergsee, auf der Landeskarte der Schweiz kurz als Seeli bezeichnet, ist ein See unterhalb der Ortschaft Seelisberg im Kanton Uri, Schweiz.

Der See ist etwa 18 ha gross, 700 bis 800 m lang, 350 m breit und eine Tiefe von 37 m, die wie eine Wanne beschaffen ist.

Lage[Bearbeiten]

Der Seelisbergsee befindet sich auf 738 m südwestlich des "Knies" des Vierwaldstättersees, also wo dieser in den Urnersee übergeht. Das Rütli, der Legende nach Geburtsort der Schweizer Eidgenossenschaft, liegt gleich in unmittelbarer Nähe. Der See liegt am steilen Nordhang des Niederbauen-Chulm (1923 m) in einer Senke. Der Zufluss erfolgt über unterirdische Einsickerungen, dann fliesst das Wasser in den kleinen See ab, von da an unterirdisch bis in den Vierwaldstättersee, wo es zwischen Rütli und Bauen unter der Wasseroberfläche wieder austritt. Der Untergrund im Bereich des Abflusses ist ziemlich zerklüftet und weist vermutlich ein weit verzweigtes Höhlensystem auf.

Nutzung[Bearbeiten]

Am Nordende zwischen Seelisbergsee und -wyher befindet sich ein Campingplatz (nur für Zelte) und ein Strandbad. Der Campingplatz fasst ca. 40 Zelte und ist sehr schön. Man kann auch kleine Boote mieten. Die sommerlichen Wassertemperaturen liegen über den Werten des Vierwaldstättersees. Auch für die Hobbyfischerei ist dieser Voralpensee sehr interessant.

Entstehung[Bearbeiten]

Zur Entstehung des Seelisbergersees gibt es eine Sage: Ein «Blumenfeld» sei als Fluch für eine Untat ihres herrschaftlichen Besitzers überflutet worden. Auf diese Weise sei das Seeli entstanden. Ein Körnchen Wahrheit könnte in dieser Geschichte stecken. Es gibt Hinweise, dass der Pegelstand des Sees im Verlauf seiner Geschichte unterschiedlich hoch gewesen ist.

1916 war geplant, den Isitalbach zuzuführen, um aus dem See ein Staubecken für ein Kraftwerk zu machen. Der Plan scheiterte aufgrund des schwierigen Abflusssystems und musste wieder aufgegeben werden. 1937 wurde der See wieder abgesenkt, der während der Bauarbeiten um 2 Meter höher war. Das hatte negativen Einfluss auf die Artenvielfalt in Ufernähe.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Seelisbergsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien