Sender Raszyn

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Sender Raszyn

Der Sender Raszyn ist eine Langwellen-Rundfunksendeanlage in der Nähe des zu Raszyn gehörenden Dorfs Lazy (Polen).

Er ging 1931 mit einer Leistung von rund 120 kW als stärkster Sender Europas in Betrieb. Eine Leistungsaufstockung auf 600 kW war geplant, kam aber wegen des Zweiten Weltkrieges nicht mehr zustande. Durch das Heranrücken der deutschen Wehrmacht sah sich Polen gezwungen, den 280 Meter hohen, als Antennenträger benutzten Mast selbst zu zerstören.

Im Jahr 1945 wurde der Sender mit rund 500 kW neu errichtet.

Nicht all zu lange darauf, im Jahr 1949 wurde in Raszyn ein neuer 335 Meter hoher, gegen Erde isolierter Sendemast errichtet. Er war seinerzeit das höchste Bauwerk in Europa.

Der Sender Raszyn war bis zur Inbetriebnahme des Senders in Konstantynów im Jahr 1974 der Standort des zentralen Langwellensenders des polnischen Rundfunks.

Von 1974 bis 1978 diente er als Reservesender für diese Anlage. Seit 1978 wird von der Anlage in Raszyn während der Tagstunden ein zweites Programm des polnischen Rundfunks im Langwellenbereich auf der Frequenz 198 kHz verbreitet. Nach dem Einsturz des Sendemasts in Konstantynów diente die Anlage bis zur Inbetriebnahme des neuen Langwellensenders in Solec Kujawski (Schulitz) zur Ausstrahlung des ersten Programms des polnischen Rundfunks auf der Frequenz 225 kHz. Da kein simultaner Sendebetrieb auf beiden Langwellenfrequenzen über den Sender Raszyn möglich ist, wurde während dieser Zeit die zweite Langwellenfrequenz des polnischen Rundfunks nicht genutzt.

Weblinks[Bearbeiten]

52.07277777777820.883055555556Koordinaten: 52° 4′ 22″ N, 20° 52′ 59″ O