Seniorherzog

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Das Seniorherzog oder auch Princeps war in der Zeit des polnischen Partikularismus von 1139 bis 1306 der Titel des jeweils ältesten Piastenherzogs in Polen. Der Seniorherzog sollte gleichzeitig auch Herzog von Kleinpolen mit der Hauptstadt Krakau sein, weswegen dieses Herzogtum auch als Senioratsprovinz bezeichnet wurde.

Herzog Bolesław III. Schiefmund hatte Polen in seinem Testament von 1138 in fünf Teilherzogtümer eingeteilt: Großpolen (ging mit dem westlichen Anteil an Mieszko III.), Masowien mit östlichen Kujawien (ging an Bolesław IV.), Kleinpolen-Sandomir (an Heinrich von Sandomir), Schlesien (ging zusammen mit der Senioratsprovinz an Władysław II.) und in die Hauptprovinz Kleinpolen mit Sitz in Krakau, die Sieradz mit Umgebung, östliches Großpolen, westliches Kujawien sowie das Supremat über Pommerellen und das Herzogtum Pommern enthielt.

Kleinpolen mit Krakau erhielt keinen erblichen Herzog und wurde Seniorherzogtum: Der jeweilige Familienälteste der Piastendynastie sollte nach den Plänen Boleslaws die Würde des Seniorherzogs (Princeps) bekleiden. Damit verbunden war die Bewahrung der Reichsinsignien. Das Seniorherzogtum,schrumpfte mit der Zeit auf den westlichen Teil Kleinpolens. Auch drängten sich mehrfach andere Piastenherzöge, die nicht der Älteste Sohn aller Piastengschlechter waren, in die Position des Princeps, aber grundsätzlich hielt sich die Institution des Seniorherzogs bis zur Wiederherstellung des Königtums durch Przemysł II. 1295.

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