Kleinpolen

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Dieser Artikel erläutert die historische Region Kleinpolen; zu anderen Bedeutungen siehe Kleinpolen (Begriffsklärung).
Meerauge in der Tatra
Polen in den Grenzen vor 1660. Die polnisch-litauische Adelsrepublik, Kleinpolnische Provinz in den Grenzen von 1635, dem Zeitpunkt der größten Ausdehnung Polens nach Osten. Die Grenzen nach Osten waren zu keinem Zeitpunkt stabil und geschlossen.

Kleinpolen (seit dem Mittelalter lateinisch Polonia Minor, polnisch Małopolska) ist – im Gegensatz zu Großpolen – ursprünglich die Bezeichnung für den seit 999 AD eroberten südlichen Teil des alten polnischen Staates mit den Metropolen Krakau, Lublin, Zamość und Sandomir, dem Herzogtum Kleinpolen. Vor der Eroberung durch den Polanenherzog Boleslaw I. Chrobry war es Chrobatien, bzW. Weiß-Kroatien. Das Land um Sandomir wird teilweise als eigenes Herzogtum angesehen. Ebenfalls im Jahre 999 AD wurden Teile Schlesiens und eine kurze Zeit danach Lausitz, Böhmen und Mähren durch Boleslaw I. kurzfristig erobert.

Während ihrer Zugehörigkeit zu Polen fasste man die ukrainischen Gebiete Galizien, Podolien, Wolhynien u. a. ebenfalls in den Begriff. Die Provinz Kleinpolen bestand bis 1772.

Infolge der Teilungen Polens kamen die größten Teile der ukrainischen Gebiete und die südliche Hälfte der seit dem 10. Jahrhundert polnischen Gebiete zu Österreich und wurden zum Königreich Galizien in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, wobei die ukrainischen Gebiete als Ostgalizien, die ursprünglich polnischen Gebiete als Westgalizien bezeichnet wurden. Die nördlichen Teile der ursprünglichen polnischen Gebiete und Teile Podoliens und Wolhyniens kamen infolge der Teilungen Polens zu Russland.

Nach der neuesten Verwaltungseinteilung Polens erstreckt sich Kleinpolen auf die Woiwodschaften Karpatenvorland, Kleinpolen, Heiligkreuz und Lublin.

Teil der Weltkarte von Martin Waldseemüller [1]; Siedlungsgebiete in Kleinpolen im 15. Jahrhundert

Die Region hat auch Anteil an der Tatra mit dem Wintersportgebiet um die Stadt Zakopane.

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. „Karte von Germania, Kleinpolen, Hungary, Walachai u. Siebenbuergen nebst Theilen der angraenzenden Laender“ von des „Claudii Ptolemaei geographicae enarrationis libri octo“, 1525, Strassburg
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