Shockwave

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Shockwave (Begriffsklärung) aufgeführt.
Adobe Shockwave Player
Entwickler Adobe Systems
Aktuelle Version 12.1.3.153
(1. Juli 2014)
Betriebssystem Windows ab XP SP3,
Mac OS X
Kategorie Erstellung multimedialer Inhalte
Lizenz proprietär, Freeware
Deutschsprachig ja
get.adobe.com/de/shockwave/

Shockwave bezeichnet ein Dateiformat (*.dcr) des Softwareunternehmens Adobe. Ursprünglich hergestellt und bis 2006 vertrieben wurde es von Macromedia. Es enthält interaktive Inhalte, die mit Adobe Director erstellt wurden, und kann in einem Webbrowser mittels des kostenlosen Shockwave-Players abgespielt werden.

Shockwave-Inhalte konnten und können ausschließlich mit der Entwicklungssoftware Adobe Director erzeugt werden. Es gibt häufig Verwechslungen mit dem Dateiformat (*.swf) von Flash. Shockwave-Dateien können Flash-Dateien enthalten und (abhängig von der Version) wiedergeben. Flash dagegen kann keine Shockwave-Inhalte wiedergeben.

Shockwave-Dateien zeichnen sich durch eine hohe und vom Autor teilweise beeinflussbare Kompression aus. Das ist hilfreich, um auch umfangreiche Inhalte mit kurzer Ladezeit über das Internet verfügbar machen zu können. In Shockwave-Dateien können beispielsweise Sounds im MP3-Format oder in der MP3-Variante Shockwave Audio (SWA) kodiert und Bilder unter anderem als JPEGs komprimiert werden. Weitere Dateien und Inhalte können dynamisch nachgeladen werden (Streaming). Ein Vorteil von Shockwave gegenüber Flash war lange Zeit die Hardwarebeschleunigung von 3D-Inhalten, wodurch detaillierte Modelle in Echtzeit berechnet werden können. Seit Ende 2011 bietet jedoch auch Flash eine Hardwareunterstützung von 3D-Elementen („Stage 3D“).

Das Shockwave-Plugin für Windows und Mac kann kostenlos bei Adobe heruntergeladen werden und lässt sich in zahlreichen Browsern installieren. Im Gegensatz zu Flash steht jedoch kein Plugin für Linux zur Verfügung. Für Mac-OS-X-Plattformen mit Intel-Prozessor war lange Zeit kein Plugin verfügbar, womit alle aktuellen Apple-Rechner ab Mitte 2006 nicht mehr direkt unterstützt wurden. Seit März 2008 (Version 11) werden Intel-Macs unterstützt.

Vor der Integration von ActionScript in Adobe Flash war Shockwave die einzige Möglichkeit, interaktive Inhalte anzubieten, da Flash anfangs nur für Animationen mit einfachen Steuerfunktionen ausgelegt war.

Weblinks[Bearbeiten]